Lesererfahrungen

Viel Lob, wenig Tadel erntet die Honda CBR 900 RR Fireblade bei den begeisterten Leserinnen und Leser. Und: Ohne die eine oder andere Modifikation geht wohl bei diesem Supersportler gar nichts.

Im Frühjahr 1995 erwarb ich eine leicht unfallbeschädigte CBR 900, Modell 1992, für 6000 Mark mit 17000 Kilometer. Gefahren wurde ausschließlich mit Metzeler ME Z1. WP-Gabelfedern und 7,5er Öl mit etwas höherem Füllstand und ein Öhlins-Federbein ließen die Rundenzeiten gleich deutlich purzeln. Als sehr positiv stellten sich Stahlfexleitungen und Beläge von Brembo heraus. Allerdings muß zur besseren Kühlung die Abdeckung des Bremssattels entfernt werden. Umlenkplatten besorgte ich bei Thurn-Motorsport, um die Handlichkeit und Schräglagenfreiheit zu verbessern.Christian Windmüller, BöbingenNach nun 11000 Kilometern - Isle of Man und Schweden - mit einer CBR 900 RR, Baujahr 1993, kann der Tenor nur lauten: einfach super!! Mit der serienmäßigen Bereifung (BT 50) bin ich weitgehend zufrieden, was Verschleiß und Handling angeht. Kommende Saison werde ich jedoch auf BT 56 umrüsten, von dem ich mir bessere Haftung erhoffe. Ansonsten wurde ein Factory-Düsenkit und eine Yoshimura RS 3-Auspuffanlage montiert. Abrundend wäre zu sagen, daß eine solche Maschine auch für Frauen zu empfehlen ist, die sportlich und flott unterwegs sein wollen, da die CBR wesentlich mehr Sicherheitsreserven (wie Bremsleistung, Schräglagenfreiheit und Stabilität) aufzuweisen hat als die »typischen« Frauenmotorrädern vom Schlage einer GS 500 E oder GPZ 500.Kerstin Koffner, BiebelnheimGekauft habe ich meine CBR (SC 28) im März 1995 als Grauimport mit offener Leistung. Ich habe mittlerweile rund 17000 Kilometer abgespult, und mein Fazit lautet kurz und knapp: Das Beste, was ich je gefahren bin! Zu bemängeln gibt es aber trotzdem ein paar Kleinigkeiten: Das hintere Federbein ist schutzlos jedem Dreck, der vom Hinterrad ausgewirbelt wird, ausgesetzt. Die Verkleidung beim Seitenständer wird regelmäßig durch Kettenfett-Gesabber versaut, egal wie sparsam gesprüht wurde. Die Lenkerstummel sind etwas ungünstig gekröpft, bei langen Bergab-Passagen schmerzen die Handgelenke wie Sau. Der Windschutz läßt auf der Autobahn zu wünschen übrig, aber schließlich habe ich einen Supersportler und keinen Tourendampfer.Drik Borchardt, KarlsruheDie Zulassung meiner ersten RR erfolgte im April 1992. Das Fahrzeug wurde entdrosselt und bis Ende 1995 knappe 40000 Kilometer mit eingetragenen 95 kW gefahren. Noch im Frühjahr 1992 wurden die Bremsbeläge im Rahmen einer Umrüstaktion durch Honda kostenlos ausgetauscht. Nach etwa 10000 Kilometern zeigte der Originaltopf Ermüdungserscheinungen, wobei sich der Dämpfereinsatz löste. Auf Garantie wurde ein Topf von L&W montiert, der deutlich sonorer, fast kernig klang und sich auch optisch sehr gut machte.Stephan Listing, IngolstadtHier meine Erfahrungen mit zwei Modellen SC 28, mit denen ich insgesamt 64000 Kilometer zurückgelegt habe: Anschaffungskosten neu, Verbrauch und Unterhalt vergleichsweise niedrig, Verarbeitungsstandard und Wiederverkaufswert dagegen hoch. Kaufentscheidend war für mich allerdings die aggressive, aber gleichzeitig sehr erotische Form und Sitzposition für Fahrer und Beifahrerin. Meine Fireblade Nummer zwei rollt vorn wie hinten auf White Power, Lenkkopf- und Schwingenlager von Emil Schwarz sowie Metzeler ME Z1.Thomas Speckenbach, Wuppertal (100 Mark-Tip)Der Fahrspaß mit der CBR 900 ist auch nach 67000 Kilometern bis auf bekannte »Problemchen« ungetrübt. Schon in der Einfahrphase erzürnte mich das hakelige Getriebe so manches mal, zeitweilig fuhr sich die CBR (zumindest beim Hochschalten) ohne Kupplung fast besser als mit. Als nach 22.000 Kilometern hinten und nach 35000 Kilometern vorn die Radlager das Zeitliche segneten, setzte ich komplett geschlossene DIN-Lager (vorn 2x6004, hinten 2x6204, 1x62.22) aus dem Fachhandel ein. Harald Hofmann, Rißtissen
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