Besichtigung Yamaha FZ 750

Gravierende Schwächen kennt die Yamaha FZ 750 nicht. Bei Modellen der ersten beiden Baujahre – so auch an der MOTORRAD-Dauertestmaschine – traten allerdings häufiger Defekte am Getriebeausgangslager auf, dessen Reparatur eine Zerlegung des Motors erforderlich macht. Yamaha reagierte auf diese Problematik und verwendete ab 1987 ein modifiziertes Lager. Vereinzelte Störungen an der elektrischen Benzinpumpe betreffen ebenfalls in erster Linie die Modelle des ersten Jahrgangs. Ansonsten sollten Gebrauchtkäufer bei Exemplaren ab 1989 während der Probefahrt auf verzogene Bremsscheiben achten. Höhere Laufleistungen quittiert zudem das Federbein mit deutlich nachlassender Dämpfung. Da selbst die jüngsten FZ 750 mittlerweile neun Jahre alt sind, gilt das Hauptaugenmerk bei der Begutachtung allen Teilen, die durch längere Standzeiten in Mitleidenschaft gezogen sein könnten, beispielsweise die Ansaugstutzen oder die Gabeldichtringe. Weniger begabte Hobbyschrauber ersparen sich schon mal Wartungsarbeiten wie den Wechsel der Zündkerzen, weil die FZ ziemlich verbaut ist. Ein lückenloses Scheckheft erleichtert somit nicht nur den Nachweis der Fahrleistung, sondern beugt auch unliebsamen Überraschungen vor.

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