26.02.2009
Erschienen in: 06/ 2009 MOTORRAD

Métisse Desert Racer Steve McQueens Bike

– the rest is still waiting! Steve McQueen war nicht nur Filmstar, sondern auch Racer und Biker. Seine Leidenschaft wurzelt in der Begeisterung für ein besonderes Bike.
In diesem Artikel: Triumph Desert Racer

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Die Neuauflage präsentiert sich schlank und wendig. Die Farbe „Battleship grey“ ist dem Original nachempfunden  

Foto: Nakamura  

IN DIESEM ARTIKEL

Hollywood-Legende Steve McQueen besaß einen beeindruckenden Fuhrpark – etwa 200 verschiedene Motorräder befanden sich im Besitz des berühmten Amerikaners. Eines davon hatte es ihm ganz besonders angetan: ein von einem Triumph-TR6-Paralleltwin angetriebenes und mit einem Métisse-Rahmen aufgebautes, schlankes Offroad-Bike namens Desert Racer, das er 1966 gekauft hatte. McQueen war bekannt dafür, dass er seine Motorräder exzessiv nutzte – so auch dieses, zum deutlichen Missfallen seiner Filmproduzenten. Zahlreiche mörderische Enduro-Rennen in Kalifornien und anderen westlichen US-Staaten bestritt er damit, erntete Top-Platzierungen sowie ein hohes Maß an Anerkennung, nicht nur in der eigenen Fan-Gemeinde.


 Triumph: Alle News, Tests und Foto-Show


Warum ihn gerade diese Métisse-Triumph so begeisterte, beschreibt ein Artikel in der amerikanischen Zeitschrift „Popular Science“, der im November 1966 erschienen ist. Darin schwärmt McQueen: „Das Motorrad ist seiner Zeit um Jahre voraus. Es ist ein revolutionäres Bike, das keinen Öltank mehr benötigt. Das Öl zirkuliert durch die Rohre des Rahmens, was es kühl hält. Das ist im harten Rennbetrieb wichtig. Und die Power – die Maschine ist schneller als der Schall!“ McQueen hatte genug Ahnung von der Materie, er wusste genau, wovon er sprach: „Mir sind die großen Viertaktmotoren lieber, speziell in so leichten Bikes wie diesem. Die Kotflügel und der Tank aus Fiberglas helfen, das Gewicht niedrig zu halten, und die Ceriani-Gabel beschert einem ein lässiges Fahrgefühl. Die BSA-Gabelklemmen sind dazu die stabilsten, die es gibt. Das ist wirklich wichtig für mich, denn ich habe schon so manche Unebenheit oder Bodenwelle so hart getroffen, dass ich den Lenker dabei verbogen habe!“ Das zeigt, mit welchem Einsatz der Schauspieler seine Rennen bestritt. Steve McQueen starb bereits 1980, gerademal 50 Jahre alt, an einem Herzinfarkt nach einer Krebs-Operation in Mexiko. Und auch seinen Métisse Desert Racer gibt es nicht mehr, zumindest weiß niemand etwas über dessen Verbleib. Wahrscheinlich wurde er bei einem der zahlreichen Einsätze zerstört. Dass McQueens Lieblingsbike nun in einer Kleinserie von 300 Stück in England Nähe Oxford neu aufgelegt wird, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Sir Anthony Bamford, Hersteller von Bau- und Industriemaschinen, Motorsport-Enthusiast, Nicht-Motorradfahrer, aber ein glühender Verehrer des amerikanischen Schauspielers, den er bei Autorennen kennengelernt hatte.


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