Gebrauchtmotorräder bis 2000 Euro

Gut und billig

Auch bei einem begrenzten Budget für den Gebrauchtkauf ist die Auswahl fast unüberschaubar. MOTORRAD gibt einen Überblick und zeigt die besten Angebote bis 2000 Euro.

In einer Welt, in der Geld keine Rolle spielt, zählen Limitierungen zu den wirksamen Strategien, um den Kaufanreiz für bestimmte Produkte zu erhöhen. Im Leben vieler Biker ist es jedoch genau umgekehrt: Die Kauflust ist zwar vorhanden, aber die finanziellen Mittel sind beschränkt.
MOTORRAD hat deshalb gezielt den Gebrauchtmarkt nach Maschinen bis 2000 Euro durchforstet und stellt die empfehlenswertesten Modelle auf den folgenden Seiten ausführlich vor. Neueinsteiger ohne Schrauberfahrung sollten in dieser Preisklasse nach Motorrädern vom Schlag einer Honda CB 500, Kawasaki Zephyr oder Suzuki GS 500 E Ausschau halten. Diese Typen haben sich nicht nur als problemlos und technisch ausgereift erwiesen, sondern sind auch weit verbreitet und werden dementsprechend häufig gebraucht angeboten. Dank langer Bauzeit sind außerdem viele Ersatzteile preisgünstig als gebrauchte Alternative erhältlich. Darüber hinaus sorgen der hohe Bestand und damit die Konkurrenzsituation in den Anzeigenspalten einschlägiger Blätter sowie im Internet für moderate Preise, die auch von Laien problemlos verglichen werden können.
Auffällig ist allerdings, dass sich speziell die Second-Hand-Bikes dieser Kategorie trotz ähnlicher Preisforderungen der Verkäufer hinsichtlich Laufleistung und Gesamtzustand mitunter beträchtlich unterscheiden. Potentielle Gebrauchtkäufer sollten daher kräftig sieben, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Wer sich bei der Suche auf Maschinen aus erster Hand konzentriert und sich dabei nicht selbst unter Zeitdruck setzt, hat mit etwas Glück gute Chancen, ein gepflegtes und regelmäßig gewartetes Exemplar mit relativ wenigen Kilometern zu ergattern, das trotz des finanziell eng gesteckten Rahmens für viele problemlose Kilometer gut ist.
Eine geringe Fahrleistung bei älteren Motorrädern ist jedoch nicht automatisch von Vorteil. Viele solcher wenig bewegten und nicht sachgerecht eingemotteten Bikes können durch Standschäden in Mitleidenschaft gezogen sein, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Typische Standschäden sind beispielsweise zugesetzte Vergaserdüsen, die eine aufwendige und kostenintensive Reinigung erfordern oder versprödete Gabeldichtringe und Ansaugstutzen, die ausgetauscht werden müssen. Richtig teuer kann es werden, wenn der Tank innen Rost angesetzt hat. Bei starker Korrosion muss der Stahlblechbehälter ersetzt werden, was den Preis eines vermeintlichen Schnäppchens locker um mehr als 500 Euro in die Höhe treibt.
Ebenfalls als teure Kostenfalle erweisen sich nicht selten nachträgliche Leistungsänderungen. Je nach Baujahr und Art der Drosselung ergeben sich häufig bereits innerhalb einer Modellreihe beträchtliche Preisdifferenzen. Bei manchen Motorrädern werden zudem beim Entdrosseln Reifen einer höheren Geschwindigkeitskategorie und damit weitere 200 bis 300 Euro fällig. Interessenten für ein bestimmtes Bike sollten sich daher vorab beim Vertragshändler über die Aufwendungen für Leistungsänderungen erkundigen oder besser gleich nach einem Exemplar mit der gewünschten Leistung Ausschau halten. Dabei empfiehlt sich generell, bei der Besichtigung einen erfahrenen Biker zu Rate zu ziehen. Bei einem Preislimit von 2000 Euro lassen sich Schnäppchen normalerweise nur auf dem Privatmarkt tätigen. Vergleichbare Händlerangebote mit einem Jahr gesetzlicher Gewährleistung oder einer Gebrauchtgarantie liegen preislich durchweg höher.
Neben den exemplarisch herausgehobenen, so genannten »Brot-und-Butter-Motorrädern«, die sich auf Grund der genannten Fakten besonders für Einsteiger eignen, gibt es aber noch eine große Zahl weitere Maschinen, die zu Preisen bis 2000 Euro angeboten werden. Von ehemaligen Superbikes à la Kawasaki GPZ 900 R über Liebhabermaschinen wie der Honda XBR 500 oder zuverlässigen Tourern vom Format einer Yamaha XJ 900 F ist in den einschlägigen Anzeigenblättern alles vertreten. Auch hierbei gibt es topgepflegte Schnäppchen, doch angesichts der zum Teil hohen Laufleistungen von mehr als 50000 Kilometern sind diese Offerten eher ein Fall für Selbstschrauber, die Reparaturen in Eigenregie erledigen können.
Zumindest bei der Auswahl gebrauchter Bikes spielt das finanzielle Limit also (fast) keine Rolle.
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Technische Daten Honda CB 500

Motor: Wassergekühlter Zweizylinder-Viertaktmotor, eine Ausgleichswelle, zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Tassenstößel, Nasssumpfschmierung, Keihin-Gleichdruckvergaser, Ø 34 mm, kontaktlose Transistorzündung, Hubraum 499 cm3, Nennleistung 43 kW (58 PS) bei 9500/min, maximales Drehmoment 47 Nm (4,8 kpm) bei 7500/min, keine Abgasreinigung, E-Starter, Kraftübertragung über mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe und O-Ring-Kette.Fahrwerk: Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr, Telegabel, Standrohrdurchmesser 37 mm, Zweiarmschwinge aus Stahlprofilen, zwei Federbeine, verstellbare Federbasis, Federweg v/h 130/117 mm, Scheibenbremse vorn, Ø 296 mm, Doppelkolbensattel, Trommelbremse hinten Ø 160 mm, Alu-Gussräder mit Reifengröße 110/80 H 17 vorn und 130/80 H 17 hinten.Messwerte (MOTORRAD 22/1993)Sitzhöhe: 790 mmGewicht vollgetankt: 193 kgZuladung: 181 kgTankinhalt/Reserve: 18/2,5 Liter0 – 100 km/h: Solo (mit Sozius) 5,2 (6,9) sekHöchstgeschwindigkeit: Solo (mit Sozius) 185 (165) km/hVerbrauch: zwischen 3,8 und 6,8 l/100km Normalbenzin

Honda CB 500

Fußnoten: * einschließlich Nebenkosten//// (1) Material- und Arbeitskosten
Mit ihrem problemlosen, neutralen Fahrverhalten, der guten Handlichkeit sowie der angenehmen Sitzposition gilt die Honda CB 500 bei jenen Motorradfahrern als Favorit, denen ein spritziger, sparsamer und überaus zuverlässiger Motor wichtiger ist als ein aufregendes Design. Günstige Unterhaltskosten dank langer Wartungsintervalle runden das positive Bild ab. Leichte Schwächen kann man der CB 500 lediglich bei sportlicher Fahrweise sowie bei voller Beladung ankreiden, wobei sich die Federelemente als etwas unterdämpft erweisen.Bauzeit1993 (4735 Euro*) bis heute (5240 Euro*)Wichtige technische Änderungen1993 bis 1996: Modell PC 26, gebaut in Japan; keine technischen Änderungenab 1997: Modellcode PC 32, Produktion in Italien; 240 mm-Bremsscheibe am Hinterrad statt Trommelbremse1998: zusätzliche Variante CB 500 S mit Cockpitverkleidung und geänderten InstrumentenBestandPC 26: rund 8200 Stück; PC 32 zirka 15200 StückMarktsituationDie CB 500 erfreut sich bei Gebrauchtkäufern nach wie vor großer Beliebtheit. Der große Bestand sorgt nicht nur für eine große Auswahl, sondern auch für ein akzeptables Preisniveau. Bei einem Limit von 2000 Euro beschränkt sich das Angebot jedoch vorwiegend auf die älteren, in Japan gebauten Modelle des Typs PC 26 mit Fahrleistungen ab etwa 15000 Kilometern.Checkpunkte beim GebrauchtkaufLenkkopflager, verschlissene Stoßdämpfer, Steuerkettenspanner (PC 26), Verarbeitungsmängel bei ersten PC 32-Modellen ab 1997 (Rost im Tank)Leistungsvarianten (PC 26)25/37/43 kW (34/50/58 PS)Kosten für LeistungsänderungenZirka 150 Euro (1)VerbesserungsmaßnahmenFederbeine aus dem Zubehör; progressive GabelfedernDie Honda CB 500 in MOTORRAD6/2002 (VT), 19/2000 (VT), 11/1998 (VT), 17/1997 (GK), 22/1996 (VT), 4/1996 (LT), 14/1995 (VT), 6/1994 (VT), 24/1993 (VT 34 PS), 22/1993 (T)Internetwww.cb500.de

Technische Daten Honda NX 650 Dominator

Motor: Luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine Ausgleichswelle, eine obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier radial angeordnete, über Kipp- und Schlepphebel betätigte Ventile, Trockensumpfschmierung, Keihin-Gleichdruckvergaser, Ø 40 mm, kontaktlose Transistorzündung, Hubraum 644 cm3, Nennleistung 32 kW (44 PS) bei 60000/min, maximales Drehmoment 53 Nm (5,3 kpm) bei 5000/min, Sekundärluftsystem, E-Starter, Kraftübertragung über mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe und O-Ring-Kette.Fahrwerk: Einschleifenrahmen aus Stahlrohr mit geteilten Unterzügen, Telegabel, Standrohrdurchmesser 41 mm, Zweiarmschwinge aus Stahlprofilen, über Hebelsystem angelenktes Zentralfederbein, verstellbare Federbasis, Federweg v/h 220/195 mm, Scheibenbremse vorn, Ø 256 mm, Doppelkolbensattel, Scheibenbremse hinten Ø 220 mm, Speichenräder mit Reifengröße 90/90-21S vorn und 120/90-17S hinten.Messwerte (MOTORRAD 12/1991)Sitzhöhe: 860 mmGewicht vollgetankt: 178 kgZuladung: 177 kgTankinhalt/Reserve: 13/2,5 Liter0 – 100 km/h: Solo (mit Sozius) 6,5 (8,1) sekHöchstgeschwindigkeit: Solo (mit Sozius) 153 (145) km/hVerbrauch: zwischen 5,3 und 7,8 l/100km Normalbenzin

Honda NX 650 Dominator

Den Namen trägt die Honda NX 650 Dominator unter Ihresgleichen zu recht. Das ausgewogene Gesamtkonzept mit dem kräftigen und standfesten Triebwerk, stabilem, gut abgestimmtem Fahrwerk sowie den effektiven Bremsen verhalfen der NX 650 zur Spitzenposition in zahlreichen Vergleichstests. Weniger gut: Platzangebot, hoher Verbrauch sowie die rasch verschleißende Kette.BauzeitRD 02: 1988 (4453 Euro*) bis 1995 (5840 Euro*); RD 08: 1996 (5248 Euro*) bis 2000 (5300 Euro*)Wichtige technische ÄnderungenModell RD 021990: Kickstarter und Dämpfungsverstellung an Federbein entfallen; Sekundärluftsystem1991: Auspuff und Vergaser modifiziert (Leistung 44 PS)1992: Tankinhalt 16 Liter, größere VerkleidungModell RD 081996: Produktion in Italien, geändertes Design, Edelstahlkrümmer, Preissenkung um 600 EuroBestandRD 02: rund 8000 Stück; RD 08 zirka 4800 StückMarktsituationDie einstmals große Nachfrage nach gebrauchten NX 650 hat sich mittlerweile ein wenig abgekühlt, so dass man mit etwas Glück gepflegte Exemplare (Typ RD 02) mit Fahrleistungen um 20000 Kilometern für knapp unter 2000 Euro findet. Die Preissenkung für die RD 08-Modelle wirkt sich auch auf die Gebrauchtpreise der älteren Jahrgänge aus.Checkpunkte beim GebrauchtkaufRisse an vorderer Bremsscheibe (Baujahre 1988/89), verschlissene Kette, Verarbeitungsmängel bei ersten RD 08-Modellen ab 1996 (Rost im Tank), Luftfilter (setzt sich rasch zu)Leistungsvarianten20/25/32/33 kW (27/34/44/45 PS)Kosten für LeistungsänderungenZirka 250 Euro (1)VerbesserungsmaßnahmenStärker dimensionierte Kette; Ventilspiel an Einlass und Auslass auf 0,13 bis 0,14 Millimeter erhöhenDie Honda NX 650 in MOTORRAD6/1997 (VT), 18/1996 (VT), 17/1996 (KT), 16/1996 (GK), 14/1995 (KT), 10/1992 (VT), 12/1991 (VT), 8/1990 (VT), 20/1989 (KT), 16/1988 (VT), 14/1988 (VT), 8/1988 (T)Internetwww.dominator.de5.de

Technische Daten Kawasaki Zephyr 550

Motor: Luftgekühlter Vierylinder-Viertaktmotor, zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen, zwei Ventile pro Zylinder, Tassenstößel, Nasssumpfschmierung, Keihin-Gleichdruckvergaser, Ø 30 mm, kontaktlose Transistorzündung, Hubraum 554 cm3, Nennleistung 37 kW (50 PS) bei 10000/min, maximales Drehmoment 40 Nm (4,1 kpm) bei 6000/min, keine Abgasreinigung, E-Starter, Kraftübertragung über mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe und O-Ring-Kette.Fahrwerk: Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr, Telegabel, Standrohrdurchmesser 39 mm, Zweiarmschwinge aus Alu-Profilen, zwei Federbeine mit verstellbarer Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Federweg v/h 140/87,5 mm, Doppelscheibenbremse vorn mit Doppelkolbensattel, Ø 300 mm, Scheibenbremse hinten Ø 240 mm, Alu-Gussräder mit Reifengröße 110/80 H 17 vorn und 140/70 H 17 hinten.Messwerte (MOTORRAD 6/1998)Sitzhöhe: 770 mmGewicht vollgetankt: 206 kgZuladung: 174 kgTankinhalt/Reserve: 15/3,2 Liter0 – 100 km/h: Solo (mit Sozius) 5,2 (6,7) sekHöchstgeschwindigkeit: Solo (mit Sozius) 168 (151) km/hVerbrauch: zwischen 4,4 und 8,2 l/100km Normalbenzin

Kawasaki Zephyr 550

Die Rolle als Klassiker spielt die Kawasaki Zephyr 550 im Reigen der Mittelklassekonkurrenz nahezu perfekt. Der betagte Vierzylinder gilt trotz der mechanischen Geräuschkulisse als ausgesprochen problemlos und standfest. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind Handling, Bremsen und die niedrige Sitzhöhe. Weniger schön sind die schlappen Federelemente, der relativ hohe Verbrauch sowie das schlechte Kaltstartverhalten.Bauzeit1991 (4340 Euro*) bis 1999 (4955 Euro*)Wichtige technische Änderungen1994: Modifikationen an Bremse und Lenkschloss, 34 PS-Variante1995: elektrische Vergaser-Vorheizung, Auspuff und Getrieberäder zwecks Geräuschminderung überarbeitet, verbesserter Antriebsruckdämpfer (ab Fahrgestell-Nummer 037277)1997: SekundärluftsystemBestandZR 550 B: rund 8000 StückMarktsituationNach Auskunft von Händlern warten gut erhaltene Zephyr 550 maximal zwei Wochen auf einen neuen Besitzer – die Nachfrage ist immer noch hoch. Gebrauchtkäufer sollten wissen, dass die letzten Modelle des Jahrgangs 1999 für lediglich 4550 Euro abverkauft wurden. Angesichts der sparsamen Modellpflege können Interessenten getrost ein gepflegtes Exemplar älterer Jahrgänge in Betracht ziehen, die von Privat mit Fahrleistungen um 20000 Kilometern bereits für knapp unter 2000 Euro angeboten werden.Checkpunkte beim GebrauchtkaufÖlundichtigkeiten beim ersten Modelljahr, Vibrationsrisse am Auspuff, Steuerkettenspanner bei hohen FahrleistungenLeistungsvarianten Ab Werk 20/25 kW (27/34 PS), Umrüstung auf 50 PS (37 kW) nur nachträglichKosten für LeistungsänderungenZirka 140 bis 180 Euro bei Verwendung von Einpresshülsen für die Gasschieber (1)VerbesserungsmaßnahmenFederbeine aus dem Zubehör; progressive GabelfedernDie Kawasaki Zephyr 550 in MOTORRAD21/2000 (GK), 6/1998 (T), 24/1993 (VT 34 PS), 01/1992 (VT), 3/1991 (VT), 2/1991 (T)Internetwww.igzephyr.de

Technische Daten Suzuki GS 500 E

Motor: Luftgekühlter Zweizylinder-Viertaktmotor, eine Ausgleichswelle, zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen, zwei Ventile pro Zylinder, Tassenstößel, Nasssumpfschmierung, Mikuni-Gleichdruckvergaser, Ø 33 mm, kontaktlose Transistorzündung, Hubraum 499 cm3, Nennleistung 33 kW (45 PS) bei 9000/min, maximales Drehmoment 40 Nm (4,1 kpm) bei 7400/min, keine Abgasreinigung, E-Starter, Kraftübertragung über mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe und O-Ring-Kette.Fahrwerk: Doppelschleifenrahmen aus Vierkant-Stahlprofilen, Telegabel mit verstellbarer Federbasis, Standrohrdurchmesser 37 mm, Zweiarmschwinge aus Stahlprofilen, über Hebelsystem angelenktes Zentralfederbein, verstellbare Federbasis, Federweg v/h 120/115 mm, Scheibenbremse vorn mit Doppelkolbensattel, Ø 310 mm, Scheibenbremse hinten Ø 250 mm, Alu-Gussräder mit Reifengröße 110/70 H 17 vorn und 130/70 H 17 hinten.Messwerte (MOTORRAD 22/1996)Sitzhöhe: 740 mmGewicht vollgetankt: 189 kgZuladung: 191 kgTankinhalt/Reserve: 17/3 Liter0 – 100 km/h: Solo (mit Sozius) 6,0 (7,8) sekHöchstgeschwindigkeit: Solo (mit Sozius) 170 (163) km/hVerbrauch: zwischen 3,6 und 6,7 l/100km Normalbenzin

Suzuki GS 500 E

Welche Folgen ein pfiffiges Äußeres in Kombination mit einem günstigen Preis haben können, sieht man an (fast) jeder Ecke in Gestalt der Suzuki GS 500 E. Der problemlose, einfach aufgebaute Dauerbrenner überzeugt mit handlichem Fahrverhalten, standfestem Motor sowie niedrigem Verbrauch. Weniger berauschend hingegen die Verarbeitungsqualität, die laschen Federelemente sowie die zu lange Übersetzung.Bauzeit1989 (3344 Euro*) bis heute (4690 Euro*)Wichtige technische Änderungen1989: geänderter Steuerkettenspanner1990: höhere und breitere Lenkstummel1992: Gabel mit verstellbarer Federbasis2000: Tank, Sitzbank und Lenker geändertBestandGM 51 B: rund 42000 StückMarktsituationDie Auswahl an gebrauchten GS 500 E ist riesig. Fast ebenso groß ist allerdings auch die Bandbreite in Sachen Gegenwert: Für rund 2000 Euro werden in den Kleinanzeigen der einschlägigen Blätter sowohl gepflegte 1996er-Modelle aus erster Hand mit weniger als 10000 Kilometern als auch reichlich angegammelte Exemplare mit mehr als der doppelten Laufleistung angeboten.Checkpunkte beim GebrauchtkaufRost an Auspuff, Rahmen und Tank, ausgeschlagene Gasschieber, Steuerkettenspanner, Klappergeräusche im Zylinderkopf (Axialspiel der Nockenwellen)Leistungsvarianten 20/25/33/34 kW (27/34/45/46 PS)Kosten für LeistungsänderungenJe nach Baujahr zwischen 150 bis 230 Euro (1)VerbesserungsmaßnahmenFederbein aus dem Zubehör; progressive Gabelfedern, Umbereifung auf Bridgestone BT 45Die Suzuki GS 500 E in MOTORRAD6/2002 (VT), 19/2000 (VT), 3/1999 (Optimierung), 22/1996 (VT), 8/1996 (VT), 1/1995 (GK), 13/1994 (VT), 24/1993 (VT 34 PS), 1/1992 (VT), 22/1991 (T), 21/1990 (LT), 22/1989 (VT), 9/1989 (VT), 6/1989 (T)Internetwww.gs500e.de

Technische Daten Yamaha XJ 600 S

Motor: Luftgekühlter Vierylinder-Viertaktmotor, zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen, zwei Ventile pro Zylinder, Tassenstößel, Nasssumpfschmierung, Mikuni-Fallstromvergaser, Ø 28 mm, kontaktlose Transistorzündung, Hubraum 598 cm3, Nennleistung 45 kW (61 PS) bei 8500/min, maximales Drehmoment 55 Nm (5,6 kpm) bei 7000/min, keine Abgasreinigung, E-Starter, Kraftübertragung über mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe und O-Ring-Kette.Fahrwerk: Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr, Telegabel, Standrohrdurchmesser 38 mm, Zweiarmschwinge aus Stahl-Profilen, direkt angelenktes Zentralfederbein mit verstellbarer Federbasis, Federweg v/h 140/110 mm, Scheibenbremse vorn mit Doppelkolbensattel, Ø 320 mm, Scheibenbremse hinten Ø 245 mm, Alu-Gussräder mit Reifengröße 110/80 H 17 vorn und 130/70 H 18 hinten.Messwerte (MOTORRAD 8/1992)Sitzhöhe: 785 mmGewicht vollgetankt: 208 kgZuladung: 189 kgTankinhalt/Reserve: 17/3,5 Liter0 – 100 km/h: Solo (mit Sozius) 5,1 (6,5) sekHöchstgeschwindigkeit: Solo (mit Sozius) 180 (166) km/hVerbrauch: zwischen 3,4 und 11,2 l/100km Normalbenzin

Yamaha XJ 600 S/N

Als einer der preisgünstigsten Vierzylinder auf dem Markt avancierten die Yamaha XJ 600-Modelle rasch zum Dauerbrenner, der mit gleichmäßiger Leistungsentfaltung, bequemer Sitzposition, langlebigem Motor und leichtem Handling punktet. Schwächen: Unterdämpfte Federelemente, mäßige Bremswirkung (bis 1997), hoher Volllastverbrauch.Bauzeit1991 (XJ 600 S: 4599 Euro*) bis heute (XJ 600 S: 5780 Euro*)Wichtige technische Änderungen1992: verstärkte Schwinge, strafferes Federbein, breitere Verkleidung1994: zusätzlich unverkleidete Variante (XJ 600 N)1996: elektrisch beheizte Vergaser, Ölkühler, neue Verkleidung und Armaturen1997: besser gepolsterte Sitzbank, Warnblinkanlage1998: stabilere Gabel (Ø 41 mm), Doppelscheibenbremse (Code RJ 01)BestandModelle 4BR/4LX/RJ 01: rund 33000 StückMarktsituationDie Auswahl an gebrauchten XJ 600-Modellen ist groß, doch die angebotenen Bikes unterscheiden sich hinsichtlich Laufleistung und Zustand bei ähnlicher Preisvorstellung mitunter eklatant. Für rund 2000 Euro werden meist nur Exemplare der ersten Jahrgänge mit Laufleistungen ab 15000 Kilometern angeboten.Checkpunkte beim GebrauchtkaufRückruf Zünd-/Lenkschloss 1992, Federbein, Vibrationsschäden, Schläuche der VergaserbeheizungLeistungsvarianten 20/25/37 kW (27/34/50 PS) ab Werk, Umrüstsatz auf 45 kW/61 PS gegen Aufpreis (ab 2000 ab Werk)Kosten für LeistungsänderungenJe nach Modell und Baujahr zwischen 200 und 450 Euro (1)VerbesserungsmaßnahmenFederbein aus dem Zubehör; progressive Gabelfedern, Sintermetall-BremsbelägeDie Yamaha XJ 600 in MOTORRAD19/2000 (VT), 16/2000 (Optimierung), 14/2000 (VT), 23/1999 (VT), 8/1998 (VT), 26/1997 (T), 23/1996 (GK), 8/1996 (VT 34 PS), 6/1995 (VT), 1/1994 (LT), 22/1993 (VT), 8/1992 (KT), 1/1992 (VT), 24/1991 (T)Internetwww.xj600.de

Technische Daten: Honda CB 450 S

Zweizylinder-Viertaktmotor; 20/32 kW (27/44 PS); 185 kg vollgetankt; Tankinhalt 17 Liter; Höchstgeschwindigkeit 141/171 km/h (20/32 kW); Bauzeit von 1986 (2910 Euro) bis 1990 (3480 Euro); Bestand rund 6200 StückPlus: ausgewogenes Fahrverhalten, gute Verarbeitung, robuste Mechanik Minus: aufwendige und teure Entdrosselung, relativ hoher Verbrauch der ungedrosselten Variante (6,4 Liter)

Technische Daten: Honda NTV 650

Zweizylinder-Viertakt-V-Motor; 20/25/37/42 kW (27/34/50/57 PS); 217 kg vollgetankt; Tankinhalt 19 Liter; Höchstgeschwindigkeit 172 km/h (37 kW-Version); Bauzeit von 1988 (4668 Euro) bis 1997 (5509 Euro); Bestand rund 13000 StückPlus: reaktionsarmer Kardanantrieb, sehr langlebige Technik, gute VerarbeitungMinus: enger Kniewinkel, erste Modelle (1988) mit Fahrwerksschwächen, Sitzbank rasch durchgesessen

Technische Daten: Honda XBR 500

Einzylinder-Viertaktmotor; 20/32 kW (27/44 PS); 182 kg vollgetankt; Tankinhalt 20 Liter; Höchstgeschwindigkeit 174 km/h (32 kW); Bauzeit von 1985 (2905 Euro) bis 1990 (3528 Euro mit Speichenrädern); Bestand rund 6100 StückPlus: robustes Triebwerk, geringer Verbrauch, toller Sound, ausgewogenes FahrverhaltenMinus: aufwendige und teure Entdrosselung bei Modellen 1985/86, fummelige Ölkontrolle

Technische Daten: Kawasaki GPZ 500 S

Zweizylinder-Viertaktmotor; 25/37/44 kW (34/50/60 PS); 202 kg vollgetankt; Tankinhalt 18 Liter; Höchstgeschwindigkeit 189 km/h (60 PS-Version); Bauzeit von 1987 (4244 Euro) bis heute (5300 Euro); Bestand rund 21000 StückPlus: agiles Handling, preisgünstige Entdrosselung, drehfreudiger Motor (60 PS), gute Bremsen (ab 1994)Minus: enger Kniewinkel, schwache Bremsleistung bei frühen Modellen, rostanfälliger Auspuff

Technische Daten: Kawasaki GPZ 900 R

Vierzylinder-Viertaktmotor; 74 kW (100 PS); 255 kg vollgetankt; Tankinhalt 22 Liter; Höchstgeschwindigkeit 231 km/h; Bauzeit von 1984 (5977 Euro) bis 1993 (7779 Euro); Bestand rund 7700 StückPlus: sehr langlebiger Motor, geringer Benzinverbrauch, stabiles Fahrwerk, geringe VibrationenMinus: rubbelnde Bremsscheiben bei höherer Laufleistung, rostender Auspuff, verdrehte Vergasermembranen (bis 1985)

Technische Daten: Suzuki DR 350 S/SE

Einzylinder-Viertaktmotor; 20/22 kW (27/30 PS); 141 kg vollgetankt; Tankinhalt 9 Liter; Höchstgeschwindigkeit 140 km/h (30 PS); Bauzeit von 1990 (3522 Euro) bis 1997 (4597 Euro); Bestand rund 6500 StückPlus: standfester Motor mit angenehmer Leistungscharakteristik, geringes Gewicht, sehr handlichMinus: Verarbeitungsschwächen (Rost), schmale Sitzbank, kleiner Tank, schwache Scheibenbremse vorn

Technische Daten: Suzuki GSX 600 F

Vierzylinder-Viertaktmotor; 20/25/37/63 kW (27/34/50/86 PS); 229 kg vollgetankt; Tankinhalt 20 Liter; Höchstgeschwindigkeit 206 km/h (86 PS); Bauzeit von 1988 (5108 Euro) bis heute (6797 Euro); Bestand rund 15200 StückPlus: standfestes Triebwerk, gute BremsenMinus: schlechter Durchzug bei niedrigen Drehzahlen, mäßige Verarbeitung (Rost), je nach Ausgangsleistung und Baujahr teure Leistungsänderung

Technische Daten: Yamaha SR 500

Einzylinder-Viertaktmotor; 20 kW (27 PS); 170 kg vollgetankt; Tankinhalt 14 Liter; Höchstgeschwindigkeit 135 km/h; Bauzeit von 1978 (2296 Euro) bis 1999 (4088 Euro); Bestand rund 23000 StückPlus: gute Handlichkeit, einfache Wartung, preisgünstige Reparaturen, zeitlos klassische DesignMinus: bis 1984 anfälliger Motor, Fahrwerkschwächen, mit Trommelbremse vorn schwache Bremswirkung und Fading

Technische Daten: Yamaha XJ 900 F

Vierzylinder-Viertaktmotor; 68/72 kW (92/98 PS); 248 kg vollgetankt; Tankinhalt 22 Liter; Höchstgeschwindigkeit 209 km/h (92 PS); Bauzeit von 1983 (4836 Euro) bis 1994 (6948 Euro); Bestand rund 11800 StückPlus: langlebiger Motor, reaktionsarmer Karden, geringer Verbrauch, guter KomfortMinus: schlappe Federelemente, Lenkerflattern, leichte Fahrwerkschwächen bei hohem Tempo, rostanfällige Schalldämpfer

Technische Daten: Yamaha XV 535

V-Zweizylinder-Viertaktmotor; 20/25/32/34 kW (27/34/44/46 PS); 196 kg vollgetankt; Tankinhalt 13,5 Liter; Höchstgeschwindigkeit 156 km/h (44 PS); Bauzeit von 1988 (3986 Euro) bis heute (5730 Euro); Bestand rund 45000 StückPlus: einfache Handhabung, robustes Triebwerk, harmonische Leistungsentfaltung, KardanantriebMinus: aufwendige und teure Entdrosselung, relativ hoher Verbrauch, untauglicher Soziusplatz

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