05.01.2012 Von: Klaus Herder
Erschienen in: 02/ 2012 MOTORRAD

Gebrauchtberatung: Suzuki GSX-R 1000 Der Supersportler von Suzuki als Gebrauchte

Wer ab 2001 beim Renntraining oder am Stammtisch ganz weit vorn sein wollte, kam am Kilo-Gixxer nicht vorbei. Doch das blieb nicht immer so, GSX-R ist nicht gleich GSX-R.
In diesem Artikel: Suzuki GSX-R 1000

Suzuki GSX-R 1000

Suzuki GSX-R 1000.  

Foto: Suzuki  

Das Rezept ist eigentlich ganz einfach: Man nehme den größten Hubraum, die höchste Leistung, die modernste Kraftstoffversorgung, das stabilste Fahrwerk, das schärfste Design sowie möglichst wenig Gewicht und verkaufe die Sache zu einem attraktiven Preis - fertig ist der Bestseller. So geschehen 2001 mit der GSX-R 1000, als Suzukis Supersportler-Gegner noch Honda CBR 900 RR Fireblade und Kawasaki ZX-9R hießen und selbst die Yamaha R1 mit 150 PS auskommen musste. Der (fast) volle Liter Hubraum, satte 160 PS und eine bestechende Fahrstabilität sorgten dafür, dass die große GSX-R zum absoluten Liebling der ganz schnellen Jungs wurde. Neben der famosen Technik lieferte die Suzuki-Truppe auch noch ein brillantes Timing, denn im Zweijahresrhythmus der Supersportler-Neuheiten kam die nächste GSX-R 1000 genau dann, als die drei zeitgleich aktualisierten Mitbewerber ein Jahr harter Verteilungskämpfe hinter sich hatten - und war besser. Doch schon ab 2004 wurde die Luft deutlich dünner und die GSX-R musste einige Vergleichstest-Niederlagen einstecken.

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Der neuen Konkurrenz-Generation ultrakompakter Racer mit ihren kurzen, im Kniebereich sehr schmal bauenden Tanks war die nun vergleichsweise lange und fast massig wirkende GSX-R vor allem im Handling unterlegen, während ihr bärenstarker Motor in Sachen Ansprechverhalten und Leistungsentfaltung immer noch erstklassig war. Doch mit der K5, dem 2005er-Modell, gelang Suzuki wieder ein ganz großer Wurf. Deutlich leichter, graziler und mit 178 PS auch wesentlich stärker als zuvor ließ sie die Konkurrenz mächtig alt aussehen. Und das nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Alltag. Das absolut neutrale Fahrverhalten, die gut berechenbare, homogene Leistungsentfaltung und eine relativ kommode Sitzposition machten es möglich. Der Auspuff („Die Keule“) mochte merkwürdig aussehen, doch auch so wurde die GSX-R zum bestverkauften Supersportler der Saison 2005. Danach gings leis-tungsmäßig zwar noch etwas nach oben, in Sachen „Performance“ aber eher nur noch bergab. Vielleicht war Euro 3 schuld. Möglicherweise aber auch nur die Konkurrenz, die von Suzuki das Siegen gelernt hatte.


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