Triumph Rocket III

Bereits Ende der Neunziger wurde bei Triumph darüber
nachgedacht, die Messlatte für Cruiser aufs höchste Niveau zu legen. Vor allem den amerikanischen Markt hatten die
Briten ins Visier genommen. Angestrebtes Ziel: 1500 cm3. Gezwungenermaßen mussten sie im Laufe der Jahre aufstocken, um die japanische Konkurrenz im Hubraum zu
übertrumpfen. Mit 2294 cm3, sprich einem Einzelhubraum von 765 cm3, scheint die Grenze für einen Dreizylinder erreicht. Das Cruisermonster Rocket III, die hubraumstärkste Serienmaschine der Welt, schockte als Erstes den Prüfstand mit über 200 PS und gewaltig Drehmoment bei mittleren Drehzahlen. Dann den Hinterreifen und schließlich die Triumph-Verantwortlichen. Das Überbike, so ihre Meinung, könne nur gezähmt auf die Menschheit losgelassen werden. Was sich nach der Anti-Fitness-Kur präsentiert, kann sich ebenfalls sehen lassen: Triumph verspricht 140 PS und
200 Nm. Elektronische Helferlein nehmen in den ersten
drei Gängen zudem das brachiale Drehmoment zurück.
Die dressierte Leistung im Überfluss soll somit auch für
Ungeübte beherrschbar sein. Denn trotz 240er-Hinterreifens,
362 Kilogramm Gewicht und einem Wendekreis von 7,6 Metern soll es sogar Führerscheinneulinge geben, die diesen Hammer zielgenau schwingen können. Hilfreich dabei: mindestens 1,90 Meter und 120 Kilogramm. Für den Fall,
dass die Rocket versucht, eigene Wege einzuschlagen.

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