Yamaha YZF-R6

Die Yamaha YZF-R6 ist ein reinrassiges Sportgerät und auf Spitzenleistung getrimmt. 129 PS aus 600 cm3 Hubraum, die sind nur über hohe Drehzahlen zu erreichen. Ein breites nutzbares Drehzahlband bleibt da auf der Strecke. Weshalb der Vierzylinder, sein Pilot wild auf dem Hebel des Sechsganggetriebes steppend, in höchsten Tönen die Berge rauf und runter zwirbelt. Das wilde Gekreische des Motors in so schöner Natur ist auf Dauer selbst dem Fahrer oft peinlich. Aber es geht nicht anders, will man vorwärtskommen, nicht nach jeder Kurve und Kehre mangels Leistung bereits im Ansatz verhungern.

Dabei bringt das Fahrwerk der R6 so viel Lust und Laune. Die Federelemente sind perfekt abgestimmt, kommen mit den unwirtlichen Straßenbelägen der Bergregion locker klar, federn sensibel ab, dämpfen alles weg, ohne den Kontakt zum Boden zu verlieren. Wie eine Krake saugt sich die R6 auf dem Untergrund fest. Dazu besticht sie mit extremer Handlichkeit, wuselt mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Präzision über die im Zickzack in die Berge modellierten Teerbänder, dass die Konkurrenz vor Neid erblasst. Perfekt arbeiten die Bremsen, verzögern mit geringer Handkraft punktgenau und vehement, als wäre die R6 mit einem Fangseil vor dem jähen Absturz gesichert. Trotzdem muss sie sich allein wegen ihres kurzatmigen Motors mit dem letzten Platz bescheiden.

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