Lesererfahrungen Yamaha YZF 600 R

Unregelmäßigkeiten und Schäden: Fehlanzeige. Thundercat-Treiber denken eher über einen anderen Schalldämpfer nach, um den Sound zu verbessern.

Für 10 500 Mark konnte ich letztes Jahr eine Thundercat, Baujahr 1996 mit 5700 Kilometern, ergattern. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass es genau die Kategorie von Motorrad war, die ich gesucht hatte. Über 9000 Kilometer (meistens mit Sozia) bestätigten auch die zutreffende Neueinstufung seitens Yamha als Sporttourer. Kein von mir bisher gefahrenes Bike vereinigt je nach Bedarf Sportlichlkeit auf der Haus- oder Rennstrecke und Tourerqualitätem mit Gepäck und Sozia wie diese Maschine. Thundercat, das heißt für mich: je nach Gemüts- und Verkehrslage kann man es mit der YZF 600 R gewittermäßig krachen lassen oder geschmeidig wie eine Katze über die Landstrasse schnurren. Alexander Mlinaric, PirmaensWer braucht denn im richtigen Bikerleben die ein Zehntel bessere Beschleunigung oder das Hanging off der Knieschleferfraktion? Das taugt nur zum Angeben am Stammtisch. Meine YZF und ich jedenfalls nicht. Ich mag sie genau, wie sie ist. Man kann mit ihr täglich zur Arbeit fahren oder wunderbar schnell touren. Bequeme Sitzposition gepaart mit herrlichem Wind- und Wetterschutz ermöglichen sportliches Fahren auch über Stunden hinweg. Bei Topspeed strahlt sie diese berühmte Ruhe aus, auch wenn der Tacho 250 anzeigt. Man weiß, dass man mal wieder viel zu schnell unterwegs ist und zu Hause die Familie wartet. Was mich allerdings gestört hat: das turbinenartige Gesäusel, das uns die Yamahatechniker als Sound verkaufen wollten. Nach Montage eines Remus Viper-Topfes wurde daraus ein sonores Brummeln. Und aus dem Krachen beim Gangwechsel ist seit Verwenden von BP Visco 5000 ein leises, beruhigendes Bestätigen des Gangwechsels geworden. Frank Küpferle, Inden/LucherbergNach 16 000 Kilometern bin ich mit meiner Thundercat bislang sehr zufrieden. Vor allem schätze ich, wie unkompliziert und recht komfortabel sich die Thundercat fährt. Selbst zu zweit lässt sich prima touren. Gut, dass sich der Motor mit durchschnittlich sechs Litern zufrieden gibt, Auch der sehr gute Windschutz lädt zum Touren ein. Außer einem kleinen Leck im Kühlsystem, das bei der 1000er Inspektion beseitigt wurde, hat mich meine Katze noch nie im Stich gelassen. Wenig gediegen: die Verarbeitung von Lack und Schweißnähten sowie die bröckelnden Schalthebengummis oder die labile hinere Bremslichtschalter-Aufnahme.Danny Pockrandt, Merseburg

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