Vergleichstest Montageständer Hebelwerke

Ein Montageständer ist ein Montageständer ist ein Montageständer, denkt man. Stimmt nicht ganz: Die Unterschiede sind größer, als man meint.

Einen Hauptständer besitzen heute immer weniger Motorräder, was den Besitzer spätestens beim ersten Reifenwechsel vor ein Problem stellt. Unter anderem dafür eignen sich die vielen Varianten von Montageständern, von denen MOTORRAD 19 zum Test bat.

Viele Sportmotorräder besitzen Gewindebuchsen an der Schwinge, die zur Aufnahme von Adaptern gedacht sind. So auch die als Testobjekt dienende Yamaha R1, Modell 2007. An diesen Schraub-Adaptern greifen dann die gabelförmigen Aufnahmen der Ständer ein. Diese Methode ist mit etwas Übung auch alleine einfach zu bedienen und in der Regel sehr standfest. Weit weniger stabil die zweite Variante, die für Motorräder ohne Gewindebuchsen in der Schwinge gedacht ist. L- oder J-förmige, mehr oder weniger dick gummierte Aufnahmen greifen hier direkt an der Schwinge an. Als Testobjekt kam eine Honda Hornet 600 (ebenfalls Modelljahr 2007) zum Einsatz.

Je nach Konstruktion kann das Ansetzen fummelig werden, zudem besteht immer die Möglichkeit, dass die Schwinge zerkratzt wird oder die Aufnahme mit der hinteren Bremsleitung oder der Bremssattelabstützung ins Gehege kommt. Überraschend groß sind die Unterschiede in der benötigten Handkraft, die generell recht hoch liegt. Auch in der Verarbeitung reicht die Spanne von mäßig bis super, was im Preisspektrum von rund 40 bis 120 Euro seinen Niederschlag findet. Vor einem Kauf sollte der Ständer nach Möglichkeit am eigenen Bike ausprobiert werden, um Überraschungen zu vermeiden.

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