Lesererfahrungen Yamaha YZF-R6

R6-Piloten sind offenbar völlig schmerzfrei und fahren reichlich Kilometer pro Jahr. Davon lassen sie sich von hohen Motordrehzahlen nicht aghalten – im Gegenteil.

Innerhalb von dreieinhalb Jahren habe ich 60000 Kilometer mit der R6 zurückgelegt. Gerade im Schwarzwald und Elsass kann ich mir kein Motorrad vorstellen, das mehr Spaß macht. Am schärfsten finde ich das breite Drehzahlband: wie der Motor im Zusammenspiel mit dem montierten Bos-Schalldämpfer bis über 15000/min kreischt und abgeht. Die Bremsen sind Weltklasse, und mit einem LSL-Lenkungsdämpfer habe ich auch das Lenkerschlagen auf schlechten Straßen in den Griff bekommen. Trotz der Auslegung als Supersportler sitze ich (178 Zentimeter) optimal und fahre locker 1000 Kilometer am Tag, wenn es sein muss. Dabei präsentiert sich allerdings das Getriebe als großes Manko: Beim Rauf- oder Runterschalten kann es vorkommen, dass die Gänge nicht exakt einrasten, und es kracht fürchterlich. Gerade beim schnellen Schalten kann es dann schon mal zu einem blockierenden Hinterrad kommen. Die R6 ist das beste Bike auf dem Markt und kann nur von der neuen R6 getoppt werden.Joachim Kälble, NordrachMeine erste R6 lief problemlos in Eifel, Hunsrück, Thüringerwald und auf drei großen Alpentouren knapp 20000 Kilometer, bis sie 2000 durch einen unachtsamen Treckerfahrer nachhaltig kaltverformt wurde. Nach dem Auskurieren einer gebrochenen Mittelhand beim Fahrer folgte die zweite R6, die bis Mitte 2002 weitere 20400 Kilometer lief. Der Soziussitz eignete sich bei diesem Motorrad prima zum Gepäcktransport, aber damit ist der Verwendungszweck schon zur Gänze erschöpft. Als Reifen wurde bei beiden außer den serienmäßigen Bridgestone BT 56 Michelin Pilot Sport aufgezogen. Diese Paarung überzeugte mit besserer Haftung und längerer Lebensdauer. Als Zubehör wurde lediglich bei beiden Maschinen wegen des effektiveren Windschutzes eine MRA-Spoilerscheibe nachgerüstet, bei der zweiten noch ein Termignoni-Karbon-Schalldämpfer. Alles in allem ein Supermotor in einem genialen Fahrwerk.Gerd Abel, Raunheim Die R6 läuft seit 1999 mit jetzt rund 20000 Kilometern ohne Zwischenfälle. Der Motor: ein absolutes Drehzahlwunder mit kräftigem Biss - Das Handling wie ein Fahrrad, das Fahrwerk topp: So fährt ein Motorrad mit Supersport-WM-Technik. Die Feder hinten wurde auf mein Gewicht (70 Kilogramm) abgestimmt, der Schalldämpfer stammtvon Arrow, die Stahlflex-Bremsleitungen von Fischer. Die Daumenbremse für den hinteren Bremssattel ist die Krönung.Christian Storz, Hornberg

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