Impression Ducati 851 und Ducati 848 Cuore sportivo
Ganze zwei Kubikzentimeter Hubraum trennen die Ducati 851, die vor knapp zwei Jahrzehnten den Grundstein für die Ducati-Superbikes legte, vom jüngsten Spross, der 848. Aber schlägt in ihnen noch das gleiche Herz? Wie viel Gene des Ur-Superbikes die 848 in sich trägt, zeigt eine gemeinsame Ausfahrt.
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Ducati 848, Ducati 851
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Es war wohl an einem Samstag. Wir saßen mit einem Becher Kaffee in der Sonne vor Richies Werkstatt. Pause vom Laminieren. Und wir hörten sie lange, bevor wir sie sahen. Ein dunkles, bedrohlich anschwellendes Grollen, in das sich ein helles Klimpern mischte. Und dann bog er ums Eck. Raymond Roche auf seinem Werks-Superbike.
Na ja, es war nur Kumpel Frank. Aber er hatte sich tatsächlich eine dieser unerreichbaren, zum Verzweifeln teuren 851 besorgt. Und da stand sie nun leibhaftig. Der Beginn der Desmoquattro-Ära. Die Luft roch mit einem Mal nach Rennsieg, der Werkstatthof nach Boxengasse. Ihr so verdammt nach Superbike-WM schmeckender Gitterrohrrahmen und die Räder schneeweiß, die Verkleidung in der Sonne blutrot leuchtend. Was für ein Kontrast.
Und die Zutaten: Alu-Schwinge, dazu Umlenkwippe mit Exzenter, mattschwarze Marzocchi-M1R-Gabel, allein diese Buchstabenkombination löste Ehrfurcht aus: Em Eins Er. Und natürlich die wundervollen, weißen Veglia-Uhren, sorgsam eingefasst in rennmäßiges Moosgummi. Etwas Geileres hatten wir noch nicht gesehen. Einspritzung, Wasserkühlung, reinste Renntechnik. Ihre Faszination hielt uns in Atem, bis die 916 die Bühne betrat.