Lesererfahrungen KTM Duke 620

Dukefahren soll süchtig machen. Da fallen ein paar Startschwierigkeiten oder Schäden an der Lichtmaschine kaum ins Gewicht.

Der Gebrauchtkauf einer Duke erwies sich zunächst schwieriger als vermutet. Im Frühjahr 1996 wurde ich mit einer First Edition mit 2500 Kilometern fündig. Wohl kein anderes Motorrad, die Knieschleifer-Fraktion möge es mir verzeihen, läßt sich auf den engen Paß- und Landstraßen der Alpen so schnell und dennoch spielerisch bewegen. Das Fahrwerk begeistert mich mit hervorragendem Handling, der Motor quittiert jeden Dreh am Gasgriff mit vehementem Vortrieb. Der Remus-Endtopf ballert dazu sein Einzylinderlied, viel aufregender als der inzwischen hauseigene KTM-Topf. Heute zeigt der Tacho 8000 Kilometer. Der Verschleiß: drei Hinter-, zwei Vorderradreifen und ein Kettenkit. Für eine bessere Gasannahme im unteren Drehzahlbreich empfehle ich eine fettere Gemischeinstellung (180er Haupt- und 270er Nadeldüse in Verbindung mit einem leicht geöffneten Luftfilterkasten) und ein 16er statt des 17er Ritzels. Der hohe Seitenständer des 1994er Modells, mit dem der Duke zum Umfallen neigte, wurde ab 1995 verbessert.Peter Golsner, Adelsried1996 kaufte ich mir die zweite Version des Duke mit 1800 Kilometern. Hervorzuheben sind die guten Stopper, das superhandliche Fahrwerk und der brutal losmähende Motor, der allerdings sensibel auf längere Standzeiten regiert. Folgende Veränderungen habe ich vorgenommen: Benzinhahn von Yamha XT 350 eingebaut. So kann man den Vergaser leerlaufen lassen, ohne daß Benzin nachläuft. Gleichmäßigere Leistungsentfaltung durch 400 Gramm Gewicht auf dem Lichtmaschinen-Rotor.Michael Letz, Pinneberg Meine erste Duke 620, Modell 1995, kaufte ich Ende 1995. Während der Einfahrzeit wechselten mein Mann und ich uns ab, da begann es. Immer häufiger mußte ich ihn daran erinnern, seine Ducati zu fahren und nicht meine Duke. Im Sommer 1996 hatte ich soviel Vertrauen zu der Duke, daß ich ohne Bedenken eine Tour durch Süddeutschland machte. Mit meiner alten LC 4 hätte ich Niedersachsen nicht so ohne weiteres verlassen. Blöderweise habe ich mir 1996 das Handgelenk gebrochen und mußte drei Monate - sehr zur Freude meines Mannes - mit dem Dukefahren aussetzen. Der war danach richtig infiziert. 1997 muße deshalb eine zweites Exemplar her. Die 1995er Duke mußte neben dem normalen Straßenbetrieb auch Super-Moto-Rennen aushalten und hat jetzt 17 000 Kilometer ohne Probleme erreicht. Die Neue hat zwar ein paar Pfunde zugelegt, und die serienmäßige Bridgestone-Bereifung (BT 92) taugt nichts, aber der Motor geht saugut, und der E-Starter fördert die Bequemlichkeit. Die beste Bereifung für die Duke ist der Pirelli MT 60 R/RS, da er enormen Grip und einen breiten Grenzbereich hat, allerdings hält er nur 4000 Kilometer. Zur Gewichtserleichterung paßt von der LC 4 Supercompetition das Heck und der Schalldämpfer aus Aluminium oder ein leichter Edelstahldämpfer von FP.Gwenny Friedrich, Göttingen

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