Lesererfahrungen

GPX-600-Fahrer loben die Solidität ihres Bikes, meckern über die nervende Warmlaufphase und bedauern, daß ein Sozius keinen Gefallen auf der Kawa findet.

Zu meinem Geburtstag 1998 stand meine Kawasaki GPX 600 R nagelneu vor der Haustür. In der ersten Saison brachte ich es auf 4000 Kilometer. Für meine Größe (174 Zentimeter) ist die Sitzposition zu tief, die Knie deshalb zu stark angewinkelt. Immer wieder nervend sind die Kaltstarts, viel Geduld und Ohrenstöpsel für die Drehzahlorgien sind vonnöten. Unbedingte Empfehlung: eine Tourenscheibe (MRA), die für den Oberkörper spürbar Druckentlastung bringt. Die Kawa ist eine unkomplizierte Alltagsmaschine, die mit ihrem guten Handling auch für Frauen sehr geeignet ist.Monja Beck, EisingenMeine GPX, Baujahr 1988, kaufte ich 1992 mit 12 000 Kilometern für 5400 Mark. Die Maschine wirkte fast neu. Umrüstung: Stahlflex-Bremsleitungen und Metzeler-Pneus. Alle Wartungsarbeiten führe ich selbst aus, ausschließlich mit Originalersatzteilen. Derzeitiger Kilometerstand: 58 000 Kilometer. Was ich an der Maschine zu bemängeln habe, sind ein saumäßiger Kaltstart und sehr teure Ersatzteile.Günter Teeuwen, KorschenbroichDie erste GPX kaufte ich 1989 auf 27 PS gedrosselt, neu. Sie reagierte sehr empfindlich mit Lenkerschlagen auf schwere Beladung im Heckbereich. Nach 25000 Kilometern wurde der Motor auf 85 PS entdrosselt, später wurden die Kupplungsbeläge erneuert und stärkere Federn montiert. Bei 39000 kam es zu einem kapitalen Getriebeschaden. Die Serienbereifung (Dunlop) tauschte ich gegen Metzeler ME 33/ME 1. Deren Haftung war enorm. Der Verschleiß und der Preis des Hinterradreifens allerdings auch ( 4000 Kilometer). Weiterer Verschleiß: defekter Bremszylinder vorn, undichte Vergasermembran. Bei 50 000 Kilometern wurden verschlissene Bremsscheiben vorn festgestellt. Danach 1992 Totalschaden an einer Leitplanke. 1996 kam eine neue GPX her. Das Fahrwerk erwies sich leider um Welten schlechter als das alte. Die Gabel war viel zu weich, und auch für das hintere Federbein konnte ich keine akzeptable Einstellung finden. Mit einem Superbike-Lenker (Spiegler) war das Lenkerschlagen mit Gepäck vollkommen verschwunden. Frank Remes, Mönchengladbach

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