Gebrauchtberatung Triumph Tiger und Reise-Enduros Reise-Enduros

Mit stolzgeschwellter Brust und schlanker Taille zog die Tiger einst gegen die allgegenwärtige BMW GS zu Felde. Nicht ohne Erfolg, wenngleich sie deren Stückzahlen nie erreicht.

Foto: fact
Die erste Tiger der Neuzeit, interner Modellcode T 400, wurde von 1993 bis 1998 im Wesentlichen unverändert gebaut und legte den Grundstein für die langsam, aber sicher wachsende Fangemeinde der dreizylindrigen Großkatze mit dem unverwechselbaren Sound. 1999 kam die T 709, eine komplette Neukonstruktion, auf den Markt. Ursprünglich befeuerte sie der modifizierte Antrieb der Speed Triple mit 885 Kubikzentimetern, doch bereits nach zwei Jahren erhielt die T 709 das Daytona-Aggregat mit 955 cm³. Noch satterer Antritt war die Folge. Des Tigers Dilemma waren von Anbeginn eine sehr softe Telegabel sowie ein sehr hoher Schwerpunkt bedingt durch den hoch liegenden und weit nach vorne gezogenen Tank. In Kombination mit der ebenfalls respektablen Sitzhöhe macht dies Geländeeinlagen vor allem für Kurzbeinige zu einem Vabanquespiel. Da die Kundschaft ohnehin nicht auf Offroad-Einsätze erpicht war, entwickelte Triumph die Tiger sukzessive für den reinen Asphaltbetrieb weiter. Und als komfortables Spaßbike mit Langstreckenqualitäten und »Mundwinkel-nach-oben« Garantie hat sie ihre Bestimmung gefunden. Die wenigen Wehwehchen, die sie hatte, wurden meist schon vom Vorbesitzer verarztet.

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