Erschienen in: 23/ 2015 MOTORRAD

KTM 990 Adventure in der Gebrauchtberatung

Beinahe rallyetauglich

Hardcore-Reiseenduristen bekommen mit der KTM 990 Adventure – insbesondere mit der S- und R-Version – ein beinahe rallyetaugliches Gefährt an die Hand. Stangenware für Individualisten? Die Gebrauchtberatung zeigt: Mit diesem Raubein kann das funktionieren.

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Hardcore-Reiseenduristen bekommen mit der KTM 990 Adventure – insbesondere mit der S- und R-Version – ein beinahe rallyetaugliches Gefährt an die Hand.

Der V2 aus der 990 Superduke wurde in der 990 Adventure auf weniger PS getrimmt. Dass das für ihren Einsatzzweck so ganz gut ist, zeigen die Bilder in der Fotoshow.   15 Bilder

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3 Seiten Gebrauchtberatung
aus MOTORRAD 23/2015
Preis: 2,00 €

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Der V2 der KTM 990 Adventure rappelt und giert nach Drehzahlen. Auf langen Autobahnetappen schmerzt auf der schmal konturierten und harten Sitzbank der Bobbes, bei Top-Speed mit Koffern neigt die Fuhre zudem zum Pendeln. Alltägliches Rangieren ist für Menschen unter 1,75 Meter mit der 990er ein Albtraum. Oberlehrerhafte BMW-GS-Besitzer erklären mit erhobenem Zeigefinger: „Meine bietet mehr Komfort und besseren Schutz.“

Der Fahrer der KTM 990 Adventure indes bleibt gelassen und wartet, bis der Asphalt in Schotter oder Erdreich übergeht. Dann heißt es: „Ätsch, friss meinen Dreck!“ Denn keine andere Reiseenduro läuft schneller im Gelände. Wer sich traut (und grobe Profile montiert hat), peitscht mit über 180 Sachen, natürlich stehend, die Sportsitzbank zwischen die Schenkel geklemmt, über die Piste – Dakar lässt grüßen.

KTM 990 Adventure: heißer Tipp für reisende Hardenduristen

Schließlich wurde das Vorgängermodell, die 950er, tatsächlich bei der legendären Rallye entwickelt und dauererprobt und kam so fast eins zu eins als Serienmaschine in die Läden. Von 2006 bis 2012 führte die KTM 990 Adventure den konsequenten Offroad-Kurs fort. Ist mit kultivierterem, potenterem und zuverlässigerem Motor in Summe die bessere Maschine. 

Bei der Standardversion freuen sich gemäßigtere Piloten über ABS – sinnvoll auf europäischen Landstraßen. Bei den kompromisslosen „S“ und „R“ geht es auch ohne, denn mit wettbewerbstauglichen Federwegen darf es gerne auch durch Wüstensand gehen. Bremsen? Dort lieber nicht! Merke: Die KTM 990 Adventure ist gewiss kein Alleskönner, aber der wohl heißeste Tipp für reisende Hardenduristen.

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29.10.2015 |  Artikel drucken | Senden | Kommentar

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