Lesererfahrungen Kawasaki ZRX 1100

Meine ZRX 1100 kaufte ich gebraucht Anfang 1999 und bin seitdem zirka 12 000 Kilometer damit unterwegs gewesen. Derzeitiger Kilometerstand: 24000. Kaufentscheidend war für mich eine Probefahrt, bei der ich mich sofort wie zu Hause fühlte, und auch der Respekt vor Motor- und Bremsleistung, sowie hohem Gewicht schnell verflogen war. Da es sich um meine erste Kawa handelte, war ich zunächst, was Zuverlässigkeit und Verarbeitung betrifft, etwas skeptisch. Bis heute gab es jedoch nichts zu beanstanden, im Gegenteil. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet. Trotz einer feuchten Garage rostet oder gammelt nichts, keine einzige Schraube. Der Kettenkit ist nach 24000 Kilometern noch brauchbar, ebenso die Bremsklötze trotz diverser Alpen-Passfahrten mit Gepäck. Der Reifenverschleiß hält sich bei Bridgestone BT 57 mit 10000/14000 Kilometern vorn und hinten in Grenzen. Sinnvolle Verbesserungen: LSL-Superbike-Lenker und eine höhere Scheibe. Einzige Kritikpunkte: nervend quietschende Vorderradbremse und fehlender Hauptständer.René Uytterschaut, DuisburgDer Händler meiner gebrauchten ZRX ließ die Maschine im Neuzustand in original Limegrün lackieren, was für mich schon ein Kaufgrund war. Der Durchzug auch aus niedrigen Drehzahlen wurde durch ein 45er-Kettenblatt hinten und die Montage eine Nikko-Racing-Anlage aus Edelstahl spürbar verbessert. Gemessene 109 PS bei 8550/min. Über den Benzinverbrauch lässt sich sagen: Zwischen sechs und neun Litern ist alles möglich, es kommt auf den Spaß an, und davon hat die Maschine mehr als genug. Die Sitzposition ist für mich, 1,88 Meter, optimal, nur der Sozius muss leidensfähig sein.Bernhard Mertens, BrüggenMeine ZRX habe ich als Zweitmotorrad gekauft. Bis jetzt (30000 Kilometer) gab es keine Zwischenfälle. Zuerst kam eine Zephyr-Lampe dran (damals gab’s in der Schweiz nur eine verschalte Version), und die Felgen wurden poliert. Die Krümmer wurden vernickelt, des weiteren gab’s einen Remus-Topf, CNS-Kühlerrost, ZZR-Fußrasten und KTM-Blinker. Die Bremsen sind super, und der Motor ist ein Gedicht. Das Heck neigt zum Pumpen, deshalb stelle ich die Federn ziemlich hart ein, Zugstufendämpfung fast ganz zu. An besten fährt sich mit Zug durch die Kurven. Das Heck bricht zum Teil etwas aus, ist aber einfach zu kontrollieren. Ruhe ins Fahrwerk bringen die Metzeler ME Z4.Reto Zemp, Wädenswil, SchweizBisher keine einzige Panne, freue mich auf die nächsten zehn Jahre mit der ZRX. Aufgrund der niedrigen Drehzahlen animierenden Motorcharakteristik werden 100 000 Kilometer Laufleistung wohl kein Problem sein. Kritik dennoch: die erste Ventileinstellung erst bei 12000 Kilometern. Folge: Das Spiel von drei Ventilen war bereits erheblich unter Soll. Deswegen Inspektionskosten über 1000 Mark. Man sollte sich bei Kawasaki die sehr langen Erstintervalle noch mal durch den Kopf gehen lassen. Friedhelm Kohlhoff, Rösrath

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