Lesererfahrungen Yamaha YZF 750 R

YZF-750 R-Fahrer sind heute eher der Reisefraktion zuzurechen. Die Sportfahrer-Gilde wandert ab oder rüstet permanent auf.

Meine YZF 750 R habe ich 1997 fast neu gekauft und bis heute 7300 Kilometer damit zurückgelegt. Nachdem die Originalbereifung Bridgestone BT 50 durch den Pirelli Dragon ersetzt wurde, hat sich das Handling wesentlich verbessert. Den relativ hohen Benzinverbrauch konnte ich durch Tieferhängen der Düsennadeln und den Einbau von 120er Düsen von acht auf zirka 6,5 Liter reduzieren. Um das hintere Federbein vor Schmutz und Spritzwasser zu schützen, habe ich einen Carbon-Schutz montiert. Mit der Leistung bin ich nach dem Entdrosseln sehr zufrieden.Irmgard Berger, SchierlingMeine YZF, Baujahr 1993, hat nun mittlerweile schon über 60000 Kilometer auf dem Buckel, von Alterserscheinungen kann aber kaum die Rede sein. Einziges Manko: der relativ hohe Ölverbrauch von zirka ein bis eineinhalb Liter/1000 Kilometer, wobei auf keinen Fall auf Synthetiköl verzichtet werden sollte. Ein wenig spritziger wird der Motor mit einem Dynojet-Kit, einem Termignoni-Schalldämpfer und einem 46-Zähne-Kettenrad statt des 43er Originals. Damit der zu groß geratene Schalldämpfer in schnellen Kurven nicht aufsetzt, sollten für die Höherlegung des Hecks Distanzbuchsen oder Unterlegscheiben an der oberen Federbeinaufnahme oder für zirka 100 Mark kürzere Zugstreben aus dem Zubehör montiert werden. Noch günstiger und mindestens genauso gut sind die Zugstreben der FZR 1000, die man mit etwas Glück gebraucht bekommt. Für spontaneres Ansprechen und bessere Dosierung von Bremsen und Kupplung sorgen Stahflexleitungen ringsrum (zirka 400 Mark). Die Sitzbank kürzte ich um etwa sieben Zentimeter, was eine wirkungsvolle Verbesserung der Sitzposition (und der Optik) zur Folge hatte.Marc Schueler, CelleIm März 1993 kaufte ich mir die Ypse Nr. 1, mit der ich 12000 Kilometer vornehmlich in den Alpen und der Toskana abspulte. Motormäßig gab es nie Probleme, was man von der Bremsanlage, die nach viel Streß mit dem ersten Händler dann beim zweiten auf Garantie getauscht werden konnte, nicht behaupten kann. Ypse Nr. 2 hatte die gleiche Macke, dafür aber ein bißchen weniger Power. Wieder wurde die vordere Bremsanlage zweimal getauscht. Nachdem die nach 1500 Kilometern ebenfalls hinüber war, kaufte ich mir ABM-Scheiben inklusive Stahlflexleitungen. Und siehe da: Die Bremse hält. Durch das Tieferlegen der Gabelholme um neun Millimeter gehört das gelegentliche Lenkerschlagen beim Beschleunigen auf holprigen Strecken der Vergangenheit an. Damit ist die Maschine deutlich handlicher geworden. Bei Kilometer 36000 verabschiedete sich dann das Federbein. Austausch gegen eins von White Power mit Höhenverstellung. Damit ist das Ansprechverhalten sensibler als bei der Serie. Bei den Reifen bin ich beim Metzeler ME Z 1 kleben geblieben. Norbert Hesse, RietbergMein Moped ist eine YZF 750 R, Baujahr 1993, EG-Modell aus Dänemark, gekauft im Spätsommer letzen Jahres für 8300 Mark; derzeitiger Kilometerstand: 25000. Bei diesem Modell war die Paarung von Bremscheiben und -belägen unglücklich gewählt. Die Wirkung war sehr gut, doch die Scheiben verzogen sich auf Dauer. Mit SBS-Belägen tritt dieses Übel nicht auf. Die von mir montierten Stahlflex-Bremsleitungen von free xxx, für 135 Mark mit Gutachten von Götz, definieren den Druckpunkt wesentlich genauer. Zum Schutz des Federbeins habe ich an den Umlenkhebeln ein passend zurechtgeschnittenes Stück aus einer ISO-Matte mit Kabelbindern befestigt, so daß die Kolbenstange nicht mehr im Spritzwasser des hinteren Reifens liegt. Ohne viel Aufwand läßt sich der rechte an den linken Scheinwerfer anschließen. In Deutschland nicht legal, aber nachts immens hilfreich.Stefan Appelt, Essen Anmerkung der Redaktion: Parallel betriebene Doppel-Scheiwerfer lassen sich nach neuestem Recht per Einzelabnahme beim TÜV eintragen.

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