Enduro-Alternativen

Den Nachteil von weniger Leistung gegenüber hubraumgrößeren Modellen ab 500 Kubikzentimetern machen die für den lockeren Freizeiteinsatz entwickelten 250er- und 350er-Enduros durch ihren deutlichen Gewichtsvorteil (vollgetankt unter 150 Kilogramm) wett. Als anspruchslose Arbeitstiere taugen sie ebenfalls hervorragend. Perfekt eignen sie sich für Outdoorfreaks mit Wohnmobil oder Anhänger, die am Urlaubsziel mit der Enduro sehr mobil sein wollen. Speziell in Ländern, wo das Fahren auf unbefestigten Wegen noch nicht stark reglementiert ist, lassen sich auf ihnen entspannte Endurowanderungen in Landschaftsteile unternehmen, die mit einem Auto oder gar einem sperrigen Wohnmobil nie erreichbar wären.
Gleichermaßen anständig erledigen sie ihren Dienst als wendige City-Flitzer, egal, ob im Urlaub oder Alltag. Aufrechte Sitzposition, breiter Lenker und gutes Handling bringen viel Sicherheit im dichten Stadtverkehr. Ideal auch für Anfänger.
Zumindest, sofern sie zu den etwas größeren
Menschen zählen und auf den verglichen mit Straßenmaschinen hochbeinigen Enduros ohne Schwierigkeiten mit den Füßen den Boden erreichen können. Wartungsarbeiten und kleinere Reparaturen lassen sich an den simpel aufgebauten Einzylindermaschinen mit ein wenig Übung selbst erledigen. Kfz-Steuern und Versicherungsbeiträge sowie der Benzinverbrauch liegen auf dem Niveau kleiner Straßen-Viertakter. Etwas teurer sind die Unterhaltskosten durch einen vergleichsweise schnellen Verschleiß der Stollen-Pneus und des Kettensatzes. Je nach Fahrweise halten diese Teile nur wenige tausend Kilometer.
Beim Gebrauchtkauf einer kleinen Viertakt-Enduro sind gut gepflegte und gewartete Exemplare außerdem nicht so leicht zu ergattern. Insbesondere, wenn das Fahrzeug ab und an im Gelände eingesetzt wurde, sind deutliche Gebrauchsspuren und Mängel kaum zu übersehen. Bei der aktuellen Recherche fanden sich dennoch einige Fahrzeuge mit interessanter Verhandlungsbasis, bei denen sich eine Probefahrt lohnen würde.
Honda NX 250, Motorleistung ungedrosselt 23 PS. Ordentlich gepflegt mit Laufleistungen zwischen 15000 und 20000 Kilometern liegen die geforderten Preise für Fahrzeuge mit Erstzulassung zwischen 1992 und 1995 um die 1300 Euro. Das Angebot ist jedoch überschaubar.
Kawasaki KLR 250, offen 23 PS. Modelle ab 1990 mit maximal 20000 Kilometern werden ab 1000 Euro angeboten.
Suzuki DR 350. 27 PS stark, sehr offroadtauglich und mit Laufleistungen deutlich unter 20000 Kilometern ab Baujahr 1990 für rund 1200 Euro zu ergattern.
Yamaha XT 350, 27 PS. Nur wenige Exemplare haben weniger als 20000 Kilometer auf der Uhr, meist sind sie dann jünger als Baujahr 1990 und sollen in der Regel um die 1300 Euro kosten.

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