Lesererfahrungen

Einmal richtig besohlt, erfährt das Reisemobil viel Lob. Nur die Schrauber maulen, weil sie sich ausgesperrt fühlen.

Als Fahrer einer Laverda 1000 3 CL entstand während der Reparatur des dritten Motorschadens der Wunsch nach einem zuverlässigen Zweitmotorrad. Also wurde im Juli 1995 eine gebrauchte GTS erstanden. Jetziger Kilometerstand 17000, bisher keine Reparaturen außer einer neuen Batterie. Das Thema Reifen und Handling war nach der ersten Inspektion erledigt, seitdem ist die GTS ein perfektes Reisemotorrad. Zur Kontrolle der Thermik wurde ein Ölthermometer montiert. Das Thema Kettenpflege ist nach Einbau eines Scott-Oilers passé, mein Bedarf an Schraubertips wird durch die Laverda gedeckt.Martin Goliasch, WeilheimIch gehöre zu dem kleinen Kreis der GTS-User. User, weil man mit dem Ding mit normalen Technikverstand und Selbstschrauben nicht weit kommt. Mal schnell unter die sechsteilige Verkleidung gucken - ha, ha; den Flüssigkeitsstand der hinteren Bremse kontrollieren - hi, hi. Die wirklich einmaligen Vorzüge der GTS liegen beim Fahren. Sturer Geradeauslauf, auch dann noch, wenn die Reifen abgefahren sind. Längsrillen und Fahrbahn-Markierungen - vergessen. Am Anfang machte die Einstellung des Kraftstoffgemischs mit Schieberuckeln Probleme. Die Firma Laaks in Gudensburg änderte die Einstellung, seitdem ist das Fahren auch unter voller Zuladung ein Hochgenuß. Dieses Jahr nach der Winterpause allerdings erschreckte mich das Versagen der hinteren Bremse. Ein Werkstattaufenthalt ergab: ABS-Pumpe kaputt. 4780 Mark netto. In der Pumpe waren die kleinen Steuerventile durch Feuchtigkeit in der Bremsflüssigkeit oxydiert. Yamaha übernahm die kompletten Kosten, allerdings mit der Empfehlung, die Bremsflüssigkeit zwei- bis dreimal im Jahr zu wechseln. Wenn man das über mehrere Jahre in der Werkstatt machen läßt, sind die Kosten für eine neue Pumpe bald wieder erreicht.Jörg Schmid, BaunatalIm Februar 1995 wurde mein Side-Bike MEGA COMETE mit der Zugmaschine GTS 1000 neu zugelassen. Die Entscheidung GTS oder FJ 1200 war allein optischer Natur. Uns gefiel die GTS am Beiwagen einfach besser. Durch den direkten Vergleich am Nürburgring beider Gespanne habe ich festgestellt, daß die Entscheidung zugunsten der GTS die richtige war. Inzwischen ist unser Gespann 30000 Kilometer gelaufen und hat uns noch nie im Stich gelassen. Stefan Crößmann, SchriesheimSeit März 1994 fahre ich eine GTS 1000 A und habe seither 40000 Kilometer ohne Ausfälle zurückgelegt. Flüssiges Fahren erlaubt die Dunlop D 202-Reifenpaarung. Motor, Bremsen, Sitzposition und Wetterschutz sind optimal. Fahrwerk: bester Geradeauslauf, allerdings etwas höhere Einlenkkraft auch bei 120er Vorderradreifen als bei einer Telegabel-Radführung. Ärgerlich: kein Kardan, zu kleiner, schlecht zu befüllender Tank, Rückspiegel zu kurze Ausleger, harte Sitzbank, fehlende Modellpflege. Der Mißerfolg hat viele Väter: die Achsschenkellenkung wird meist schon aus optischen Gründen abgelehnt. Falsche Originalreifenwahl und Preispolitik taten ein übriges.Ulrich André, Beckingen

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