Lesererfahrungen MZ Baghira

1998 habe ich mir spontan eine MZ Baghira gekauft und bin nach rund 35000 Kilometern immer noch zufrieden. Fehlende Ausstattungsteile wie Kühler- und Gabelschutz, Griffschalen, Motorschutzbügel und einen Gepäckträger rüstete ich nach. Gerade der häufig als lahm bezeichnete Motor macht mir sehr viel Freude. Der schmale Pirelli-Serienreifen wurde durch den Metzeler Enduro 3 für den Sommer und den Pirelli MT 21 für den Winter ersetzt. Bis auf den Austausch der serienmäßigen Batterie und einiger gebrochener Speichen gab es keine Defekte. Das Motorrad bietet für den täglichen Weg zur Arbeit, für die jährliche Alpentour sowie für den Spaß am Sonntag in der Kiesgrube gute Allround-Qualitäten.Peter Scheid, BernhardswaldDer robuste Motor und das sensationelle Fahrwerk der Baghira bewährte sich auf der Straße und im schweren Gelände. Weil der Motor allerdings etwas träge zu Werke geht, sollte man den Register-Vergaser anders einstellen: die Nadel des linken Schiebervergasers in die zweitoberste Stellung (fett) hängen und die des rechten Gleichruckvergasers in die vorletzte untere Position (mager). Dann wird der Motor richtig lebendig.Eine noch professionellere Lösung bietet die Firma Egli in der Schweiz für zirka 80 Franken an. Im Zubehör gibt es Blinker für vorn, die wie das Original aussehen, aber flexibel und damit weniger bruchgefährdet sind. Als beste Reifen gelten bei mir Avon Gripster. Für die Kühler sollten Kunststoffschützer verwendet werden. Hier passen die Teile der KTM LC 4, von der auch die beiden Kühler stammen. Außerdem kann ein zweiter Kühlerventilator für zirka 40 Euro montiert werden. Die Anschlüsse sind vorhanden. Für Zusatztanks ist die Internet-Adresse www.tunebike.de ein Tipp. Von der Touratech-Lenkererhöhung und den Adaptern für die Handschützer sollte man absehen. Besser einen hohen Renthal-Lenker montieren, dann passen die Handschützer auch so. Die unteren Rahmenrohre lassen sich mit aufgeschnittenem Gartenschlauch umwickeln und so vor Beschädigung schützen.Dirk Veit, HerdorfBeim Kauf meiner KTM LC4 620 überzeugte mich der kräftige Motor und das stabile Fahrwerk. Der Ölverbrauch ist mit einem halben Liter auf 1000 Kilometer gerade noch akzeptabel. Eine gebrochene Bremsscheibe, gerissene Bowdenzüge sowie lecke Gabeldichtringe sorgten für außerplanmäßige Boxenstopps. Durch den simplen Aufbau lassen sich Werkstattaufenthalte reduzieren. Ein guter Tipp ist die Metzeler-Enduro-4-Reifenpaarung, die den besten Kompromiss für Straßen- und Geländebetrieb bietet. Jan Skupin, KamenzMeine Suzuki DR 650 SE habe ich mit 1400 Kilometern gebraucht gekauft. Seitdem habe ich 15000 Kilometer zurückgelegt, sowohl auf der Straße als auch beim Enduro-Wandern in Kastilien. Die Maschine begeistert mich mit ihrer Handlichkeit und dem gut dosierbaren Motor. Nach einer Pyrenäentour mit Gepäck ließ ich Technoflex-Federelemente von Wilbers Products montieren. Empfehlenswert, auch wenn Federungsreserven und Bodenfreiheit nicht auf dem Niveau aktueller Hardenduros sind. Einziger Kritikpunkt: Pendeln ab 120 km/h mit grobstolligen Reifen und die für das Gelände zu lange Übersetzung.Heidi Buchholz, per e-mail

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