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Yamaha MT-03.

Yamaha MT-03 im PS-Kurztest Kleine Freiheit

Wiewohl die Yamaha MT-03 primär für Neu- und Wiedereinsteiger gedacht ist, macht der quirlige Twin auch alten Hasen mächtig Laune.

Jeder Trend erzeugt über kurz oder lang einen Gegentrend. Und während einerseits Motorleistungen von über 150 PS auch schon in sogenannten Reiseenduros anzutreffen sind, finden auf der anderen Seite Motorräder vom Schlage einer Kawasaki Z 300, Honda CBR 300 oder Yamaha YZF-R3 immer mehr Freunde. Und ebenjene R3 war die Vorlage für die jüngst unweit der Touri-Hochburg Benidorm vorgestellte Yamaha MT-03.

Und da man heutzutage nicht mehr nur ein Produkt verkauft, sondern einen Lifestyle, stand die Präsentation ganz im Zeichen der alle MT-Modelle umwehenden Design-Philosophie namens „The dark side of Japan“. Ob jetzt nun die im offiziellen Video gezeigten, dunkel gekleideten Gestalten, die auf der Yamaha MT-03 durch nächtliche japanische Großstädte fahren, bedrohlich, beschützend oder doch eher albern wirken, sei einmal dahingestellt. Fakt ist: Wenn ein Bike wie dieses dabei herauskommt, dann kann die Philosophie so falsch nicht sein. Denn wie sich am nächsten Tag herausstellt, kann man mit der MT-03 auch bei Tageslicht und Sonnenschein seine helle Freude haben.

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Auch für groß Gewachsene bequem

Vorrangig für Neu- und Wiedereinsteiger gedacht, macht die Yamaha MT-03 mit ihrem quirligen Twin auch alten Hasen mächtig Laune. Niedrige Sitzposition, geringes Gewicht und eine auch für groß Gewachsene angenehme Sitzhaltung waren noch nie ein Fehler und münden hier in eine Agilität, die dem in diesem Zusammenhang gerne genannten Fahrrad ziemlich nahekommt. So abschreckend sich die Hochhausschluchten von Benidorm zeigen, so verkehrsarm und kurvig präsentiert sich das Hinterland.

Und obwohl der Paralleltwin wegen der A2-Führerschein-Vorschriften „nur“ 42 PS entwickelt, kommt kaum das Gefühl von Leistungsmangel auf. Vorausgesetzt, der Pilot hat keine Scheu vor hohen Drehzahlen und einen flinken Schaltfuß. Leider schaltet sich die Sechsgangbox nicht sonderlich präzise. Beim Fahrwerk muss man im Fast-Forward-Modus Abstriche machen. Sowohl die einfache Telegabel als auch das nur in der Vorspannung einstellbare Federbein könnten durchaus etwas mehr Dämpfung vertragen und die Bremse etwas mehr Biss. Dennoch ist die Yamaha MT-03 für 4995 Euro ein reelles Angebot, das seine Freunde finden wird.

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Foto: Yamaha
Yamaha MT-03.
Yamaha MT-03.

Daten Yamaha MT-03

Antrieb:

  • Zweizylinder-Reihenmotor
  • vier Ventile/Zylinder
  • 31 kW (42 PS) bei 10.750/min*
  • 30 Nm bei 9000/min*
  • 321 cm3
  • Bohrung/Hub: 68,0/44,1 mm
  • Verdichtung: 11,2:1
  • Zünd-/Einspritzanlage
  • 32-mm-Drosselklappen
  • mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung
  • Sechsganggetriebe
  • Kette

Fahrwerk:

  • Brückenrahmen aus Stahlrohr
  • Lenkkopfwinkel: 65,0 Grad
  • Nachlauf: 95 mm
  • Radstand: 1380 mm
  • Ø Gabelinnenrohr: 41 mm
  • Federweg v./h.: 130/125 mm

Räder und Bremsen:

  • Leichtmetall-Gussräder, 2.75 x 17/4.00 x 17
  • Reifen vorn: 110/70-17, hinten: 140/70-17
  • 298-mm-Einzelscheibenbremse mit Doppelkolben-Schwimmsattel vorn
  • 220-mm-Einzelscheibe mit Einkolben-Schwimmsattel hinten
  • ABS

Gewicht:

  • (vollgetankt) 168 kg*
  • Tankinhalt: 14 Liter Super

Grundpreis: 4995 Euro (zzgl. NK)*

*Herstellerangabe

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