Lesererfahrungen

Der kernige Antritt des Einzylinders hat es den Besitzern angetan. Kleine Macken, wie ein spinnender Unterbrecher-Schalter oder größerer Öldurst, werden gern verschmerzt. Reisende soll man nicht aufhalten.

Meine erste Tengai kaufte ich im Februar 1992 neu in der Kiste und baute sie selbst zusammen. Mitte Juli wechselte sie auf einer Englandreise unfreiwillig über Nacht den Besitzer. Die zweite, 1993 gebraucht gekaufte hatte 12 000 Kilometer auf dem Buckel. Die Bereifung wurde für eine Schottertour in Italien und Frankreich auf Michelin T 61/63 umgestellt. Sie hatte im Gelände passable Haftung, auf der Straße allerdings war das Profil nach 3000 Kilometern hinüber. Als Allrounder entpuppte sich der Metzeler Enduro 3, Laufleistung etwa 6500 Kilometer. Die zweite Tengai hatte einen selbstgebauten Alu-Motorschutz und einen Sebring-Endtopf, mit dem der Motor obenraus freier drehte. Motorseitig hatte ich keinerlei Probleme, außer nach längerer Standzeit beim Starten.Werner Sailer, EichstegenIch habe meine KLR 650 in der US-Ausführung 1991 mit 48 000 Kilometern gekauft und sowohl mit 27 und 48 PS gefahren. Gleichmäßige Leistungsentfaltung. Startverhalten immer gut. Motor: hohe Laufleistung (Überholung bei 85 000, zuletzt bei 115 000 Kilometern). Auspuff: noch der erste, zwitschert allerdings nicht nur bei meiner KLR wie ein Vogelschwarm. Einziges Ärgernis: Wackelkontakt des Killschalters an Kupplung und Seitenständer. Abhilfe: kurzschließen. Beim Kupplungsschalter hilft kurzfristig das Zerlegen. Nach ständig abnehmender Ladeleistung ist die Lichtmaschine vollständig ausgefallen. Darauf habe ich mir eine gut erhaltene KLR 650 A mit deutlich geringerem Kilometerstand zugelegt.Frank Renner, FrankfurtDie Tengai war Liebe auf den ersten Blick. Noch bevor ich meinen Führerschein erworben hatte, (Oktober 1994), machte ich mich auf die Suche nach ihr. Eine Woche später stand mein Traummotorrad, Baujahr 1992, aus erster Hand, 5200 Kilometer gelaufen und extra für mich auf 27 PS gedrosselt, in meiner Garage. Mittlerweile sind 48 000 Kilometer auf dem Tacho . Mit Metzeler Enduro 4 läßt das Fahrwerk kaum Wünsche offen, allerdings ist das Federbein im Soziusbetrieb selbst bei härtester Einstellung eindeutig überlastet. Entweder geht die Feder auf Block, oder die Maschine setzt mit dem zusätzlich montierten Hauptständer auf. In den zweieinhalb Jahren hatte ich keine größeren Probleme. Lästig ist allerdings, daß der Sicherheitsschalter des Seitenständers immer wieder Ärger macht. Der Scheinwerfer ist nur eine trübe Funzel, und viele Schrauben sind minderwertig und nach kurzer Zeit vermurkst.Uwe Würtz, BurscheidMeine Tengai habe ich 1994 mit 12 000 Kilometern gekauft. Heute sind es 36 500. Bis auf einen Wackelkontakt im Killschalter gab es bisher keine technischen Probleme. Die Originalreifen Dunlop Trailmax habe ich durch Metzeler Enduro 1 vorn und 2 hinten ersetzt. Damit erreiche ich eine etwa 40prozentig höhere Laufleistung. Mit zwei Personen und Gepäck stößt das Fahrwerk schnell an seine Grenzen. Die Gabel wird schwammig und das Hinterrad schlägt häufig mal durch. Die schmale und kurze Sitzbank zwingt häufig zu Pausen. Der Motor gibt unter 3000 Touren nur unter wildem Protest Leistung ab. Richtig Schub hat er erst ab 5500/min. Bei längerer Autobahnfahrt macht sich Ölkonsum bemerkbar.Steffen Krauth, Inzlingen Nach 5 000 Kilometern war der Simmerring am Getriebeausgang undicht. Bei 16 000 Kilometern wurde das total weiche Federbein gegen Kulanz (250 Mark) ausgetauscht, bei 28500 Kilometern habe ich dann für 160 Mark eine White Power-Feder einsetzen lassen. Damit bin ich bis jetzt (39 000 Kilometer) sehr zufrieden. Positiv ist die Reichweite des 23-Liter-Tanks, der allerdings kaum leerzufahren ist, weil eine Verbindung der beiden Tankhälften fehlt.Stefan Wagner, KarlsruheMit meiner Tengai, 1996 mit 16 000 Kilometern gekauft, habe ich jetzt fast problemlos 38 600 Kilometer erreicht. Ich bezahlte 5400 Mark dafür, eine Inspektion, neue Reifen, Bremsbeläge und frischer Kettenkit inklusive. Des weiteren spendierte ich ihr sicherheitshalber einen Kickstarter, da ich täglich auch im Winter bei jeder Temperatur zur Schule fahre und batterieunabhängig sein wollte. Der Kickstarter der KLR 600/KLX 650 paßt ohne Änderungen. Die Nachrüstung war spätestens dann sinnvoll, als der Anlasserschalter seinen Geist aufgab. Ein Ersatz kostet saftige 189 Mark.Olav Otto, Buchholz

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