Lesererfahrungen

Die Trident-Gilde schwärmt von der Zuverlässigkeit und guten Verarbeitung ihrer englischen Bikes. Auch das hohe Gewicht und eine gewöhnungsbedürftige Bremse stören die selbstbewußte Klientel wenig.

Meine Trident Sprint kaufte ich 1993 neu, heutige Laufleistung 58500 Kilometer. Nach 20 Jahren Yamaha entschied ich mich für die englische Marke, und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Die Zuladung wird immer ganz ausgenutzt (Sozia, Hepco und Becker-Koffer, Gepäckrolle und Tankrucksack). Trotzdem ist die Hebelei der hinteren Federbein-Umlenkung dank Schmiernippel und häufigem Gebrauch der Fettpresse noch völlig spielfrei und wie neu. Der Wechsel des ersten Kettenkits fiel erst nach 44 000 Kilometern an. Dank frühzeitiger Montage von BMW-Faltenbälgen habe ich an der Telegabel noch nie über Lecks klagen müssen. Als ratsam erachte ich die erste Ventilspiel-Kontrolle schon nach 1000 Kilometern statt wie vorgesehen erst nach 10000. Zwei defekte Benzinhähne mußte ich tauschen und einen Kabelbruch zum Zündschloß reparieren. Wegen des komplizierten Luftfiltertauschs empfehle ich einen K&N-Filtereinsatz, der langlebiger ist, allerdings eventuell größere Vergaserdüsen benötigt.Dieter Frank, KasselSeit Mai 1995 bin ich Besitzer einer neuen roten Sprint, vorher standen nur japanische Motorräder in meiner Garage. Auf bisher 27000 Kilometern habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Der Hinterradreifen (Bridgestone BT 54 R) hält durchschnittlich 9000 Kilometer, der vordere fast das Doppelte. In den zwei Jahren habe ich die Felgen hochglanzpolieren lassen, die hintere Fußrastenplatten der Daytona und eine BOS-Auspuffanlage montiert.Marius Rech, Sankt SebastianMeine Trident kaufte ich 1992 neu, einzige Umrüstung war die vordere Daytona- Bremsanlage, weil mir das Original zu schwach erschien. Kinderkrankheiten wie undichte Zünkerzenstecker, ein durchschlagendes Federbein und rostende Auspufftöpfe wurden auf Garantie behoben. Anfänglich leichte Vibrationen bei 3000/min steigerten sich zunehmend und führten zum Austausch der kompletten Kupplung. Nach 50000 Kilometern waren dann die Radlager, die Gleitbuchsen der Telegabel und der Starterfreilauf fällig. Bei dieser Gelegenheit wechselte ich gleich das Zwischenrad zum Starter mit, jetzt springt der Motor spontaner an, auch bei Temperaturen um null Grad. Bei Kilometerstand 70000 verklemmte ich versehentlich den O-Ring des Ölfilters, der fällige Motorschaden und die anschließende Demontage gab mir reichlich Gelegenheit, die robuste Auslegung des Triebwerks zu bewundern. Getriebe, Kolben und Zylinder-Laufbahn sahen aus wie neu, nur die Pleuellager waren hinüber und die Kurbelwelle eingelaufen. Jetzt fahre ich mit einem gebrauchten Trophy-Motor. Wirklich ärgerlich sind nur die deutlich gestiegenen Ersatzteil-Preise; die Kosten für einen Satz Bremsbeläge vorn steigerten sich von 130 auf 220 Mark. Insgesamt bin ich aber zufrieden, da die Qualität deutlich besser als bei meinen bisherigen Japanern ist.Josef Astner, StuttgartSeit gut zwei Jahren besitze ich eine Trident 900, Baujahr 1992, Kilometerstand 31000, davon 11000 selbst gefahren. Um die Vorderradbremse kostengünstig zu verbessern, habe ich Stahlflex-Leitungen montiert, dann wurden Beläge von Polo eingesetzt (etwas dicker, damit wandert der Druckpunkt mehr vom Gasgriff weg). Ferner montierte ich noch einen Zubehörhebel (von Louis, verstellbar für Kawasaki ZX 10). Ergebnis: deutlicherer Druckpunkt mit geringerem Hebelweg, Kosten 240 Mark. Die hintere Rastenposition wurde durch eine Verlängerung zirka acht Zentimeter nach vorn und mehr als fünf Zentimeter nach unten plaziert, die Rasten vorn um drei Zentimeter nach unten versetzt. Ergebnis: sowohl für meine Frau und mich deutlich angenehmerer Beinwinkel - Kosten 170 Mark. Wichtig sind die Standrohrschützer von Triumph als Zubehör, damit werden die Simmeringe der Telegabel entscheidend geschont, Kosten 25 Mark. Obendrein Anbau einer HG-Cockpit-Verkleidung, sehr einfacher An- und Abbau, da Befestigung nur durch die Schrauben für den Scheinwerfer, Kosten 100 Mark. Die Entlastung ist bei Autobahnfahrten bis 160/kmh angenehm. Der Einbau der Ölsteigleitung des 94er Modells ist ratsam, da die Leitung (1992) keine Stahlummantelung besitzt. Bei mir riß die Gummiverbindung schon durch leichtes Verdrehen.Manfred Heckt, HamburgMeine Trident kaufte ich im Februar 1996 neu. Die Maschine ist bis jetzt ( 19000 Kilometer ) sehr zuverlässig. Einziger Defekt: eine gebrochene Tachowelle. Statt des teuren Originals kann man aus dem Zubehör auch die Welle für die Honda VT 600 nehmen (zirka 20 Mark), sie ist mit dem Original identisch. Etliche durchgebrannte Lampen in der Cockpitbeleuchtung. Abhilfe: Man nimmt Lampen mit höherer Wattzahl und läßt das Licht beim Starten aus.Matthisa Buthmann, Techau

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