Honda CBR 1000 F

Die CBR 1000 F gehörte zu den ersten komplett in ein Kunststoffkleid gehüllten Motorrädern auf dem Markt, was ihr die Beinamen Joghurtbecher oder Plastikdampfer bescherte. Die Konstrukteure versprachen sich davon eine besonders ausgefeilte Aerodynamik und somit eine höhere Endgeschwindigkeit. Die anfänglichen Probleme mit dem Steuerkettenspanner sollten längst bei allen betroffenen Maschinen behoben sein – das war ohnehin nur in den ersten beiden Baujahren der Fall. Wer die Wahl hat, sollte sich dennoch für die neuere Variante vom Typ SC 24 (ab Baujahr 1989) entscheiden, die sich gegenüber der SC 21 bezüglich Fahrwerk, Windschutz und Bereifung (170er- statt 140er-Hinterreifen) wesentlich verbessert präsentiert. Hauptargument, eine noch jüngere CBR ab 1993 zu wählen, ist das Verbundbremssystem Dual-CBS (Combined Brake System), bei dem sowohl bei Betätigung der Hand- als auch der Fußbremse gleichzeitig Vorder- und Hinterrad gebremst werden – ein echtes Sicherheitsplus. Unabhängig vom Baujahr sollten Kaufinteressenten nicht nur die gesamte Verkleidung auf Risse (vor allem im Bereich der Halterungen) kontrollieren, sondern auch einen Blick unters Kleid werfen, um nach verräterischen Ölspuren zu forschen.

Daten (Bj. 1993):
wassergekühlter Vierzylinder-Reihenmotor, 98 PS, 998 cm³, Gewicht 288 kg, Zuladung 168 kg, Tankinhalt 22 Liter, Sitzhöhe 770 mm, Höchstgeschwindigkeit 225 km/h, Beschleunigung 0–100 km/h in 4,5 sek, Durchzug 60–120 km/h in 8,4 sek, Verbrauch 4,9 bis 8,8 l/100 km (Normal).

Marktsituation
Ein Bestand von über 10000 Fahrzeugen garantiert reichlich Angebote. Die beginnen schon unter 2000 Euro für Modelle aus den 1980er Jahren mit Laufleistungen um 100000 Kilometer. Hondas mit Dual-CBS ab 1993 und gut 50000 Kilometern auf der Uhr gibt’s für 2400 bis 2800 Euro.

Tests in MOTORRAD5/1987
(T), 15/1987 (LT), 10/1988 (VT), 14/1993 (VT), 25/1994 (GK)
T=Test, LT=Langstreckentest, VT=Vergleichstest, GK=Gebrauchtkauf; Nachbestellungen unter Telefon 0711/182-1229
Internet www.cbr-forum.de

Fazit
Die CBR versteckt ihren fetten Zylinderblock und sämtliche Innereien komplett unter einem Kunststoffkleid – eigentlich schade. Wer ein langstreckentaugliches, preisgünstiges Big Bike sucht, liegt mit der Honda richtig.

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