Aprilia RS 125

Geil, geiler, Aprilia RS 125 - bei den Youngstern ist die italienische Rennsemmel seit Jahren die Nummer eins in der Hitparade. Kein Wunder, scheint die RS 125 doch geradewegs von der Rennstrecke auf die Straße abgebogen zu sein. Mit ihrem mächtigen, auf Hochglanz polierten Alu-Rahmen, der zweigeteilten Bananenschwinge und der stabilen Upside-down-Forke, den straffen Federelementen sowie bissigen Bremsen ist der seit 1993 gebaute Sportler ein wahrer Freuden-
spender, der seinem Beinamen Replica alle Ehre macht.
Allerdings nur in der ungedrosselten, knapp
31 PS starken Variante. Auf 15 PS kastriert und auf die für 16- bis 17-Jährige maximal zulässigen 80 km/h eingebremst, büßt die rassige Italienerin nämlich viel von ihrer Faszination ein. Weshalb ein Großteil der RS 125 ohne Spaßbremse und damit illegal unterwegs ist.
Trotz des hervorragenden Rufs, den die Aprilia RS 125 bei jungen Bikern genießt, sollten Gebrauchtinteressenten nicht die Problemlosigkeit einer Yamaha DT 125 R oder Honda CBR 125 R erwarten. So müssen beispielsweise Zylinder und Kolben schon nach 15000 bis 20000
Kilometern überholt werden und das ist eher Regel als Ausnahme. Analog zum exorbitant hohen Neupreis aktuell knapp 5000 Euro zählen auch die Ersatz- und Sturzteile bei Aprilia nicht gerade zu den Sonderangeboten, außerdem gibt es immer wieder Lieferschwierigkeiten. Secondhand-Offerten sollten deshalb besonders gründlich auf Verschleiß, Tuning-Maßnahmen und versteckte Sturzspuren gecheckt werden. Sonst wird aus dem lange ersehnten Traumbike schnell ein finanzieller Alptraum.

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