Zwölf Jahre XJ 600

Manchmal sind es ganz simple Dinge, die zum Erfolg führen. So hat es Yamaha schon mehrfach verstanden, mit geradlinigen, schnörkellosen Motorrädern den Nerv der Motorradfahrer zu treffen. Der Einzylinder SR 500, die Enduro XT 600 und eben die XJ 600 sind Beispiele erfolgreicher Maschinen. Zwölf Jahre lang (von 1991 bis 2003) hielt Yamaha die XJ 600 im Programm. Zum Einstandspreis von damals 8600 Mark war sie zunächst sogar nur als halbverkleidete XJ 600 S Diversion zu haben. Erst 1994 wurde ihr eine unverkleidete Variante mit verchromtem, klassischem Rundscheinwerfer und ebensolchen Instrumenten zur Seite gestellt. Ihr luftgekühlter Reihenvierzylinder, robust und zuverlässig, leistete 50 oder fahranfängertaugliche 27 PS.

Allerdings konnte man von Beginn an auch gegen Aufpreis einen 61-PS-Umrüstkit ordern, um die XJ etwas mehr auf Trab zu bringen. Über stetige Modellpflege verstand es Yamaha, die XJ attraktiv zu halten. Verstärkte Schwinge, straffere Federelemente, verbesserter Windschutz durch breitere Verkleidung waren die ersten Maßnahmen. Ab 1996 kamen ein Ölkühler und elektrisch beheizte Vergaser mit Drosselklappensensor hinzu. Eine Gabel mit 41er-Standrohren und eine Doppelscheibenbremse waren 1998 die letzten wichtigen Änderungen.

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