Test Yamaha XJ6 Yamaha-Allrounder im Top-Test
Sechs lange Jahre hat sich Yamaha Zeit gelassen, einen würdigen Nachfolger für den beliebten Allrounder XJ 600 N zu finden. Mit der brandneuen und preisgünstigen XJ6 könnte das gelingen.
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Yamaha XJ6
XJ 600-Anhänger können ihr Altes Eisen getrost in den Ruhestand schicken. Yamaha ist es gelungen, einen vollwertigen Ersatz für den lange erfolgreichen Allrounder zu finden.
Foto: Markus Jahn
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Hätten Sies gewusst? Auf der aktuellen Hitliste der Motorradbestandszahlen von 2008 (Quelle: Industrie-Verband Motorrad) belegen die Yamaha XJ 600 N und S mit zusammen 28317 angemeldeten Motorrädern Platz sieben. Direkt hinter den Dauerbrennern BMW R 1150 GS und R und noch vor Hondas CBR 600 F. Eine stattliche Zahl von Maschinen, deren Besitzer offensichtlich den zuverlässigen, luftgekühlten Vierzylinder und die gutmütigen Fahreigenschaften sowie das weite Einsatzspektrum der XJ zu schätzen wissen.
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Und die sich mit der vermeintlichen Nachfolgerin, der FZ6, nur selten anfreunden konnten. Zu sehr ist diese auf Leistung und Sportlichkeit getrimmt, um das Gros der XJ-Enthusiasten anzusprechen. Lieblos hat Yamaha die 98 PS starke 600er auf versicherungsgünstige 78 PS gedrosselt, um in der Mittelklasse zumindest präsent zu sein. Das Ergebnis: ein drehzahlgieriges Naked Bike mit müder Leistungscharakteristik. Wahrlich kein ernstzunehmender Ersatz für eine bodenständige XJ 600.
Der steht nun, nach sechsjähriger Abstinenz, endlich im Handel. Schon die erste Kontaktaufnahme mit der neuen XJ6 vor wenigen Wochen im hochsommerlichen Australien (Fahrbericht in MOTORRAD 4/2009) ließ aufhorchen. Da war nicht nur von niedriger Sitzhöhe, entspannter Fahrerhaltung und gutmütigen Fahreigenschaften die Rede, sondern auch von einem Reihenvierzylinder auf Basis der FZ6, wie wir ihn bisher nicht kannten. Mit hohem technischem Aufwand hat Yamaha ihn nun auf Kraft aus dem Drehzahlkeller und hohe Drehmomentausbeute ab mittleren Drehzahlen getrimmt sowie auf eine Leistungsausbeute von maximal 78 PS ausgelegt.
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