Lesererfahrungen

Die NX 250-Clique gibt sich zufrieden: mit der Sitzhöhe, der Handlichkeit und der prima Qualität. Manko: wenig Leistung und Startschwierigkeiten nach längerer Standzeit.

Schon vor meiner Führerscheinprüfung bin ich beim Händler um eine NX 250 herumgeschlichen. Eine Enduro, bei der ich mit meinen 1,60 Metern Körpergröße mit beiden Fußspitzen gleichzeitig Bodenkontakt habe. Jahre später, im Herbst 1997, habe ich dann doch eine gekauft: Baujahr 1989, 26 PS und mit nur 5000 Kilometern zu einem günstigen Preis. Ich wollte sie nur ein paar Monate behalten. Dann kam doch ein Topcase drauf und fertig war das optimale Zweitmotorrad für die tägliche Fahrt ins Büro.Brigitte Bollschweiler, LeonbergDa ich leider nur 1,50 Meter groß bin, versuchte ich meine ersten Fahrkünste mit zwei Choppern. Doch mit der Handlichkeit war ich nicht zufrieden. Ich suchte etwas in der Art der XT 500 meines Mannes, nur ohne Kickprobleme. Wir kauften dann eine graue NX mit 26 PS. Änderungen, um sie noch niedriger zu machen: zwei kürzere Gabelfedern, längere Umlenkhebel für das Federbein, kürzerer Seitenständer und die Sitzbank abgepolstert. Mit einem zusätzlich gefertigten Gepäckträger für ein Givi-Topcase konnte es nun losgehen. Fazit: Während zirka 30 000 Kilometern hat sie mich nie ernsthaft im Stich gelassen.Inge Schwarzenböck, PollingVon meiner kleinen Maschine bin ich restlos begeistert. Ich fahre im Jahr gut 10 000 Kilometer und hatte noch nie eine Panne. Danach war ein neuer Hinterradreifen fällig. Da bin ich auf Bridgestone umgestiegen, er erscheint mir nicht so weich wie der Michelin. Bei 33 000 Kilometern wurde auch der Vorderradreifen gewechselt sowie Ritzel und Kette. Mit Topcase wird die Maschine durchaus tourentauglich, und bis 500 Kilometer am Tag ist die Sitzbank akezeptabel. Ein kleines Problem sind die 17 PS über Land. Einen Lastzug kann man nur mit Gottes Hilfe und Rückenwind überholen.Eva Maria Schneckenpointner, PettingInzwischen sind zwei NX 250, beide Jahrgang 1988, zirka 100 000 Kilometer gelaufen. Mein Logbuch zählt: zwölf Hinterrad-, sechs Vorderrad-reifen, vier Ketten-Kits und drei CDI-Boxen (je 350 Mark). Nicht gezählt: Spiegel und Kupplungshebel durch Umfaller wegen des Seitenständers. Aber: keine Kupplungs-, Gas- oder Chokezüge gerissen, keine Speichen lose oder Felgen verbogen trotz einiger Gelände-Einsätze. Kein Rost, auch nicht am Schalldämpfer. In zehn Jahren war ich dank des guten Werkstatthandbuchs nur zweimal in der Werkstatt. Alles andere wurde in Heimarbeit bewerkstelligt. Ölwechsel einmal im Jahr im Herbst. Ärgerlich: die Schraubverbindungren der Verkleidung. Improvisation, Pattex und Tesa sind gefragt.Hein Krings, Fröndenberg

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