Gebrauchtberatung Draufsetzen, losfahren: Suzuki GSX 750 F

Bis auf das Aussehen ist an der „F“ nichts gewöhnungsbedürftig. Draufsetzen und losfahren – jeder kommt mit ihr auf Anhieb zurecht. Ein gutes Angebot – eigentlich.

Foto: Jahn
Die GSX 750 F ist ein typisches „Eigentlich“-Motorrad. Wegen des passablen Windschutzes und einer Sitzbank mit großzügigen Platzverhältnissen eigentlich ideal zum Touren. Ebenso zum Sporteln, denn der starke Reihenvierer (bis Baujahr 1997 mit 100, danach mit 92 PS) sowie ein vielfach verstellbares, spurstabiles Fahrwerk erlauben rasante Ritte auf dem Rundkurs. Bestzeiten sollte man bei der nach alter Schule gestreckten Sitzposition jedoch nicht erwarten. Dafür ist die zuverlässige 750er im Gegensatz zu vielen Supersportlern für sehr wenig Geld zu ergattern.

Beachtliche 17 Jahre lang war die „F“ als Neumaschine im Suzuki-Programm. Das An-gebot ist riesig, über 8000 Stück des bis 2006 angebotenen Modells befinden sich noch im Fahrzeugbestand, Hunderte davon stehen in den Gebrauchtinseraten zur Auswahl. Großes Angebot, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – eigentlich müsste sie äußerst begehrt sein. Ist sie aber nicht. Woran liegt’s? Ohne Wenn und Aber: am Aussehen. Obwohl das Geschmackssache sein sollte. Aber im Fall der GSX 750 F sind die Geschmäcker offenbar nicht verschieden, sondern sprechen sich mehrheitlich gegen die opulent runden Formen des stark überarbeiteten Modells ab 1998 aus. Dabei gilt gerade dieser Typ für kluge Käufer als echte Empfehlung, denn anders als bei der alten, äußerlich gefälligeren „F“ (siehe auch Punkt „Besichtigung“) sind keine echten Schwach-stellen bekannt. Kann man sich mit dem Aussehen der neueren GSX 750 F anfreunden und pfeift auf das fehlende Prestige, empfiehlt sie sich als Underdog mit höchstem Schnäppchen-Potenzial. Nicht nur eigentlich.

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