Im Test: Vespa S 125 i.e. Roller mit Retro-Charme: Vespa S 125 i.e.
Klassisch und schnörkellos präsentiert sich die sportliche Vespa S 125 i.e., mit der nicht nur Retro-Fans gern durch die Gegend rutschen.
In diesem Artikel:
Vespa S 125
Vespa-Roller gehören schon seit Ewigkeiten zum Inbegriff italienischer Lebenskultur. Mal kurz auf dem Scooter zur Eisdiele oder zum Café in die Stadt brummen - für Stiefelbewohner an der Tagesordnung. Besonders stilgerecht gelingt dies mit zeitlos schlichten, eleganten Modellen, wie der Vespa S 125i.e., die den Charme der 1960er und 1970er Jahre versprühen. Zumindest äußerlich, denn Fahrwerk, Bremsen und Motor entsprechen dem heutigen Stand der Technik. So spendierten die Entwickler der S 125 für diese Saison eine Einspritzung, erkennbar am Zusatzkürzel "i.e.". Das von vielen erhoffte Leistungsplus blieb jedoch aus. Nur gut zehn PS sorgen nicht gerade für flotte Fahrleistungen. Vor allem vollbesetzt mit zwei Personen müht sich die Vespa an Steigungen um Vortrieb. Im Gegenzug entschädigt sie mit bequemen Sitzen und einem guten Handling, das sie flink durch die Stadt wuseln lässt.
Für punktgenaue Ampelstopps sorgen wirkungsvolle Bremsen, deren Hebel jedoch kräftig gezogen werden wollen. Um den artgerechten Auftritt kümmern sich Chromzierleisten am Beinschild und der ebenfalls chromeingefasste Rechteckscheinwerfer, der außerdem ordentliches Licht spendet. Weitere Pluspunkte sammelt die 125er mit ihrem großen Helmfach unter der Sitzbank und dem zusätzlichen Kickstarter, der auch bei Ausfall der Batterie Flüche vor der Cafeteria verhindert. Das sportlich-komfortable Fahrwerk gibt sich zielgenau, der Federungskomfort ist auf schlechten Fahrbahnoberflächen jedoch eingeschränkt. Dennoch: Die Vespa S 125i.e. ist ein prima Rutscher für sämtliche City-Aktivitäten und den einen oder anderen kurzen Überlandtrip.
Kurzurteil:
Positiv
- Ordentliche Bremsen
- Sehr leicht und handlich
- Erstaunlich gutes Platzangebot
- Prima Ergonomie
- Zeitlos klassisches Design
- Angenehm straffes Fahrwerk
- E- und Kickstarter
Negativ
- Vergleichsweise teuer
- Dürftige Fahrleistungen
- Mäßiger Federungskomfort
Neue Elektro-Roller auf dem Pariser Autosalon 2010