Test: Roller von Yamaha Die Yamaha TMax White Max
Nein es ist nicht die Waschkraft, die den TMax so ergiebig macht. Vielmehr ist es der rolleruntypische Charakter, der seit nunmehr
zehn Jahren die Fans begeistert.
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Yamaha Tmax 500
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Anno 2000, da war doch was. Richtig, das Millennium. Wider Erwarten ging die Welt nicht unter, im Gegenteil, mit dem Yamaha TMax wurde eine neue Kategorie im Rollersegment gegründet, die der leistungsstarken Zweizylinder-Scooter. Neben dem TMax beackern noch Gilera mit dem GP 800, Honda mit dem Silverwing und Suzuki mit dem Burgman 650 dieses Feld. Im Lauf der Jahre wurde der TMax mehrfach modellgepflegt, dem ursprünglichen Konzept blieb er aber stets treu.
Ein mittlerweile 44 PS leistender, im Gegensatz zu den als Triebsatzschwinge ausgebildeten Einzylinder-Scootern fest im Rahmen montierter Paralleltwin schickt seine Power via Variomatik und zweier im linken Schwingenarm versteckten Duplex-Ketten ans Hinterrad. Um die Vibrationen kümmert sich anstelle einer Ausgleichswelle ein dritter Zylinder mit einem Ausgleichskolben. Trotzdem dringen stets leichte, jedoch nicht unangenehme Vibrationen zum Fahrer durch. Was dessen Freude an dem agilen, drehfreudigen und spritzigen Twin keineswegs mindert. Der Verbrauch ist mit 4,6 Litern Normal nicht sensationell sparsam, aber noch angemessen.
Das Fahrwerk steht dem Antrieb in puncto Sportlichkeit in nichts nach. Die Dämpfung ist für Rollerverhältnisse sehr straff, von der Rückmeldung und Bodenfreiheit des TMax können manche Motorräder nur träumen. Seine 227 Kilogramm vollgetankt verhindern Bestnoten beim Handling, vielmehr vermittelt der TMax das satte Gefühl einer "schweren Maschine". Eingefleischte Motorradfahrer sollten sich vom Leistungsgewicht nicht täuschen lassen. Trotz 4,6 Kilogramm pro PS muss ein engagiert bewegtes Mäxchen auf kurvigem Terrain erst einmal besiegt werden. Den flotten Fahrstil unterstützt neben Motor und Fahrwerk das serienmäßige ABS. Gleich drei Scheiben, über einstellbare Handhebel beaufschlagt, kümmern sich bei Bedarf um vehemente Verzögerung. Der Regelbereich macht sich in dezent pulsierenden Hebeln bemerkbar.
Für Motorradfahrer ebenfalls ungewohnt sind das einen Integralhelm plus Kleinkram fassende Fach unter der zweifarbigen Sitzbank sowie die beiden leider nicht abschließbaren Fächer im Beinschild der Verkleidung. Diese sind groß genug für Halbliter-Getränkeflaschen.
Und wo ist der Haken? Mit 10750 Euro plus Nebenkosten ist es der Preis, der einer größeren Verbreitung des TMax im Wege steht. Weiterhin führt er seit seiner Einführung vor zehn Jahren das Attribut "lauteste Windschutzscheibe der Welt" mit sich. Zumindest dann, wenn man größer ist als 1,75 Meter. Dann helfen nur Ohrstöpsel oder der Griff zur Säge. Aber sonst ist er schon riesig, der Weiße.
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