Lesererfahrungen

Wo BMW draufsteht, sollte auch ein Kardan dran sein, davon sind fast alle F 650-Besitzer überzeugt. Ansonsten aber herrscht nach Überstehen der Kinderkrankheiten fast einstimmig Zufriedenheit.

Meine F 650 kaufte ich 1993 neu. Der Single litt an zahlreichen Kinderkrankheiten. Bis zum Kilometerstand 13 000 mußte der Bock wegen eines undichten Öleinfüllstutzens, einer gelängten Steuerkette und einer undichten Wasserpumpe in die Werkstatt. Bei 17 700 Kilometern war dann endgültig Feierabend - der Motor streikte nun vollends. Ursache: verschlissene Auslaßventile. Die Reparaturkosten wurden von BMW zum größten Teil auf Kulanz übernommen. Nach der Kur war die Maschine nicht wiederzuerkennen. Sie sprang willig an und der vorher so zähe und lustlose Eintopf war nun spritzig, stark und scharf auf Drehzahlen. Bis heute sind 54 400 Kilometer ohne weitere Schäden abgespult. Allerdings ist in absehbarer Zeit eine neue Kupplung fällig, sie rutscht im fünften Gang beim Beschleunigen durch. Vor etwa 20 000 Kilometern erhielt der Motor einen Regina-Gold-Kettenkit und einen Scottoiler verpaßt. Er wurde neben dem Seitenkofferträger innen montiert. Nicht optimal, da ich ihn zum Schutz vor Spritzwasser in Folie verpacken mußte. Die Wirkung jedoch ist enorm. Die Maschine kommt mit einer Tankfüllung mehr als 30 Kilometer weiter, und das Kettenpeitschen im unteren Drehzahlbereich ist spürbar zurückgegangen. Die Kette ist immer sauber und zeigt samt Ritzel nach fast 20 000 Kilometern fast keinen Verschleiß. Ich frage mich, wieso BMW keinen ordentlichen Kettenschutz oder einen Zahnriemen verwendet. Sascha Flecken, ZülpichVon wegen italienisch. Meine F 650 ist prima. Ich habe sie 1996 mit 5300 Kilometern gekauft. Die 34 PS sind für mich als Anfängerin spritzig genug, und während der 8000 Kilometer hat mich die F 650 noch nie im Stich gelassen. Viel kleiner als 1,75 Meter sollte allerdings die Fahrerin der Serienversion nicht sein. Die einzige Reparatur bisher: ein defekter Hauptbremszylinder hinten. Laut Werkstatt übrigens kein Einzelfall.Tanja Tiedemann, MünchenNeukauf im März 1994 aufgrund der guten Testergebnisse und der allgemeinen Akzeptanz als BMW. Auf mehr als 44 000 Kilometern zwei Ausfälle durch Batteriedefekt und einen Kettenriß. Auf Garantie gab es einen Spiegel, eine Bremsscheibe vorn, den Bremslichtschalter und eine Zylinderkopf-Dichtung. Weiterer Verschleiß: Bremsbeläge hinten zwei-, vorne einmal, Auspuffdichtung, zweiter Kettensatz, Lenkkopflager, Kühlwasserschlauch, Tacho- und Drehzahlmesserwelle. Seit etwa 5000 Kilometern haben Drehzahlmesser und Öltemperaturanzeige volle Autonomie in der Beleuchtungsfrage und schalten sich unabhängig voneinander zu und ab. Besser als die japanische Kon kurrenz ist die BMW auch nicht.Ralph Schönfelder, DitzingenMit der F 650, die ich mir im März 1994 zulegte, habe ich das gesuchte Gebrauchsmotorrad gefunden. Die anfangs montierten Pirellis waren zwar bei Nässe gutmütiger als die Michelin T 66, hatten aber nur etwa die Hälfte der Lebensdauer. Außer einer undichten Zylinderkopfdichtung bei 8000 Kilometern auf Garantie hatte ich bis heute (23 000 Kilometer) noch keine außergewöhnlichen Reparaturen. Ein Ärgernis ist das nervige Rucken bis 3000/min. Weil bei Regenfahrten und schmutziger Fahrbahn viel Spritzwasser nach oben auf den Öl- und Benzintank geschleudert wird, ist es sinnvoll, das Schutzblech am Vorderrad mit einem zugeschnittenen Pkw-Spritzschutz zu verlängern. .Peter Höflich, GroßostheimMeine F 650 fahre ich seit Oktober 1995, Probleme hatte ich bis dato keine. Mittlerweile sind es 10 000 Kilometer, hauptsächlich bei Urlaubsfahrten nach Korsika, Sardinien, Holland gesammelt. Folgendes habe ich ergänzt: Sturzbügel von Hepco & Becker, Handprotektoren von Acerbis, sehr nützlich bei Regen für nahezu trockene Hände. Ferner eine hohe Scheibe von Five Stars. Bei meiner Körpergröße von 1,66 Meter sehr nützlich und auch die ansehnlichste im ganzen Sortiment. Ab Modell 1997 ist sie ja serienmäßig dran. Tieferlegung vom BMW-Händler um zirka vier Zentimeter; der Fahrkomfort bleibt erhalten, allerdings setzt der serienmäßige Hauptständer speziell bei Paßfahrten am Boden auf. Als ärgerlich erweist sich, daß der Seitenständer automatisch wegklappt. Deshalb fällt es mir schwer, mit dicker Gepäckrolle hintendrauf vom Bike abzusteigen. BMW hat für das Modell 1997 auf das automatische Wegklappen verzichtet - also Manko behoben.Anja Speth, Langenargen

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