Lesererfahrungen

Techniktips, um die Lebensdauer der Shadow zu steigern, interessiert die Honda VT 600-Bummler weniger. Aber umbauen, davon können sie nicht genug kriegen.

Im März 1995 erwarb ich eine neue offene Honda VT 600 C. Grund zum Kauf war die Optik und die niedrige Sitzhöhe, da ich nur 1,62 Meter groß bin. Als Zubehör spendierte ich ihr einen elektronischen Drehzahlmesser, Sturzbügel und einen Öltemperatur-Anzeiger. Bei der Erstinspektion ließ ich einen Scott-Oiler anbauen. Er arbeitet sehr effektiv und ist sparsam im Verbrauch, das lästige Kettenfetten entfällt. Der Behälter wurde erst bei zirka 7000 Kilometern neu aufgefüllt. Bis heute hat die Shadow 10 200 Kilometer auf dem Tacho. Der Motor läuft seidenweich, knapp über Leerlaufdrehzahl nimmt er sauber Gas an. Der Durchzug ab 50 km/h im letzten Gang könnte besser sein. Der Geradeauslauf ist prima, an das kippelige Verhalten in langsam gefahrenen Kurven habe ich mich gewöhnt. Bei schlechten Wegstrecken schlägt das Fahrwerk unangenehm durch. Kurze Touren mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h machen durchaus Spaß. Längere Etappen oder gar Autobahnfahrten sind sehr anstrengend und strapazieren auf Dauer die Hals- und Nackenmuskulatur. Die choppermäßige Sitzhaltung fordert ihren Tribut, der Steiß schmerzt.Angelika Brunken, BremenMeine VT 600 C kaufte ich nach langem Vergleich und Testfahrten im Oktober 1993. Mittlerweile zeigt der Tacho 30 200 Kilometer an. Der 39-PS-Motor arbeitet ohne jegliche Probleme. Trotz des akzeptablen Verbrauchs zwischen 4,5 und 6,5 Litern sorgte der zu kleine Tank schon häufiger für unfreiwillige Spaziergänge neben der Autobahn. Im Herbst 1994 entdeckte ich dann am Heck Risse im Kunststoff, die wohl von den nicht ganz paßgenauen Kofferträgern herrühren. So entstand mein Entschluß, die ganze Maschine umzubauen, um sie optisch interessanter zu gestalten. Neben einem neuen Heckteil bekam sie einen 24-Liter-Tank, der nun auch 400 Kilometeretappen ohne Pause möglich macht. Obendrein wurde ein Drag-Bar-Lenker montiert, der zusammen mit Seeger-Fußrasten auch auf langen Touren für eine angenehme Sitzposition sorgt. Das zu weiche Federbein tauschte ich gegen ein härteres aus, wodurch die Maschine auch zirka sechs Zentimeter tiefergelegt wurde, was der Optik sehr zuträglich war. Bei den vorderen Bremsbelägen habe ich die Erfahrung gemacht, daß es sich durchaus rentiert, ein paar Mark mehr für die Originalbeläge zu investieren.Thomas Witte, AbstattMeine VT 600 erwarb ich 1993 gebraucht mit 3500 Kilometern für 10 000 Mark. Im Laufe der Zeit baute ich die Maschine nach meinen Bedürfnissen um. Vorverlegte Fußrasten von Fischer, Tieferlegung von HM, Harley-Tank,Hypercharger-Luftfilter, seitliches Kennzeichen, Porker-Pipes-Auspuff und vieles andere im Eigenbau. Jetzt habe ich 278 000 Kilometer auf dem Tacho. Mein Gebrauchttip: Nur bis Baujahr 1995 kaufen, das Fünfganggetriebe ab 1996 ist überflüssig.Stefan Sauer, HannoverGekauft habe ich mir meine Shadow, Baujahr 1991, im Oktober 1993 mit 12 200 Kilometern. Folgende Verschleißteile wurden bisher ( 34 300 Kilometer) ausgewechselt: Kettenkit (Regina-Gold, O-Ring) bei 20 000 , neue Reifen bei 26 000 Kilometern (Dunlop F 24 vorn und K555 hinten), außerdem Ventile einstellen bei Tachostand 29 400. Natürlich wurden auch Veränderungen vorgenommen: Custom-Streetbar-Lenker sowie Minispiegel und Aufpolstern der Sitzbank, Auspufftüten HD-Style von AME, Tacho seitlich verlegt, Tieferlegung von HM, Heckumbau mit Eigenbau-Nummerschild-Halterung. Insgesamt unproblematisches Fahrverhalten, bei schnellerer Kurvenfahrt etwas schwerfällig, Motorleistung bei Paßfahrten mit Urlaubsgepäck eher zu knapp, schlechtes Kaltstartverhalten, Vorderradgabel zu weich (Gabelöl SAE 40 schafft Abhilfe), Chromqualität gut. In drei Jahren keinerlei Ausfälle, super.Stefan Herzog, Weidenbach

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