Suzukis neue Allzweckwaffe im Test (Teil 2) Der 650er-V2-Stammbaum von Suzuki
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Ein Glückstreffer: Der 1999 in der SV 650 debütierende V2 wirkte von Beginn an ausgereift, erwies sich als zuverlässig und schaffte es, als Antrieb für verschiedene Bike-Konzepte zu überzeugen. Sportfans schätzen Durchzugskraft und Drehfreude, Tourenfahrer seine Laufkultur und Sparsamkeit. Diverse Verbesserungen im Laufe der Bauzeit gipfeln in der aktuellen Evolutionsstufe in der V-Strom, Modelljahr 2012: Mit gemessenen 71 PS steht der aktuelle V2 gut im Futter.
1999: Der charakterstarke, kernig bollernde Kurzhuber (noch ohne Abgasreinigung und mit 39er-Mikuni-Vergasern) sorgt in der SV 650 für überraschende Fahrleistungen und verblüfft die Konkurrenz.
2003: Zunehmend strengere Abgasvorschriften erfordern die Bestückung des V2 mit Einspritzung und U-Kat. An der Leistung von 71 PS ändert sich nichts, doch kommt der Motor jetzt auch in der neuen Reiseenduro V-Strom 650 zum Einsatz. Der anfangs schwarze V2 präsentiert sich übrigens seit 2001 in Silber.
2007: Änderungen am Motormanagement sowie ein G-Kat lassen den V2 nun die Euro-3-Norm erfüllen. Zudem mutiert der Zweizylinder zum Doppelzünder, sprich: Je zwei Zündkerzen pro Zylinder liefern die notwendigen Zündfunken.
2008: Die SV verschwindet aus dem Programm, doch für den Einsatz in der V-Strom erhält der V2 geänderte Kolbenringe. Lichtmaschine und Regler werden ebenfalls modifiziert.
2009: Für die SV-Nachfolgerin Gladius wird der V2 mächtig umgekrempelt und auf Drehmoment getrimmt: Kurbelwelle mit mehr Schwungmasse, leichtere Ventile und Federn, geänderte Nockenwellen, neue Einspritzung mit Doppeldrosselklappen.
2010: Am "alten" V-Strom-V2 werden Kurbelwellenlager und Lichtmaschine geändert.
2012: Die neue V-Strom erhält den Gladius-Motor, jedoch auf 69 statt auf 72 PS abgestimmt.