Lesererfahrungen MZ ETZ 250

Emme-Fahrer sind gegen Spott, nicht aber gegen jede Menge preiswerte Vorschläge für Verbesserungen ihres ostdeutschen Untersatzes resistent.

Meine ETZ 250, Baujahr 1983, kaufte ich 1996 mit unbekanntem Kilometerstand in optisch schlechtem Zustand ohne TÜV für 550 Mark. Zwei Wochen später war die Emme neu lackiert und durch den TÜV. Finanzieller Aufwand zirka 150 Mark für Lack, Batterie und neue Gabeldichtringe. Im ersten Jahr habe ich mit guten Tips des MZ-Stammtischs Lübeck einiges umgebaut. So wich die rostige Auspuffanlage einer aus VA, der mechanische Regler einem elektronischen, der Bilux-Reflektor einem H4-Teil, die nervige Kontakt- einer Kennfeldzündung von Newtronik und die Trommel im Vorderrad einer Scheibe mit Stahlflexleitung. Außerdem habe ich noch Gabelstabilisator und Lenkungsdämpfer angebaut. Finanzieller Aufwand: zirka 1000 Mark. Als ich den Motor wegen einer gebrochenen Schalthebel-Rückholfeder komplett zerlegen mußte, habe ich gleich sämtliche Lager gegen welche von SKF ausgetauscht und die Nase im Ansaugtrakt entfernt. Um Kolbenklemmer zu vermeiden, fahren von unserem Stammtisch alle mit Bio-Zweitaktöl von Castrol im Verhältnis 1: 150.Elke Janson, KrummesseDie MZ kaufte ich im Dezember 1984 neu für 2300 Mark bei Hein Gericke. Mittlerweile konnten 130 000 Kilometer abgespult werden. Qualitätsmängel bei Originalteilen traten hauptsächlich in Form vieler schnell verschleißender Gummi- und Kunststoffteileauf, wie zum Beispiel Fußrasten, Sitzbank, Handgriffe oder Bowdenzugkappen. Außerdem verursachten die schon dreimal gebrochenen Schalthebel-Rückholfedern einen zeitintensiven Reparaturaufwand. Bei 90000 Kilometern waren Kurbelwelle und neue Kolben fällig. Mit dem Kettenkasten hielten die Original-Simson-Ketten 15000, RK-Ketten aus dem Zubehör über 30000 Kilometer.Volker Döge, Karlsruhe Meine beiden ETZ 250, Baujahr 1986, nütze ich als Gespanne. Nach vier Jahren ETZ-Fahren mit 46000 Kilometern komme ich zum Schluß, daß es kaum ein besseres Preis/Leistungsverhältnis gibt. Folgende Verbesserungen und Umbauten kann ich weiterempfehlen: Hinterrad auf 15 Zoll (125-15) umrüsten, dadurch erhöht sich beim Gespannbetrieb die Lebensdauer des Pneus um ein Vielfaches; Hubraum auf 300 cm³ erhöhen, weil der Motor besser zieht, der Verbrauch aber sinkt; den BVF- Vergaser gegen einen von Bing austauschen, das verbessert die Leistungsentfaltung noch einmal.Alfred Heisinger, Reisbach

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