Erschienen in: 13/ 2015 MOTORRAD

Gebrauchtberatung Honda Shadow 750 Spirit / VT 750 S

Für 48-PS-Einsteiger geeignet

Die Honda Shadow ist ein Mittelklasse-Cruiser mit sehr zuverlässigem V2. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen für jeden Geschmack: opulent und barock oder karg und spartanisch. Ein toller Alltagsentschleuniger, der sich auch für 48-PS-Einsteiger eignet.

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Die Shadow mit 46 PS bei gut fünf Zentnern ist von der gemütlichen Sorte, und das sollte der Fahrer auch sein. Diese Maschine will sich gar nicht messen, sie will einfach nur Freude machen.

Verschiedene Ausführungen gibt es von dem Mittelklasse-Cruiser. Wir haben Bilder in unserer Fotoshow.   12 Bilder

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4 Seiten Gebrauchtberatung
aus MOTORRAD 13/2015
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Bloß keine Duelle mit sportlichen Kompaktwagen! Man verliert. Die Honda Shadow mit 46 PS bei gut fünf Zentnern ist von der gemütlichen Sorte, und das sollte der Fahrer auch sein. Diese Maschine will sich gar nicht messen, sie will einfach nur Freude machen. Für Alltagsfluchten ist das Motorrad prima. Der 52-Grad-V2 gilt als fast unzerstörbar und hat sich in diversen Hondas – von Tourenmaschine bis Reiseenduro und vor allem im Vorgängermodell VT 750 C Shadow – zigtausendfach bewährt. Seitdem die Maschine (seit 2004 bzw. 2007) nur noch Shadow respektive Shadow Spirit heißt, unterstreicht ein tadelloser Kardanantrieb das No-Stress-Prinzip.

Ab 2010 kam eine ABS-Bremse für die Honda Shadow hinzu, von da an gab es außer den etwas schwachen Fahrleistungen an diesem sehr ausgewogenen Bike mit unbeschwertem Handling eigentlich nichts auszusetzen. Kopfzerbrechen bereitet dem Interessenten nur die Modellauswahl: Mit tiefgezogenen Kotflügeln auf Cruiser-Pfaden? Oder etwas cooler zum Café-Treff mit der chopperesken Shadow Spirit? Die goldene, äh, schwarze Mitte, also die Black Spirit? 

Schnickschnackfreies Retro-Bike

Vielleicht auch ein schnickschnackfreies, narrensicher zu lenkendes Retro-Bike, ergo die preisgünstige Honda Shadow VT 750 S? Als Gebrauchte gelten die Shadow 750 und deren Varianten als gute Op­tion. Unter anderem auch wegen des vielfältigen Secondhand-Angebots.

Internet

Fansites:
www.shadowforum.de (hier trifft sich die Online-Community, Registrierung erforderlich) 

Tests in MOTORRAD

8/2004 (FB), 16/2007 (FB), 6/2008 (FB), 15/2008 (VT), 13/2009 (VT), 8/2010 (VT), 15/2010 (VT), 19/2010 (VT)

FB = Fahrbericht, T = Test, TT = Top-Test, VT = Vergleichstest; Artikel-Download unter www.motorradonline.de/ekiosk

Modellpflege

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Die Shadow Spirit (2007 bis 2010) sagt eher Chopper- denn Cruiserfans zu. Stilprägend: das große 21-Zoll-Vorderrad und ein knapp geschnittenes Blechkleid.  

Foto: Honda  

2004 Aus der VT 750 C/C2 Shadow bzw. Black Widow wird mit neuer Bezeichnung das Modell Shadow 750 (Typ RC50). Der Vergaser-V2-Motor mit drei Ventilen pro Zylinder (46 PS) wurde von den Vorgängerinnen übernommen, ansonsten Neugestaltung: Rahmen niedriger, Sattel, Tank, Lenker, Kotflügel, Kardan (statt Kette). Farben: Rot und Schwarz. Gewicht: 254 kg. Preis: 6990 Euro.

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Sollte 48-PS-Einsteiger locken: Die güns­tige, spartanische VT 750 S mit Kette war offiziell nur 2010/2011 im Programm  

Foto: Bilski  

2007 Neues Modell Shadow Spirit (Typ RC53) mit Einspritzung, 21-Zoll-Vorderrad, einteiliger Sitzbank, Gabel ohne Hüllrohre, kleineren Schutzblechen. Gewicht: 248 kg. Preise Shadow/Spirit: 7290/7490 Euro.

2008 Einspritzung nunmehr auch bei der Shadow. Preis unverändert.

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2010 gibt es zusätzlich das Modell Black ­Spirit – natürlich nur in der Farbe Schwarz – mit dickem 17-Zoll-Vorderrad, aber ohne ABS  

Foto: Honda  

2010 Shadow 750 und Shadow Spirit mit Scheiben- statt Trommelbremse hinten und ABS. Sondermodell Black Spirit mit kleinen Kotflügeln wie bei Shadow Spirit und 17-Zoll-Vorderrad wie bei Shadow 750, Trommelbremse hinten, kein ABS. Preise Shadow/Spirit/Black Spirit: 8750/8970/8370 Euro. Parallel neues Modell VT 750 S (Typ RC58), technisch basierend auf Shadow-Modellreihe, aber mit Trommelbremse hinten. Kein ABS. Weitere Unterschiede: 19-Zoll-Vorder- und 16-Zoll-Hinterrad, Tank 10,7 l, Kettenantrieb. Gewicht: 234 kg. Preis: 6990 Euro.

2011 VT 750 S entfällt, danach Abverkauf.

2013 Letztes Modelljahr für Shadow Spirit. Preis: 9090 Euro.

Marktsituation

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Marksituation  

MOTORRAD  

Was alle Modelle vereint: der Motor, der sich im Laufe der Modellgeschichte kaum verändert hat. Andere Dinge sind es also, die für VT 750-Interes­senten entscheidend sind. Die Shadow 750 als klassischer Cruiser wird mit hoher Windschutzscheibe und Lederpacktaschen gerne von etwas älteren Herren um die 60 als Gebrauchte genommen – und zwar für gemütliche, ausgedehnte Touren und kürzere Reisen. Die schlankere Shadow Spirit ist eher in der Ü-40-Klasse angesagt – zum Beispiel als Untersatz für den Kurz­ausflug am Samstagnachmittag.

Beide Modelle sind aus zweiter Hand etwa gleich stark gefragt, sofern Pflegezustand und Preis gut sind. Als gute Preise gelten alle unter 4.500 Euro, wenn auf dem Tacho noch keine 20.000 Kilometer stehen. Zwar gibt es auch Käufer, die gezielt nach maximal zweijährigen Neuwert-Bikes mit Laufleistungen unter 5.000 Kilometern suchen, die aber sind selten bereit, mehr als 6.000 Euro zu bezahlen. Das nur kurzzeitig angebotene Sondermodell Black Spirit ist selten im Angebot. Gute Schnäppchen finden sich bei der VT 750 S: um 4.500 Euro mit teilweise nur 5.000 Kilometern. Vereinzelt tauchen in Kleinanzeigen sehr aufwendige Umbauten auf – teilweise teurer als Neufahrzeuge. Für solche individualisierten Maschinen gibt es kaum Interessenten – hilfreich für erfolgreiche Preisgespräche.

Besichtigung

Der erst 2004 bei der Shadow eingeführte Kardanantrieb hat sich als bessere Alternative zum Kettenantrieb bewährt und bereitet nur selten Stress. Dennoch: Bei jedem zweiten Wartungs­intervall (Honda schreibt 6000er-Intervalle vor) sollte das Öl im Endantrieb (163 ml Füllmenge) gewechselt werden. Erst bei 36 000 Kilometern steht eine größere Inspektion an, bei der das Ventilspiel geprüft und Öle, Kühlflüssigkeit sowie Filter und Zündkerzen getauscht werden. 

In einer Werkstatt stehen 3,5 Arbeitsstunden plus Teilekosten an, also locker mal 350 Euro. Der wohl nur selten arg strapazierte V2 gilt bei re­­gelmäßiger Wartung als extrem langlebig. Am ehes­ten tauchen technische Probleme bei ungepflegten Privatofferten auf. Meist zu er­ken­nen an schlampig gepflegten Rädern und korrodierten Metallteilen. Vorsicht bei extrem güns­tigen Händlerangeboten ohne Wartungshistorie – nach professioneller Aufbereitung sehen selbst größte Problem-Maschinen lecker aus.

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11.06.2015 |  Artikel drucken | Senden | Kommentar

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