Yamaha YZR-M1

Anders als in vergangenen Jahren gestattete Yamaha 2007 nur fünf Journalisten eine Probefahrt auf der YZR-M1 von Valentino Rossi – eine trotzige Reaktion darauf, dass Rossi quasi in letzter Sekunde noch den Vizetitel an Honda-Pilot Dani Pedrosa verloren hatte? Sei‘s drum – MOTORRAD-Mitarbeiter Alan Cathcart gehörte zu den Auserwählten. Er absolvierte seine zehn Testrunden, wohl wissend, dass Rossi und die Yamaha als Einzige in der Lage waren, dem haushoch überlegenen Casey Stoner und seiner Ducati 2007 Paroli zu bieten, wenn es auch nur zu vier GP-Siegen reichte.

Im Vergleich mit der Ducati, die Cathcart wenige Stunden vorher testen konnte, erwies sich die M1 als das subjektiv bessere Motorrad – weil sie viel einfacher zu fahren war und das von Rossi stets bemängelte Topspeed-Defizit unter derartigen Bedingungen nicht nachvollziehbar ist. Für den Journalisten zeigte sich die Yamaha als perfekt ausbalanciertes Motorrad, dessen objektive Schwächen, sei es motor- oder reifenseitig, sich nur einem Rossi offenbaren. Mit Bridgestone als neuem Reifenlieferanten und einem kräftigeren Motor mit pneumatischem Ventiltrieb sollte Multiweltmeister Rossi 2008 wieder konkurrenzfähig sein.

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