Gebrauchtberatung: Naked Bikes aus Italien (Teil 5) Cagiva V-Raptor
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Puristen mögen jetzt die Nase rümpfen, denn die V-Raptor (Bauzeit 2000 bis 2005) geht nicht bei allen Stiefelfetischisten als reinrassiges Italo-Bike durch. Im Gittergeflecht hängt nämlich ein Japan-Twin: V-Raptor wie auch das unverschalte Schwestermodell Raptor 1000 werden vom fulminanten V2 aus der seligen Suzuki TL 1000 angefeuert. Der Motor ist über jeden Zweifel erhaben, auch fahrwerksseitig macht die Cagiva im Normal-betrieb auf der Landstraße richtig Laune. Wer fordernd, sprich sportlich unterwegs ist, wird schneller als mit den anderen Bikes aus diesem Sextett an Grenzen stoßen. Das Suzuki-Herz macht die Cagiva als Gebrauchte in Sachen Ersatzteilversorgung sehr interessant. Allerdings hat die V-Raptor bereits im Neuzustand nicht durch eine saubere Verarbeitung geglänzt. Gebrauchte sollten extrem gründlich gecheckt werden. Unverbastelt mit Glück ab 3500 Euro ein echter Schnäppchentipp.
Plus
- Seidenweicher Motor mit toller Leistungsentfaltung
- Niedrige Sitzhöhe
- Narrensichere Lenkpräzision
- Praxisgerechte Getriebeabstimmung
Minus
- Schwache Bremsen kommen bei Passabfahrten gefährlich nah ans Limit
- Weiche Fahrwerksabstimmung kann auf schlechten Straßen nicht gefallen
- Gebraucht teils arg runtergerockt
Daten(Baujahr 2000)
Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-V-Motor, 996 cm³, 82 kW (111 PS) bei 8500/min, Gewicht 211 kg, Tankinhalt 18 Liter, Sitzhöhe 780 mm, Höchstgeschwindigkeit 231 km/h, Verbrauch (Landstraße) 6,1 l/100 km, Super