Gebrauchtberatung: Honda CBF 600/S Der Honda Tourer als Gebrauchte
Das Klischee lautet: "Honda baut hochwertige, zuverlässige, im Detail durchdachte und wertbeständige Motorräder." Stimmt bei der CBF 600 hundertprozentig.
In diesem Artikel:
Honda CBF 600, Honda CBF 600 S
IN DIESEM ARTIKEL
Was zählt eigentlich im Motorradfahrer-Alltag - Bestzeiten, Rundenrekorde, sich den Kopf verdrehende Passanten? Vielleicht doch eher eine bequeme Sitzposition, die sich den eigenen Bedürfnissen dank diverser Verstellmöglichkeiten (Sitzhöhe, Lenker, Windschild) bestens anpassen lässt. Möglicherweise auch ein bezahlbares, fein regelndes ABS, hohe Zuverlässigkeit, geringer Verbrauch, oder auch so praktische Dinge wie ein Edelstahlauspuff und eine Warnblinkanlage. Vor allem zählt aber das gute Gefühl, die Maschine jederzeit im Griff zu haben. Und das nicht erst nach Wochen oder Monaten, sondern ab den ersten Metern. Dieses Rundum-Sorglos-Paket bietet die CBF 600 wie kaum ein anderes Motorrad ihrer Klasse. Und das bereits in zweiter Generation; denn ab 2008 blieb alles anders: Durch den Wechsel vom Vergaser- zum Einspritzmotor entfiel die Choke-Fummelei, der Motorlauf wurde kultivierter und die besonders bei längeren Autobahnetappen in Mark und Bein kriechenden Vibrationen verschwanden. Alu- statt Stahlrahmen, drei Kilo weniger Masse, 16 Kilo mehr Zuladung, ein noch besseres ABS, eine etwas geänderte Ausstattung (Entfall der Lenkerverstellung, dafür Wegfahrsperre serienmäßig) - alles Kleinkram, das große Ganze blieb. Nämlich ein hervorragend ausbalanciertes und kinderleicht zu fahrendes Motorrad, das Frischlingen und Könnern gleichermaßen Spaß bereitet. Vorausgesetzt, man mag 600er Vierzylinder; denn den ganz großen Motor-Punch hat die CBF nicht unbedingt zu bieten. Ansonsten aber eigentlich alles.