Lesererfahrungen

Die erste Fahrt mit meiner 1100 Sport wurde zum Erlebnis der besonderen Art. Schieberuckeln, ein gewaltiges Drehmomentloch um die 3000/min, Vibrationen, die einen im Stand vom Moped werfen wollten, und Lastwechselreaktionen beim Gaswegnehmen, die meinen Adrenalinpegel auf Schwung brachten. Jetzt verstand ich endlich als alter Reiskocher-Treiber, was Ihr unter Charakter versteht. Einige 1000 Kilometer weiter war das Eprom neu programmiert, eine BOS-Dämpferanalage montiert, dafür wurde auf den Vorschalldämpfer samt Luftfilter verzichtet. Nach 10000 Kilometern mussten die vordere verzogenen Bremsscheiben ausgetauscht werden, gleichzeitig wurde auf Carbone-Lorraine-Sintermetallbeläge umgerüstet. Roland Eisner, DormagenDie meisten der 12000 Kilometer kamen in den Alpen zusammen. An die Sitzposition gewöhnt man sich auf längeren Touren, lediglich in Spitzkehren muss man wegen der Fahrwerksgeometrie weitere Radien fahren. Ein höher gelegter Ölkühler (DÄS) vermeidet nicht nur Steinschlagschäden, sondern hebt auch die Optik ungemein. Bei 7500 Kilometern musste der Hilfsrahmen zwischen Lenkkopf und Motor getauscht werden, weil das Halteblech für die Benzinpumpe abvibriert war. Auch Batterie, Regler und Motorelektronik wurde vorsorglich (auf Garantie) getauscht. Dieter Fehler, SchweinfurtKaufgrund war das zeitlose, eigenständige Design und der bullige Motor mit seiner einfachen Technik. Einziges Zubehör: eine andere Auspuffanlage und ein Ölmessstab mit Temperaturanzeige. Bei 31000 Kilometern verabschiedete sich ein Drehzahlmesser, zwei Züge der schwergängigen Kupplung und ein Anlassermotor. Mit der überschaubaren Technik ist es möglich, die Inspektionen selbst auszuführen. Der unverwechselbare Charakter und der geniale Sound des Triebwerks entschädigt für fast alles. Henning Hassfeld, Uchte

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