Racebike: Ducati Berlin Der Speedfighter von Ducati Berlin

Im Weltall weitgehend unerforscht, gibt die irdische Version von dunkler Materie keine Rätsel auf. Diese rabenschwarze Ducati ist ein hochkarätiges Brenneisen.

Foto: fact

Schon der Name des schwarzen Renners lässt aufhorchen: Speedfighter. Ein Blick aufs Leistungsdiagramm verdeutlicht, dass die umgebaute Ducati Streetfighter ihrem neuen Namen alle Ehre macht. 180 PS und 139 Nm versprechen pure Dynamik. Dafür steckten die Mannen von Ducati Berlin den Antrieb aus dem Superbike 1198 in das Fahrwerk des Straßenkämpfers. Zusätzlich spendierten sie dem Bike einen markanten Underseat-Auspuff (Termignoni) mit riesigen 70er-Krümmern und frech gekürzten Endtöpfen. Diese passen perfekt unter die schicke, umgebaute Heckverkleidung, die von einer Duc 1098 stammt. Außer mehr Leistung und einer schärferen Optik bietet der Auspuff einen weiteren Vorteil: Er verschafft dem rechten Fuß genügend Platz auf der Raste, was die Serienanlage nicht gestattet. Damit stets genügend zündfreudiges Gemisch in die Brennräume strömt, schaltete der Händler einen Power Commander vor die leicht modifizierte Motorelektronik der Italienerin.

Wie von einer Herde wilder Stiere gezogen, schießt die kürzer übersetzte Berlinerin durch die Hockenheimer Arena. Sie hängt perfekt am Gas und gibt ihren Punch sehr gleichmäßig ab. Plötzliche Powerschübe sind der Schwarzen ebenso fremd wie nervige Leistungseinbrüche. Auch beim Fahrwerk betrieben die Techniker hohen Aufwand. Die originalen Felgen wanderten ins Regal, als Ersatz dienen mit Bridgestone BT 003 RS bereifte Carbonfelgen. Bei den Federelementen vertrauen die Tuner heckseitig auf ein TTX-Federbein von Öhlins, das Innenleben der Seriengabel modifizierten sie. Außen zieren Kohlenstoff-beschichtete Tauchrohre und schwarz eloxierte Standrohre die Forke. Ein hochwertiger Lenkungsdämpfer aus Schweden bildet den Ersatz für das nicht einstellbare Serienteil.

Dank den Änderungen an der Federung arbeiten Front und Heck synchron - eine deutliche Verbesserung zur Serie. Darüber hinaus braust die Speedfighter außerordentlich stabil und zielgenau ums Eck. Kleiner Wermutstropfen: Trotz ihres um 18 auf 179 Kilogramm reduzierten Gewichts und den leichten Felgen benötigt die Duc etwas Kraft beim Kurvenräubern. An der Bremsanlage kommt eine in der Hebelübersetzung einstellbare Bremspumpe zum Einsatz. Knackiger Druckpunkt, perfekte Dosierbarkeit, hohe Transparenz, geniale Wirkung: Die Beißer lassen keine Wünsche offen. Eine Anti-Hopping-Kupplung mit Alu-Reibscheiben verhindert Bremsstempeln; bei Bedarf gleitet die Speedfighter butterweich mit angestelltem Hinterrad in die Ecken.

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Foto: fact

Team Ducati Berlin

Moto Italia GmbH, Alt-Friedrichsfelde 65c, 10315 Berlin, Tel.: 03051/656900 www.ducatiberlin.de

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Zeichnung: Archiv

Technische Daten

Punch ohne Ende: Der nahezu serienmäßige Antrieb aus dem Superbike 1198 befeuert die Speedfighter nachhaltig. Der Renner liefert seine 180 PS und 139 Nm angenehm gleichmäßig und benutzerfreundlich.

Gewicht: 179 kg
Vorn/hinten: 51,8/48,2 %
Leistung: 180 PS
Preis: 29 000 Euro

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