Vorbild: Die V7 Sport aus dem Jahr 1971

Der dicke V2, umgeben von schnörkelloser, kompakter Silhouette: ein zeitloses Erfolgsrezept

Die erste V7 stand 1965 auf dem Mailänder Salon. Das Modell mit dem Zusatz »Sport« tauchte dann sechs Jahre später auf und avancierte trotz scharfer Konkurrenz etwa von MV Agusta zum Star des Salons. »Das Trumm von einem Kompakt-Motor«, 750 Kubik groß, rund 70 PS stark samt nagelneuem Fünfganggetriebe, verpackt in eine reinrassige Straßensportmaschine garniert mit Doppel-Duplex-Bremsen vorn und Duplex Bremse hinten ließ die Fans aufhorchen. Und die Fahrleistungen können sich heute noch sehen lassen: MOTORRAD-Tester Ernst »Klacks« Leverkus erreichte damals 199,6 km/h und schwor, dass es mit kleinerem Fahrer noch schneller gegangen wäre. Werksangaben sprachen daher von Tempo 207 für die etwa 220 Kilo schwere Sportmaschine, die unter fünf Sekunden auf 100 beschleunigte. Beeindruckt vom Durchzug, schrieb Klacks in MOTORRAD 25/1971, dass beim normalen Fahren ungeheure Blitz-Beschleunigungen zwischen 120 und 160 km/h exerziert werden könnten, dass einem eventuellen Konkurrenten die Augen tränen«. Lobende Worte fand er zudem für das Fahrwerk (mit verstellbarem hydraulischen Lenkungsdämpfer, der zugeschaltet werden konnte). »Die Guzzi ließ sich unwahrscheinlich frech durch enge und durch schnelle Kurven fahren.« Und das, ohne sie hineinwuchten zu müssen.Klacks’ Resümee fiel denn auch positiv aus: »Wer mit der Super-Guzzi gefahren ist, der zählt unwillkürlich sein Geld.« Runde 3 kg/PS, 200 km/h, fabelhaftes Fahrwerk, 83 PS/Liter, fünf Gänge und Kardanantrieb waren für ihn die Argumente gegenüber der Konkurrenz von BMW, Honda, Laverda oder Norton.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote