Lesererfahrungen

Nur in Ausnahmefällen bringen deutliche Schwächen bei Getriebe und Einspritzung die Meinung der BMW R 1100 RS-Fahrer ins Wanken, auf der besten aller mögliche Maschinen zu fahren.

Meine BMW R 1100 RS erwarb ich im August 1993 gebraucht mit 11500 Kilometern für 18500 Mark. Ausschlaggebend für den Kauf war das geniale Fahrwerk, das Ergonomie-Paket (ich bin über zwei Meter groß), der wartungsarme Kardan und natürlich das ABS. In der Zwischenzeit hat die Maschine gut 55000 Kilometer auf dem Tacho, und meine anfängliche Begeisterung ist Ernüchterung gewichen. Folgende Ärgernisse und Schäden traten auf: ein klapperndes Getriebe, das auf Garantie gewechselt wurde. Eine Besserung war nur für zirka acht Wochen zu bemerken. Ein im kalten Zustand schwer schaltbares Getriebe, eine Rückrufaktion zum Austausch des Lenkers, bei dieser Gelegenheit wurden noch einige weitere potentielle Mängel überprüft. Bei 41500 Kilometern brach ein Ventil-Federteller im Zylinderkopf rechts mit dem Effekt, daß Kopf, Kolben, Ventile, Nockenwelle und einiges mehr erneuert werden mußte. Alles in allem ein Schaden von gut 2300 Mark, von dem ich nach einer Kulanzregelung noch fast 1000 Mark selbst tragen mußte. Weitere Mankos: wandernder Druckpunkt der Vorderradbremse und ein Leistungsloch bei 6000/min. Ich habe den Eindruck, daß man im Hause BMW die Vorserien-Versuche den Kunden übertragen hat.André Matthiä, TangendorfBei Kilometerstand 8600 Umbau auf Superbike-Lenker bei der Firma Fallert. Vorteil: aufrechtere Sitzposition, besserer Kontakt zur Sozia, die Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich sind verschwunden. Bei Tachostand 11800 Wechsel der Erstbereifung Bridgestone BT 50 auf Metzeler ME 1 Front und ME Z2. Fazit: schlechter Geradeauslauf. Bei 18200 Kilometern Tachowelle gebrochen, bei 25600 Reifenwechsel wieder auf Bridgestone BT 50. Bei Fallert 40 Millimeter höhere Lenkerhalter einbauen lassen, ferner von der Firma Wüdo Streamline-Verkleidungsscheibe montiert - besserer Windschutz für Fahrer und Sozia. Bei Kilometer 40000 im Rahmen der Inspektion Zylinderkopf-Dichtung rechts wechseln lassen. Bei Kilometer 41000 erneut Bruch der Tachowelle. Nach zwei Jahren Fahrzeit kann ich nur sagen, daß ich den Kauf nicht bereut habe.Dieter Keipinger, WaldgassenMeine R 1100 RS, Baujahr 1994, habe ich 1995 mit einem Kilometerstand von 3800 Kilometern relativ günstig erworben. Inzwischen steht der Kilometerzähler bei 38000. Beim Kundendienst wurden die Lenkerstummel im Rahmen der Rückrufaktion getauscht, bei 17000 Kilometern war der Stoßdämpfer undicht. Nach 25000 Kilometern brauchte ich eine neue Tachowelle und neue Gaszüge. Bei Kilometerstand 30000 waren die Bremsbeläge fällig. Außer diesen paar Kleinigkeiten bin ich mit der RS absolut glücklich. Das Fahrwerk ist einfach ein Traum, der Motor hat für mich die passende Leistung und mich vor allem noch nie im Stich gelassen. Ich fahre auch im Winter täglich 80 Kilometer zur Arbeit. Das Ergonomie-Paket ist eine tolle Sache, damit muß ich mich nicht wie bei anderen Maschinen auf Herstellermaße verbiegen. Wind- und Wetterschutz ist gut, vor allem die verstellbare Scheibe schätze ich. Das Koffersystem ist auch spitze, nur das Topcase ist ein Witz.Thomas Geißler, AltdorfIm Juli 1993 habe ich mir eine neue RS mit ABS und Kat zugelegt. Seither bin ich gut 50000 Kilometer gefahren. Gleich zu Beginn streikte die Tankanzeige im Fahrer-Informations-Display. Die besten Erfahrungen habe ich mit Metzeler ME Z1/Z2 gemacht. Der Hinterradreifen hält zirka 12000, der vordere muß bereits nach ungefähr 6000 Kilometern gewechselt werden. Die Koffer sind auch bei sintflutartigem Regen absolut wasserdicht. Verbessern sollte BMW aber das Getriebe, das beim Schalten immer lautstark auf sich aufmerksam macht.Volker Öhrlich, Bondorf Das Los hat entschieden: Die 100 Mark erhält Jürgen Stork aus Bonn

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