Vorab-Fahrbericht Yamaha XSR 900 Abarth Japanisch-Italienische Freundschaft

Yamaha krönt die XSR 900 zur limitierten XSR 900 Abarth. Was der italienische Autotuner damit zu tun hat und wo die Unterschiede liegen – bitte sehr, hier die ersten Eindrücke nach der Präsentation auf Sardinien.

Bereits seit 2007 arbeiten Fiat und Yamaha beim MotoGP-Team der Japaner zusammen. Zum italienischen Vierradbauer gehört Abarth, die aus den italienischen Automobilien emotionale Wetzeisen zaubern. Mit einer eigenen Tuningabteilung kann Yamaha zwar nicht dienen, unter dem Label Faster Sons entstehen aber ebenso gehörig im Bauch und im Herzen kitzelnde Bikes wie die XSR 900. Das war die Grundlage für die Kooperation. Zweimal Emotion und Exklusivität, herausgekommen ist die Yamaha XSR 900 Abarth. Deren vierrädriges Pendant hört auf den Namen Abarth 695 Tributo XSR.

Auf Basis der XSR900 hat Yamaha einen Racer in Abarth Look entwickelt: die Yamaha XSR 900 Abarth will kein Volumenmodell sein, sondern etwas Besonderes. Das wird sie auch, denn ihre Stückzahl ist auf 695 limitiert.
Bildergalerie von der Yamaha XSR 900 Abarth auf der EICMA 2016.
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Liegestütze als Training einplanen

Doch zurück zum Zweirad. Weil die XSR 900 als formidabler Freudenspender im Retro-Gewand bekannt ist, baut die Yamaha XSR 900 Abarth komplett auf der identischen Basis auf. Sprich: Fahrwerk, Bremsen, Motor – alles gleich. Das freut besonders wegen des Crossplane-Dreiers, der jeden Leistungsabruf mit fulminantem Vorwärtsdrang beantwortet. 115 Pferde lässt er bei 10.000 Umdrehungen galoppieren. Er kann aber nicht nur oben stramm marschieren, sondern begeistert genauso im unteren Drehzahlbereich wie auch in der Mitte. Anti-Hopping-Kupplung, drei verschiedene Fahrmodi und eine einstellbare Traktionskontrolle runden seinen Auftritt ab.

In Sachen Lässigkeit beim Fahren muss die Yamaha XSR 900 Abarth gegenüber der Standard-Version aber ein paar Federn lassen. Das ist vor allem dem neuen Lenker geschuldet: Aus breit und oberhalb der oberen Gabelbrücke positioniert wurde jetzt ziemlich tief und noch ein bisschen tiefer im Stile bester sportlicher Café-Racer. Bitte schon mal ein paar Liegestütze als Training einplanen.

Yamaha XSR 900 Abarth kostet 12.595 Euro

So easy wie die normale XSR 900 fliegt die Yamaha XSR 900 Abarth nicht ums Eck. Gleich zu Anfang die richtige Linie zu treffen, fällt schwer. Aber nach ein paar Kilometern hat man sich an die durchaus anstrengende Sitzposition gewöhnt, klappt es auch mit der Abarth-XSR schnell und schräg. Und wenn nicht, dann einfach das Auge schweifen lassen: Lampenmaske, Frontschutzblech und Soloheckbürzel aus Sichtkarbon – einfach lecker. Dazu kommt noch der Sound aus der Akrapovic-Komplettanlage, die ihren Abschluss in zwei kurzen Doppeltröten findet. Alles aus Titan und natürlich zugelassen. Das macht schon an.

Die Sache kostet aber auch. 12.595 Euro verlangt Yamaha für die XSR 900 Abarth. Wer sich für sie entscheidet, hat die Garantie, eine von 695 Stück weltweit (140 Einheiten für Deutschland) in der Garage oder dem Wohnzimmer stehen zu haben. Unter dem Aspekt emotionales Kunstwerk geht die Yamaha XSR 900 Abarth damit schon fast als Schnäppchen durch.

Den ausführlichen Fahrbericht lest ihr in MOTORRAD 9/2017, ab 13. April am Kiosk im PDF zum Downoad:

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