Lesererfahrungen

Über Schäden an Motor oder Fahrwerk machen sich VS 800-Treiber zu recht kaum Sorgen. Eher darum, wie sie den Sound verbessern oder die Füße weiter vorn lagern können.

Seit Anfang des Jahres bin ich stolze Besitzerin einer VS 800 Intruder. Mit dieser Anschaffung erfüllte ich mir einen langgehegten Traum, denn ich war von der eleganten, schnörkellosen Optik dieses Bikes fasziniert. Durch den langen Radstand und das 21er Vorderrad hat sie einen unbeirrbaren Geradeauslauf, nur in den Kurven ist sie leider etwas wackelig auf den Beinen. Aber das ist reine Gewöhnungssache. Es ist eben größtenteils gemütliches Fahren angesagt. Ich liebe ihren kräftigen, durchzugsstarken Motor. Was allerdings stört, ist der kleine Tank. Damit komme ich gerade mal gut 160 Kilometer weit, bis ich auf Reserve umschalten muss.Nadine Auer, LübeckVor sechs Jahren suchte ich ein Motorrad, das einen drehmomentstarken Motor, Kardanwelle und eine Option zum Umbauen besitzt. Da die 1400er für die Haushaltkasse zu teuer war, kaufte ich 1993 eine VS 800. Bis jetzt habe ich damit 20 000 Kilometer unter die Räder genommen. Inspektionen und Ölwechsel sowie Einstellarbeiten lassen sich mit etwas Geschick selbst erledigen. Pannen oder Schäden: Fehlanzeige. Das Fahrwerk hat im Grunde nur eine Aufgabe: alle Teile am richtigen Platz zu halten. Damit man auch hört, wie der Motor arbeitet, sollte man sich um eine klangvolle Auspuffanlage kümmern. Die Sitzposition lässt sich dank einer Sitzbank von Gericke noch um ein paar Zentimeter absenken. Damit man sich als ausgewachsener Germane nicht unfreiwillig die Ohren mit den Knien zuhält, ist es angebracht, eine vorverlegte Fußrastenanlage zu montieren. An der VS 800 ist der Begriff Plastik ein Fremdwort, das heißt, man kann fast alle Teile verchromen lassen. Wem der original montierte hohe Lenker wie mir nicht zusagt, sollte den flachen Lenker mit Kabelinnenführung samt den dazugehörenden Risern beim Suzuki-Händler kaufen. Mein Eindruck: So fährt sich wesentlich besser.Jens Mayer, Nebra Schon nach 5000 Kilometern musste der Wellendichtring der Kardanwelle erneuert werden. Nach dem Bruch der Tachowelle wurde sie ausgetauscht, was der Händler als Verschleiß ansah, ich musste zahlen. Außer Sissi-Bar und Packtaschen habe ich der Trude eine Gabelbrücke von Kern verpasst, worauf das Zittern in der Lenkpartie unterblieb.Frank Gerber, Gelsenkirchen

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote