Harley-Davidson Fat Boy

Auch die Fat Boy kann wie die BMW R 1200 C mit einer eindrucksvollen Filmkarriere glänzen. Allerdings nicht mit einem smarten Topagenten an Bord: Auf ihr durfte die protzende Muskelmasse eines Arnold Schwarzenegger alias Terminator Platz nehmen. Mit dementsprechender Kraft ist die mächtige Harley allerdings nicht gesegnet. Die erste Modellgeneration des fetten Burschen musste mit mageren 56 Pferdestärken auskommen, in der hubraumstärkeren zweiten Version wuchs die Leistung immerhin auf 64 PS an. Damit bleibt die Fat Boy in einer Spielzone, die weit unterhalb der aktuellen Powercruiser-Liga angesiedelt ist. Fahrdynamisch bewegt sich der Schlegel in einer ganz anderen Sphäre: Hier entdeckt man die Langsamkeit von Zeit und Raum. Großes Manko: die schwach ausgelegten Bremsen, die dem Vorwärtsschub des Kolosses nur sehr dürftig Einhalt gebieten. Was dem positiven Image nichts anhaben kann. Über 8000-mal ist die Harley bislang in Deutschland verkauft worden. Denn ihr Charme ist trotz dieser Macken überwältigend.

Fazit: Die Fat Boy schwebt in einer anderen Dimension. In puncto Fahrdynamik und Alltagstauglichkeit hapert’s gewaltig. Dafür bietet die Fat Boy ganz großes Kino. Ein Muss für Kult-Fans. Und obendrein eine gute Anlage: Der Wertverlust ist selbst nach Jahren minimal.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel