Thomas Schmieder zur Suzuki Bandit 1250 S

Was ich an der Bandit liebe? Ganz einfach: diese lässig unaufgeregte Art. Den durchzugsstarken Motor, der seine Leistung ganz locker aus dem Ärmel schüttelt und in allen Lebenslagen genügend Dampf parat hat. Er ist unten herum elastisch, dreht aber auch willig hoch – wenn’s denn sein muss. Denn 100 Sachen auf dem hässlichen Digitaltacho sind im Sechsten noch nicht einmal 3500 Touren. Dazu passt der absolut leise Auspuffsound. Sie fährt fast von alleine, macht den Kopf frei für andere Dinge, die Bandit. Fast aufrecht sitzend genießt man besten Überblick und einen sehr entspannten Kniewinkel. Allerdings geriet der Lenker etwas zu stark gekröpft, und auch der Knieschluss ist nicht bestens gelungen. Aber man hält es stunden- und tagelang im höhenverstellbaren Sattel aus. Das fein regelnde ABS gibt auch bei verregneten oder gar verschneiten Pisten ein gutes Gefühl. Nur ein bisschen mehr Anmut und Sinnlichkeit, die dürfte der Bestseller schon vertragen. Da ist er mir ein wenig zu glatt. Und damit meine ich nicht nur die fehlenden Kühlrippen.

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