Gebrauchte Motorräder: KTM Duke 640 KTM Duke 640 im Check

Die KTM Duke II ist serienmäßig graziös, teuflisch schnell und verdammt sexy. Schönheiten zicken aber bekanntlich auch gern mal rum.

Foto: Archiv

Die kleine Schwester der Duke II wurde bereits 1994 vorgestellt. Bis 1998 durchlief die Erstfassung einige Liftings. 400 Stück der Sonderserie Duke I „Last Edition” gingen in den Handel, bevor sich ab 1999 die große Schwester auf dem Markt breit machte. Die „Last Edition” hatte bereits den 640er-Motor verbaut. Die neue Duke glänzt mit Zyklopen-Optik, größerer Scheibenbremse, feiner Gabel, leichteren Rädern und 54 PS. Der Gebrauchthandel der Maschine ist meist Privatangelegenheit, das heißt, Dukes gehen häufig von Hand zu Freundes Hand. Die Verhandlungsbasis beginnt bei Privatverkäufen bei 2000 Euro. Zur Besichtigung des Fahrzeugs sollte ein Fachmann dabei sein, der mechanische Geräusche deuten kann. Der Käufer muss zudem unbedingt auf den Beleg einer lückenlosen Werkstatt-Historie bestehen. Vielen Dukes verhilft ein Vergaser-Kit zu mehr Leistung, oder ein Schalldämpfer ist nachträglich eingebaut worden, daher empfiehlt es sich, auf eine korrekte Eintragung in den Fahrzeugpapieren zu achten. Wem als Käufer eine Gewährleistung wichtig ist, findet mit viel Glück beim Vertragshändler ältere Duke II oder gepflegte „Ur-Dukes”.

Komfort: Die Sitzposition auf der KTM passt perfekt, wenn die Maschine mit Einsatz gefahren wird. Bei Bummeltempo nervt allerdings die harte Sitzbank. Soziusfahrten sind zudem anscheinend unerwünscht, es gibt keine Haltemöglichkeiten.

Motor: Der ab 2003 verbaute neue High-Flow-Zylinderkopf erzielt mit größeren Auslassventilen, neuer Nockenwelle mit geänderten Steuerzeiten und neu programmierter, Lastabhängiger Kennfeldzündung eine effektive Leistungsausbeute.

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Foto: Archiv

Cockpit: Die Instrumente präsentieren sich in klassischem Weiß. Das Cockpit wirkt spärlich, aber für Duke-Fahrer zählt ohnehin hauptsächlich der Drehzahlmesser. Ausreichenden Windschutz zum Beispiel für Autobahnfahrten bietet die KTM Duke nicht.

Federung: Das Funbike verfügt über einstellbare Federelemente. Beim Gebrauchtkauf sollte man auf verschlissene Gabeldichtungen achten.

Bremse: Präzise dosierbar und sehr bissig arbeiten die vordere und hintere Bremse der KTM. Die erforderliche Handkraft liegt im komfortablen Bereich.

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Steckbrief

Bauzeit (Neupreise): 1999 (8580 Euro) bis 2008 (8995 Euro)

Preise: Privatverkäufe ab 2000 Euro bis maximal 6000 Euro; beim professionellen Händler gibt es ältere Modelle ab 2500 Euro. Neuwertige Vorführer stehen ab 6500 Euro auf dem Platz

Bestand: Zirka 1800 Stück

Wichtige technische Änderungen:
2003 neuer, sogenannter High-Flow-Zylinderkopf mit größeren Ventilen; leichtere Felgen und neues Steuergerät, hydraulisch betätigte Kupplung; 2004 Sekundärluftsystem zur Einhaltung der Euro-2-Norm, neues Pleuel; 2007 640 Duke II Last Edition als auf 370 Stück limitiertes Sondermodell in Orange mit orangen Felgen.

Daten

Motor: Wassergekühlter Einzylinder-Viertakt-motor, vier Ventile, 625 cm³, 54 PS (40 kW) bei 7300/min, 58 Nm bei 5500/min, Vergaser, mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, O-Ring-Kette

Fahrwerk: Stahl-Einschleifenrahmen, Upside-down-Gabel, einstellbare Zug- und Druckstufendämpfung, Alu-Zweiarmschwinge, Zentralfederbein mit Hebelsystem einstellbar, Scheibenbremse vorn und hinten, Reifengröße vorn 120/70 ZR 17, hinten 160/60 ZR 17

Gewicht: 161 kg mit 12 Litern Normal

0–100 km/h: 4,2 s

Höchstgeschwindigkeit: 179 km/h

Verbrauch: 4,7 Liter/100 km

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