Bis 5000 Euro / 5000 bis 8000 Euro / über 8000 Euro Motorräder als Wertanlage aus drei Preiskategorien

Gold und Silber - lieb' ich sehr, doch mein Moped noch viel mehr. Und vielleicht taugt es ja ­ sogar genauso gut als Wertanlage.

Foto: MRD, Künstle

Gold und Silber

Sie frisst kein Brot, steht warm und trocken – die kann noch jahrelang da ­ parken." Eine häufig gehörte Begründung ­ für die Verweigerung weiterer Preisverhandlungen. Und wer ein echtes Schätzchen in der Garage hütet, hat automatisch die bessere Position, wenn es denn tatsächlich mal ans Verkaufen geht.

Interessenten sind in diesem Fall meist Enthusiasten, die oft schon länger nach einem ­ gut erhaltenen Exemplar suchen, und sie sind häufig bereit, nahezu jeden Preis zu zahlen. Guter, am besten originaler Zustand vorausgesetzt, kann der Wertzuwachs eines Liebhaberstücks zumindest locker die Sparkonto-Zinsen toppen. Aber wann lohnt der Gebrauchtkauf eines Schätzchens mit erwarteter Wertsteigerung, wie erkennt man das richtige Bike und den richtigen Zeitpunkt? Wenn die Antwort einfach wäre, würde es ja jeder machen.

Als Anhaltspunkt gilt: Das Bike sollte den Sprung vom selten gewordenen Gebrauchsmotorrad zum gesuchten Liebhaberstück geschafft haben oder demnächst schaffen. Dann heißt es, sich flott ein gutes, günstiges Exemplar sichern und warten. Mit Aktien funktioniert es im Grunde nicht anders, nur macht es deutlich weniger Spaß, abends in der Garage um bedruckte Papierfetzen zu schleichen.

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Foto: MRD

Das Bike als Wertanlage

Das Banale zuerst: Eine Bandit, wie sie tausendfach durch die Gegend fährt, taugt natürlich kaum als Wertanlage. Eine gewisse Exklusivität muss schon gewährleistet sein, die meist mit geringer Stückzahl der überhaupt gebauten Modelle einhergeht.

Wenn von vornherein nur eine limitierte Serie geplant war und es sich gar um die Replika eines Bikes mit Erfolgen im Rennsport handelt, ist die Sache fast schon geritzt. Die logische Voraussetzung, dass die Nachfrage höher als das Angebot sein muss, ergibt sich so fast von selbst. Gute Chancen auf Wertsteigerung haben individuelle "Charakter-Bikes", die heute nur wenige Käufer finden, aber morgen schon Kult sein könnten.

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Foto: Barshon

Wertanlagen bis 5000 Euro

Yamaha YZF-R 125 Neu 3995 Euro
Zugegeben: Es wird noch etwas dauern, bis die kleine Yamaha echten Sammler- und Kultstatus erreicht. Aber in einigen Jahren, wenn die konsequent pfiffig gemachte, der großen Supersport-Schwester R1 nachempfundene 125er nicht mehr als Neumaschine im Programm ist, könnten gute Exemplare mit wenig Kilometern Liebhaberstatus erreichen. Ähnlich wie die Hercules K 50 Ultra LC aus den 1970er-Jahren.

Die derzeit noch guten Verkaufszahlen verhindern zwar scheinbar eine Knappheit des Angebots, doch dürften zusammengerittene und zerstürzte Exemplare den Bestand an gepflegten YZF-R125 im Laufe der Jahre deutlich dezimieren. Was zeichnet die kleine Yamaha aus? Ihr rassiges Erscheinungsbild, das sie auf den ersten Blick kaum von der großen R1 unterscheiden lässt, ihre rundum gute Verarbeitung und ein tolles Fahrwerk.

Das Herzstück, der äußerst kräftige Viertaktmotor, sorgt mit echten 15 PS für richtig gute Fahrleistungen und ist zudem sehr sparsam. Die kräftigen Bremsen haben mit dem Verzögern der leichten 125er samt Besatzung keinerlei Mühe, die Sitzhaltung ist sportlich, aber auch im Alltag durchaus zu ertragen. Ein Tipp für Nostalgiker, die sich mit 40 an ihre wilde Jugend erinnern wollen.

Stärken

  • Kräftiger Einzylindermotor
  • Gute Fahrleistungen
  • Sehr geringer Spritverbrauch
  • Super handlich, sehr stabil
  • Gute Verarbeitung
  • Outfit wie große Schwester R1

 

Schwächen

  • Kaum Platz für Beifahrer und Gepäck

 

Technische Daten
Hubraum: 125 cm³
kW/PS: 11/15
Zylinder: 1
Vmax: 120 km/h
Gewicht vollget.: 140 kg
Sitzhöhe: 818 mm
Tankinhalt: 13,8 Liter

Foto: Archiv

BMW K1 Gebraucht ab 3500 Euro
Man liebt sie oder man hasst sie. Kalt lässt sie kaum einen, die K1 fällt auf und polarisiert, zwingt jeden Betrachter zu einem eindeutigen Bekenntnis. In München hat man das wohl auch so gewollt – um vom Langweiler-Image loszukommen?

Die K1 mimt die Sportlerin in der K-Modellbaureihe. Unter der im Windkanal ausgefeilten, auf beste Aerodynamik ausgelegten Vollverkleidung steckt der liegende Vierzylinder mit Vierventilkopf. Satte 100 PS befähigen die schrill lackierte Flunder zur respektablen Höchstgeschwindigkeit von 233 km/h, es sollen sogar Modelle mit über 240 km/h gemessen worden sein.

Auch bei Vollgas liegt die K1 topstabil und ist in Kurven handlicher, als man erwartet. Sparsam ist sie trotz ihrer Windschlüpfigkeit nicht, aber rar und mittlerweile gesucht. Einer der buntesten Vögel in der Motorradgeschichte.

Stärken

  • Gute Fahrleistungen
  • Sehr markanter Auftritt
  • Relativ handlich, topstabil
  • Guter Wind- und Wetterschutz
  • Sehr wirksame Bremsen

 

Schwächen

  • Umstrittenes Design
  • Lenker und Sitzbank unbequem

 

Technische Daten
Hubraum: 987 cm³
kW/PS: 74/100
Zylinder: 4, Reihe
Vmax: 233 km/h
Gewicht vollget.: 264 kg
Sitzhöhe: 780 mm
Tankinhalt: 22 Liter

Preise: Frühe Modelle mit hoher Kilometerleistung gibt es ab 3500 Euro; Top-Exemplare mit weniger als 10 000 Kilometern kosten etwa 8000 bis 9000 Euro.

Foto: Archiv

Kawasaki Z 750 Turbo Gebraucht ab 2500 Euro
Kaum eine Handvoll Turbo-Motorräder gab es in der Geschichte, von denen die Kawa sicher die ausgereifteste und alltagstauglichste ist. Basiert sie doch auf der massenhaft verkauften GPZ 750, welche jedoch fahrwerks- und motormäßig stark modifiziert wurde. So kommt die bereits in der 1100er erprobte Einspritzung anstelle der Vergaser zum Einsatz, und die Verdichtung wurde von 9,5 auf 7,8:1 reduziert. Trotz gemäßigten Ladedrucks von 0,73 bar leistet der Motor so in der offenen Version 112 PS. Er überzeugt mit toller Abstimmung, sanfter, direkter Gasannahme und bietet auch unter 5000/min, wo der Lader einsetzt, brauchbare Leistung. Das stabile Fahrwerk ist der Power gewachsen, aber nicht sehr handlich.

Stärken

  • Standfester Einspritzmotor
  • Toller Turbo-Kick ab 5000/min
  • Stabiles Fahrwerk
  • Selten, hohes Sammler-Potenzial

 

Schwächen

  • Turbolader als Ersatzteil sehr teuer
  • Unhandlich und recht schwer
  • Bei strammer Fahrt hoher Verbrauch

 

Technische Daten
Hubraum: 738 cm³
kW/PS: 74/100
Zylinder: 4, Reihe
Vmax: 225 km/h
Gewicht vollget.: 254 kg
Sitzhöhe: 770 mm
Tankinhalt: 18 Liter

Preise: Brauchbare Fahrzeuge gibt’s kaum unter 2500 Euro; top gepflegte Exemplare mit wenig Kilometern kosten meist deutlich über 4000 Euro, Preise nach oben offen.

Foto: Archiv

Aprilia RS 125 Gebraucht ab 1000 Euro
Seit 1993 ist die RS der Traum vieler 125er-Fans: Ihr Einzylinder entwickelte je nach Baujahr bis zu 34 PS (heute wegen geänderter Lärm- und Abgasbestimmungen nur noch 23). Mit rassigem Design, tollem Fahrwerk und bissigen Bremsen vermittelt die Aprilia echtes Grand Prix-Feeling.

Und weil immer mehr Exemplare von jugendlichen Heißspornen verheizt oder plattgefahren werden, und Zweitakter wegen schärferer Emissionsgesetze bald aussterben dürften, haben gepflegte (vor allem offene) RS beste Chancen, zu raren, gesuchten Liebhaberstücken zu werden.

Stärken

  • Tolles Sportler-Fahrwerk
  • Hervorragende Bremsen
  • Giftiger Zweitaktmotor
  • Ausstattung und Outfit sind amtlich
  • Offene Version mit bis zu 34 PS

 

Schwächen

  • Oft viele Vorbesitzer, runtergeritten
  • Begrenzt haltbarer Zweitaktmotor

 

Technische Daten
Hubraum: 125 cm³
kW/PS: 11/15
Zylinder: 1
Vmax: 115 km/h
Gewicht vollget.: 137 kg
Sitzhöhe: 805 mm
Tankinhalt: 14 Liter

Preise: Vor allem Zustand und Kilometerleistung bestimmen den Preis. Los geht’s bei rund 1000 Euro; Exemplare mit unter 10 000 Kilometern kosten bis zu 3000 Euro.

Foto: Archiv

Vespa PX 200 Gebraucht ab 1800 Euro
Vespas mit luftgekühlten Motoren haben eine sehr lange Tradition. Auch die PX 200 gibt es mittlerweile seit 25 Jahren in Deutschland, und sie ist längst Kult. Gebläsegekühlte Zweitaktmotoren haben die kleineren Vespas auch, aber dank seines Hubraums zieht der 200er besonders kraftvoll durch, auch wenn er nur zehn PS Höchstleistung vorweisen kann.

Gestartet wird nicht mehr nur per Kick-, sondern auch per E-Starter, bessere Bremsen und die überarbeitete Drehgriff-Viergangschaltung erleichtern den Umgang mit der PX. Im Originalzustand selten.

Stärken

  • Unglaublich robust und zuverlässig
  • Durchzugsstarker Zweitaktmotor
  • Braucht wenig Wartung
  • Kultiger Sympathieträger

 

Schwächen

  • Kleine Räder, kippeliges Fahrverhalten
  • Schlappe Trommelbremsen
  • Nicht sonderlich sparsam

 

Technische Daten
Hubraum: 198 cm³
kW/PS: 7/10
Zylinder: 1
Vmax: 92 km/h
Gewicht vollget.: 114 kg
Sitzhöhe: 810 mm
Tankinhalt: 8 Liter

Preise: Bastelbuden gibt’s zwar auch schon günstiger, aber brauchbare PX 200 kosten ab 1800 Euro; gepflegte Exemplare mit wenig Kilometern rund 3000 Euro.

Foto: Archiv

Honda NS 400 R Gebraucht ab 2500 Euro
Nein, es ist kein Schreibfehler: Die NSR hat tatsächlich einen V3-Motor. Der mittlere Zylinder steht, die beiden äußeren liegen in Fahrtrichtung. Der kleine Zwei­takter hat noch weitere Besonderheiten zu bieten: Elek­tronisch gesteuerte Klappen öffnen bei den liegenden Zylindern je nach Drehzahl die Auslasskanäle, um das Drehmoment zu verbessern. Tatsächlich legt sich der 400er zweitakt-untypisch schon früh kräftig ins Zeug, ist bereits ab 2000/min mit Anstand fahrbar. Richtig Feuer gibt’s zwischen 6000 und 9500/min, und wer den Kick häufig auskostet, muss mit extrem hohem Spritverbrauch rechnen. Dem Fan wird’s egal sein, er genießt die Handlichkeit der zierlichen NSR, das sportliche, dennoch alltagstaugliche Fahrwerk und die angenehme Sitzposition. Gepflegte Exemplare sind inzwischen äußerst selten, immer weniger NSR wechseln den Besitzer. Preise? Steigend.

Stärken

  • Leicht und handlich
  • Kultivierter, bissiger Zweitakter
  • Sitzkomfort und Bedienbarkeit perfekt
  • Versprüht Racing-Flair
  • Sehr seltenes Liebhaber-Bike

 

Schwächen

  • Sehr hoher Verbrauch
  • Ersatzteile teils schwer zu bekommen

 

Technische Daten
Hubraum: 387 cm³
kW/PS: 53/72
Zylinder: 3, V
Vmax: 215 km/h
Gewicht vollget.: 192 kg
Sitzhöhe: 770 mm
Tankinhalt: 19 Liter

Preise: Nicht das Baujahr, sondern Zustand und Laufleistung entscheiden. Ordentliche NSR gibt’s ab 2500 Euro; Top-Exemplare mit wenig Kilometern kosten 4000 bis 6000 Euro

Foto: Archiv

Italjet Dragster 125/180 Gebraucht ab 1000 Euro
Der Name ist Programm: Der Italo-Roller mit dem bissigen Zweitaktmotor verleitet immer wieder zu spontanen Beschleunigungsorgien. Schon mit dem 14,5 PS starken 125er sind flotte Ampelstarts drin, der 19 PS starke 180er-Motor macht den Dragster zum Sprint-Chef (0-50/80 km/h in 3,0/6,3 Sekunden) an jeder Ampel.

In punkto Technik und Design mimt der Italjet quasi die Ducati unter den Rollern: extravagantes Outfit, Gitterrohrrahmen, harte Sitzbank, kaum Komfort, kompromisslos sportlicher Anspruch. Die Vorderradführung übernimmt eine in Rollerkreisen ungewöhnliche Achsschenkellenkung.

Leider fährt der Italjet damit weder besonders handlich, noch besonders stabil – eine gewisse Kippeligkeit ist immer spürbar. Rollertypische Vorzüge wie Komfort oder ein Helmfach unter der Sitzbank hat der Dragster nicht zu bieten. Immerhin hält sich der Verbrauch mit gut 3,5 Litern/100 Kilometer beim 125er in Grenzen, der 180er säuft allerdings ziemlich ungeniert.

Als exotischer Sprint-Roller werden gepflegte Exemplare mit überschaubarer Kilometerleistung in ein paar Jahren sicher gesuchte Liebhaberfahrzeuge sein.

Stärken

  • Extravagantes, exotisches Design
  • Sprintstark, flotte Fahrleistungen
  • Kuriose Achsschenkellenkung
  • Als 125er günstig und sparsam

 

Schwächen

  • Neigt zu kippeligem Fahrverhalten
  • Nur für absolute Exoten-Fans
  • 180er mit sehr hohem Verbrauch

 

Technische Daten
Hubraum: 125 cm³
kW/PS: 10,6/14,5
Zylinder: 1
Vmax: 105 km/h 
Gewicht vollget.: 117 kg
Sitzhöhe: 790 mm
Tankinhalt: 10 Liter

Preise: Ordentliche 125er mit 10000 bis 20000 Kilometern kosten ab 1000 Euro; gepflegte 180er mit weniger als  10000 Kilometern kosten etwa 1500 bis 2000 Euro.

Foto: Archiv

Wertanlagen bis 8000 Euro

Ducati 916 Gebraucht ab 4000 Euro
Auch gut 15 Jahre nach ihrem Erscheinen 1994 hat die Ducati 916 kaum etwas von ihrem rassigen Charme verloren. Die kompromisslos auf Sport ausgelegte V2-Rakete glänzt mit edelsten Anbauteilen und toller Verarbeitung.

Einmal probiert, für immer verführt – so ging es vielen, die sich für eine Probefahrt in den harten Sattel der Duc geschwungen haben. Hohe Fußrasten und eine niedrige Sitzhöhe führen zu einem extrem engen Kniewinkel und die niedrigen Lenkerstummel zu einer stark vorgebeugten Sitzhaltung – von Komfort zu sprechen, wäre also fehl am Platz.

Das untermauert der kernige V2-Motor, der aufgrund der langen Endübersetzung im Stadtverkehr nur selten die "Rappelphase" verlässt. Sobald es jedoch etwas flotter voran geht, oder gar ein Rennstreckenbesuch ansteht, spielt die 916 ihr ultrastabiles Fahrwerk und ihr bulliges Drehmoment voll aus.

Wie auf Schienen folgt sie der vorgegebenen Linie und lässt sich auf den Punkt abbremsen. Und wem die Italienerin zum Fahren zu schade ist, der stellt sie sich zum Anschauen ins Wohnzimmer. Auch schön.

Stärken

  • Bäriger V2-Motor
  • Top Verarbeitung
  • Sehr stabiles Fahrwerk
  • Spitzen Design

 

Schwächen

  • Wenig handlich, riesiger Wendekreis
  • Sehr teuer in der Wartung
  • Sportlich harte Sitzpostion

 

Technische Daten
Hubraum: 916 cm³
kW/PS: 80/109
Zylinder: 2, V
Vmax: 252 km/h
Gewicht vollget.: 214 kg
Sitzhöhe: 770 mm
Tankinhalt: 17 Liter

Preise: Zwischen 4000 und 6000 Euro kosten Modelle der Baujahre 1994 bis 1996 mit etwa 30 000 Kilometern; 916 ab 1997 mit weniger Kilometern kosten ab 7000 Euro aufwärts.

Foto: Künstle

BMW R 1150 R Rockster Gebraucht ab 5000 Euro
Ursprünglich sollte die BMW R 1150 R Rockster im Herbst 2002 auf der Intermot in München nur als Studie vorgestellt werden. Das Interesse an der aus zahlreichen Komponenten der Schwestermodelle R 1100 S, R 1150 GS und natürlich der R 1150 R zusammengebastelten Rockster war dann allerdings so groß, dass sich die BMW-Führung umgehend zur Serienfertigung entschloss.

Nicht zuletzt aufgrund des poppigen, ja fast schon grellen Designs sortiert sich die Rockster irgendwo zwischen Funbike und Streetfighter ein. Dass die BMW nicht als gemütliche Reiseschaukel, sondern als Spaßbike ausgelegt wurde, zeigt schon die Tatsache, dass es einen Soziusplatz nur gegen Aufpreis gab.

Flottes, sportliches Kurvenwedeln ist dank des breiten Lenkers, des tadellosen Fahrwerks und des agilen Boxermotors ganz klar die Lieblingsbeschäftigung der Rockster. Voll ausgestattete Modelle mit ABS und Heizgriffen sind besonders gefragt und entsprechend wertstabil.

Stärken

  • Bewährt zuverlässiger Motor
  • Stabiles, komfortables Fahrwerk
  • Mit ABS erhältlich
  • Wartungsarmer Kardanantrieb

 

Schwächen

  • Relativ schwer
  • Praktisch kein Windschutz
  • Hohe Gebrauchtpreise

 

Technische Daten
Hubraum: 1130 cm³
kW/PS: 63/85
Zylinder: 2, Boxer
Vmax: 197 km/h
Gewicht vollget.: 239 kg
Sitzhöhe: 835 mm
Tankinhalt: 20,4 Liter

Preise: Die Baujahre 2003 und 2004 mit 30- bis 50000 Kilometern kosten 5000 bis 6500 Euro; Modelle von 2005 und 2006 mit 10- bis 30000 Kilometern 6500 bis 8000 Euro.

Foto: Archiv

Suzuki RG 500 GAMMA Gebraucht ab 4500 Euro
Genau ein Jahr nach der Yamaha RD 500 LC schickte Suzuki seine Renn-Replika auf den Markt: die RG 500 Gamma. Und das mit deutlich weniger Gewicht und einigen Pferdchen mehr. Gewaltige 95 Zweitakt-PS markierten einen neuen Bestwert.Mit diversen Tuningmaßnahmen, die einige Besitzer der Gamma verpassten, wurden schnell 100 und mehr daraus.

Das für die 1980er-Jahre sehr hochwertige Fahrwerk und der stabile Leichtmetallrahmen kommen erstaunlich gut mit der doch sehr giftigen Leistungsentfaltung zurecht. Vor allem die Alu-Kastenschwinge sorgt für Stabilität. Lediglich bei hohem Tempo erzeugt die Vollverkleidung an der Front Auftrieb, was gelegentlich zu harmlosem Pendeln führt.

Weit dramatischer kann sich eine verstopfte Tankentlüftung auswirken. Wenn sich das serienmäßige Kugelventil zusetzt, droht durch Abmagerung des Gemischs ein Kolbenklemmer – also besser gleich einen herkömmlichen Schlauch verwenden.

Stärken

  • Bärenstarke Zweitaktrakete
  • Gut schützende Verkleidung
  • Giftiger Zweitaktsound

 

Schwächen

  • Bei hohem Tempo unruhige Front
  • Sehr hoher Spritverbrauch
  • Pflegeintensiver Motor
  • Anfälliger Benzinhahn (undicht)

 

Technische Daten
Hubraum: 498 cm³
kW/PS: 70/95
Zylinder: 4, Square-Four
Vmax: 228 km/h 
Gewicht vollget.: 188 kg
Sitzhöhe: 770 mm
Tankinhalt: 22 Liter

Preise: Das Baujahr hat wenig Einfluss auf die Preise – entscheidend sind Laufleistung und Zustand des Zweitaktrenners, der für 4500 bis über 8000 Euro gehandelt wird.

Foto: Archiv

Yamaha RD 500 LC Gebraucht ab 4000 Euro
Bevor die RD 500 LC im Jahr 1984 auf den Markt kam, gab es zwar schon weit hubraumstärkere Zweitakt-Motorräder, doch keines davon leistete 88 PS. Die Kopie des Werksrenners von Kenny Roberts erhielt prompt den für Rennstreckenbikes typischen lang übersetzen ersten Gang, mit dem flotte Ampelstarts oder Wheelies nur schwer gelingen.

Auch Bummeltempo mag die RD gar nicht. Unter 5000/min geht kaum was vorwärts. Darüber brennt die Yamaha jedoch mit Nachdruck ein kleines Drehzahlfeuerwerk ab und schnalzt – bläuliche Zweitaktwölkchen hinterlassend – von einer Kurve zur nächsten.

Das serienmäßig verbaute Anti-Dive-System am Vorderrad sollte ursprünglich das Eintauchen der Gabel beim Bremsen verhindern, zeigt jedoch kaum Wirkung und führt außerdem zu einem matschigen Druckpunkt. Nach der Stilllegung funktioniert die Bremse spürbar besser.

Stärken

  • Drehfreudiger Zweitaktmotor
  • Ordentlicher Windschutz
  • Erstaunich komfortable Sitzposition
  • Bissige innenbelüftete Bremsen vorn

 

Schwächen

  • Zu lang übersetzter erster Gang
  • Defektanfällige hintere Zylinder
  • Nicht soziustauglich

 

Technische Daten
Hubraum: 499 cm³
kW/PS: 65/88
Zylinder: 4, V
Vmax: 222 km/h
Gewicht vollget.: 216 kg
Sitzhöhe: 780 mm
Tankinhalt: 22 Liter

Preise: Voll funktionsfähige RD im Originalzustand kosten  unabhängig vom Baujahr wenigstens 4000 Euro. Für topgepflegte Modelle werden  bis zu 8000 Euro verlangt.

Foto: Künstle

Wertanlagen über 8000 Euro

Yamaha Vmax Neu 22500 Euro
Wenn es ein Motorrad wirklich verdient hat, Machobike genannt zu werden, dann die Yamaha Vmax. Der Inbegriff der Unvernunft heißt in Zahlen 200 PS, 167 Nm Drehmoment und sagenhafte 2,7 Sekunden von Null auf 100 km/h. Trotzdem ist sie kein Sportler, kein Cruiser und auch kein Tourer.

Eigentlich ist die aktuelle Vmax eine Gattung für sich, der der legendäre Ruf ihrer Ahnin vorauseilt und dem sie noch einiges aufsatteln kann: modernste Motorentechnik, bissige, absolut standfeste Bremsen und ein stabiles Fahrwerk. Erhabene Fahrleistungen und stabiles Fahrverhalten sind damit garantiert – und das alles ist gut versteckt hinter dem leicht altmodischen Brutalo-Look der Vmax.

Den mochten ihre Jünger  damals wie heute. Und damals wie heute kann man sich beim Yamaha-Händler eine Legende kaufen, solange man das nötige Kleingeld parat hat. Als Gegenleistung gibt ihr Hinterreifen bei jedem Ampelstart ein Autogramm: Achtung! Eine Vmax war hier.

Stärken

Enorme Beschleunigung

  • Mächtig starker V4-Motor
  • Stabiles Fahrwerk, gute Verarbeitung
  • Gut kontrollierbare Leistung

 

Schwächen

  • Zu kleiner Tank
  • Sitzposition ist gewöhnungsbedürftig
  • Ganz schön schwer

 

Technische Daten
Hubraum: 1680 cm³
kW/PS: 147/200
Zylinder: 4, V
Vmax: 220 km/h
Gewicht vollget.: 310 kg
Sitzhöhe: 775 mm
Tankinhalt: 15,0 Liter

Foto: Künstle

BMW HP2 Sport Neu 21600 Euro
Quasi einen Langstreckenrenner für zu Hause hat BMW da auf die Beine gestellt. Edelste Teile verbauen die Bajuwaren an ihrem stärksten Serienboxer mit strömungsoptimiert gefrästen Einlasskanälen und je zwei obenliegenden Nockenwellen (statt nur einer) auf der Suche nach dem letzten PS.

Karbon an Front und Heck, Öhlins-Federung sowie ein schicker Schaltassistent runden den Race-Geschmack gelungen ab. Selbst Computer-Freaks gefällt der Renner: Aus dem Bordcomputer lässt sich fast alles von Schaltvorgängen bis hin zu Brems- und Vollgasanteilen auslesen.

Stärken

  • Edle und aufwändige Verarbeitung
  • Stärkster Serien-Boxermotor
  • Schaltassistent
  • Erstklassige Bremsen

 

Schwächen

  • Kein Soziussitz
  • Schlechte Sicht in den Rückspiegeln
  • Benötigt teures Super Plus

 

Technische Daten
Hubraum: 1170 cm³
kW/PS: 98/133
Zylinder: 2, Boxer
Vmax: 260 km/h
Gewicht vollget.: 206 kg
Sitzhöhe: 830 mm
Tankinhalt: 16,0 Liter

Foto: Künstle

Aprilia RSV4 Factory Neu 20290 Euro
Erst letztes Jahr stellte Aprilia dieses Kleinod von Rennstrecken-Motorrad vor. Traditionell ist ein superbes Fahrwerk verbaut,  konsequenterweise wird auf einen Soziusplatz verzichtet. Mit dem kurzen Tank und der extrem aktiven Sitzposition fühlt sich die RSV4 an wie ein MotoGP-Bike.

Ein Big Bike mit den Fahrmanieren einer Aprilia RS 250, nur mit deutlich mehr Schmalz an der Kette. Großgewachsene haben Probleme, ihre Knochen angemessen zu sortieren, alle anderen genießen selbst jenseits der 200 km/h zackige Richtungswechsel. Dass man am sexy Heck kein Gepäck verzurren kann, wird wohl niemand ernsthaft bemängeln. Außer man reist zur Tourist Trophy auf die Isle of Man.

Stärken

  • Hervorragendes Fahrwerk
  • Kompaktes und scharfes Design
  • Brillante Bremsen
  • Geiler Vau-Vier-Sound

 

Schwächen

  • Gasannahme könnte sanfter sein
  • Wenig Leistung im Drehzahlkeller
  • Geringer Sitzkomfort

 

Technische Daten
Hubraum: 1000 cm³
kW/PS: 132/180
Zylinder: 4, V
Vmax: 295 km/h
Gewicht vollget.: 204 kg
Sitzhöhe: 845 mm
Tankinhalt: 17,0 Liter

Foto: Künstle

Suzuki B-King Neu 14270 Euro
Böse und unzähmbar steht die Fünf-Zentner-Brumme da, strahlt bereits im Stand Souveränität und Kraft aus. Auffallen ist mit Suzukis Muskelpaket unvermeidlich. Dabei ist die B-King alles andere als unbeherrschbar, ihr verhalten säuselnder Vierzylinder ein angenehm sanfter Zeitgenosse, der aber jederzeit bärig anreißen kann.

Ihr strammes Gewicht merkt man ihr beim Fahren nicht an, gar leichtfüßig und neutral lässt sie sich dann um die Kurven scheuchen. Bei Vollgas bleibt sie stabil und die knackigen Bremsen haben sie jederzeit im Griff – seit diesem Jahr sogar mit serienmäßigem ABS. Fehlt nur noch der standesgemäße Sound.

Stärken

  • Mächtig starker Vierzylinder
  • Für ihr Gewicht erstaunlich handlich
  • Äußerst wirksame Bremsen
  • Brutaler Macho-Auftritt

 

Schwächen

  • Design gefällt nicht jedem
  • Relativ strammer Preis V
  • ieles an der B-King ist nur Attrappe

 

Technische Daten
Hubraum: 1340 cm³
kW/PS: 135/184
Zylinder: 4, Reihe
Vmax: 250 km/h
Gewicht vollget.: 255 kg
Sitzhöhe: 805 mm
Tankinhalt: 16,5 Liter

Foto: Künstle

Harley-Davidson Fat Boy
Gebraucht ab 10000 Euro Seit Arnold Schwarzenegger mit ihr durch den Blockbuster Terminator 2 cruiste, ist ihr Kultstatus genauso in Stein gemeißelt wie der Zylinderwinkel von 45 Grad bei Harley-Davidson.

Die Fat Boy gewinnt keinen Geschwindigkeitsrekord, saust nicht in herben Schräglagen durch Serpentinen und hat auch ihre Mühe, schnell zum Stehen zu kommen. Wer sich allerdings auf sie einlässt, versteht, dass Raum und Zeit relativ sind. Zumindest wenn man sich im Sattel der Fat Boy treiben lässt – ganz lässig und ohne jede Hast.

Stärken

  • Kult-Motorrad aus Terminator 2
  • Gleichmäßige Leistungsentfaltung
  • Wartungsarmer Zahnriemenantrieb
  • Wartungsfreie Hydrostößel

 

Schwächen

  • Miese Bremsleistung
  • Schräglagenfreiheit stark begrenzt
  • Bedienunfreundliche Alarmanlage

Technische Daten
Hubraum: 1449 cm³
kW/PS: 47/64
Zylinder: 2,
V Vmax: 173 km/h
Gewicht vollget.: 326 kg
Sitzhöhe: 680 mm
Tankinhalt: 18,9 Liter

Preise: Baujahre von 1990 bis 2000 mit um die 20000 Kilometern kosten 10000 bis 12000 Euro; ab 2001 mit rund 10000 Kilometern kosten 13000 bis 19000 Euro.

Foto: Künstle

Mv Agusta F4 1078 RR 312 Neu 22940 Euro
Wenn Italiens Motorradwelt zu einem Design gefunden hat, behält sie es auch möglichst lange bei. Ducati macht(e) es bei Monster und 916, MV Agusta bei Brutale und auch der F4. Schöpfer Massimo Tamburini kreierte mit dem Auspuff der F4 eine weitere Stil-Ikone, die trotz ihrer aktuellen Ausbaustufe mit dem ellenlangen Namen F4 1078 RR 312 ein wenig ins Hintertreffen geraten ist.

Typisch italienisch ist die F4 mit feinsten Komponeten bestückt, Brembo-Monobloc-Zangen und die feinen Schmiederäder samt schöner Einarmschwinge sind nur einige Gründe, sich dieses Motorrad ins Wohnzimmer zu stellen. Soll sie auch bewegt werden, dann ab mit ihr auf die Rennstrecke.

Denn dort ist sie zu Hause und kann ihren Vierzylinder hochjubeln lassen, um mit dann versammelten 190 PS über den Rundkurs zu wetzen. Zwar wird das Fahrwerk mit höherem Tempo immer weniger handlich, die Federelemente hingegen sprechen ebenso fein an wie die formidable Bremsanlage. Harte Gasannahme und wenig Druck von unten lassen vielleicht Ärger aufkommen, die zeitlose Schönheit dieser MV sicher nicht.

Stärken

  • Zeitloses Design
  • Oben heraus viel Power
  • Formidable Bremsen
  • Voll einstellbares Fahrwerk

 

Schwächen

  • Unten herum wenig Druck
  • Unharmonische Sitzposition
  • Harte Gasannahme

 

Technische Daten
Hubraum: 1078 cm³
kW/PS: 140/190
Zylinder: 4, Reihe
Vmax: 312 km/h
Gewicht vollget.: 222 kg
Sitzhöhe: 840 mm
Tankinhalt: 21,0 Liter

Foto: Archiv

Honda VFR 750 R (RC 30)Gebraucht ab 10000 Euro
Ende der 1980er Jahre lehrte Honda die Superbike-Szene mit der VFR 750 R das Fürchten. Besser unter ihrem Modellkürzel RC 30 bekannt, galt sie damals als das Superbike schlechthin. Der böse knurrende, beim Hochdrehen sogleich heiser fauchende V4 war und ist akustisch und bautechnisch eine Sensation.

Hightech fürs Volk in jeder Hinsicht: Schnellverschlüsse an der Vorderradachse, Einarmschwinge mit Zentralmutter hinten, Gehäuse- und Ventildeckel aus leichtem Magnesium. Ungedrosselt drückt der V4 112 PS, mit Kit sind problemlos 20 Pferde mehr drin.

Schmal und geduckt pfeilt die RC 30 stabil durch Kurven, prescht mit glasklarer Rückmeldung über die Piste.Auch harte Bremsmanöver sind dank Bremsmomentabstützung und Anti-Hopping-Kupplung kein Thema. Der Haken? Die RC 30 kostet gebraucht inzwischen mehr als damals im Neuzustand.

Stärken

  • Feinste Renntechnik für zu Hause
  • Fantastischer V4-Sound
  • Anti-Hopping-Kupplung
  • Sehr ordentliche Bremsen

 

Schwächen

  • Ersatzteile sind rar und teuer
  • Fast zu schade zum Fahren
  • Begrenztes Einsatzgebiet

 

Technische Daten
Hubraum: 748 cm³
kW/PS: 74/100
Zylinder: 4, V
Vmax: 234 km/h
Gewicht vollget.: 208 kg
Sitzhöhe: 785 mm
Tankinhalt: 18,0 Liter

Preise: Exemplare zwischen 10000 und 45000 Kilometern Laufleistung kosten zwischen 10000 und 22000 Euro, das Baujahr spielt für den Preis keine entscheidende Rolle.

Foto: Künstle

Triumph Rocket III Neu 18990 Euro
Understatement ist das, was man bei der Rocket III nicht findet: riesiger 2,3-Liter-Dreizylinder, wahnwitzige 200 Newtonmeter Schmalz an der 240er-Hinterradwalze – ein Monument von Motorrad. Sicher eines, das man nicht vergisst und das sich deshalb als Wertanlage eignen könnte. Zumal es serienmäßig weder mehr Hubraum noch Drehmoment zu kaufen gibt. 

Was ein Cruiser ist, muss nicht zwangsläufig träge fahren: Die Rakete katapultiert sich mit bislang ungeahntem Schub nach vorn, teilt mit dem Hinterreifen die Straße wie Moses einst das Rote Meer. Die formidablen Bremsen bringen die Engländerin sicher zum Stehen, das Fahrwerk könnte sensibler ansprechen.

Stärken

  • Bäriger, kultivierter Dreizylinder
  • Bremswerte auf Supersportler-Niveau
  • Chrom, soweit das Auge reicht
  • Wartungsfreier Kardanantrieb

 

Schwächen

  • Wenig Schräglagenfreiheit
  • Unkomfortable Federung hinten
  • Sehr groß und sehr schwer

 

Technische Daten
Hubraum: 2294 cm³
kW/PS: 103/140
Zylinder: 3, Reihe
Vmax: 216 km/h
Gewicht vollget.: 361 kg
Sitzhöhe: 740 mm
Tankinhalt: 25,0 Liter

Foto: Künstle

KTM 1190 RC8 R Neu 20995 Euro
KTM hat die Standard-RC8 geschärft und ein R ans Modellkürzel gehängt – und die Österreicher waren erfolgreich. Irre: In acht Sekunden stehen 200 auf der Uhr. Die klasse Federelemente von WP sind ihr Geld wert, das Heck lässt sich mittels Exzenter sogar in der Höhe verstellen.

Der fehlende Soziusplatz ist ein Wink mit dem Zaunpfahl: Ich gehöre auf die Rennstrecke. Dort lässt sich das spritzige Triebwerk ebenso gut auskosten wie die passenden ultrascharfen Bremsen. Das kantige Design garantiert Wiedererkennung: Gleich überholt mich eine RC8.

Stärken

  • Spritziger und starker V-Zwei
  • Vielfach einstellbares Fahrwerk
  • Tadellose Anti-Hopping-Kupplung
  • Hervorragende Bremsen

 

Schwächen

  • Solisten-Fahrzeug
  • Design gefällt nicht jedem
  • Lastwechsel könnten weicher sein

 

Technische Daten
Hubraum: 1195 cm³
kW/PS: 125/170
Zylinder: 2, V
Vmax: 280 km/h
Gewicht vollget.: 199 kg
Sitzhöhe: 805-825 mm
Tankinhalt: 16,5 Liter

Foto: Archiv

Ducati 1098 R Neu 35000 Euro
Ihr einziger Zweck ist, für Rennsiege zu sorgen. Dafür wurde die 1098 R schließlich gebaut. Und dafür bekam sie so ziemlich alles, was gut und teuer ist. Der 1200er-Twin reißt an, dass es einem schier die Sprache verschlägt. Gestützt auf eine kräftige Mitte zerrt die Ducati vorwärts, als wäre der Leibhaftige hinter ihr her.

Mit unnachgiebigem Biss bis zum Abregeln bei 10500/min – und trotzdem völlig gleichmäßig. Wheelies im zweiten Gang sind an jedem Kurvenausgang nach Belieben abrufbar. Die Gasannahme ist äußerst direkt, doch nie ruppig. Der zweizylindrige Kraftprotz schleudert das Leichtgewicht dermaßen zornig über die Geraden, dass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt.

Verschnauft man doch einmal, so schmeicheln teure Karbon-Teile von vorn bis hinten dem Auge, und edelste Federelemente glänzen um die Wette. Beim zünftigen Ritt genießt man deren tadellose Funktion. Zwei Gänge runter und Kurve anbremsen ist mit der erstklassigen Anti-Hopping-Kupplung und den Radial-Brembos ein Genuss. Wie auch die einstellbare Traktionskontrolle, die das Rennfahren noch leichter macht. Und das kann die 1098 R nun mal am besten.

Stärken

  • Brutal anreißender Motor
  • Formidable Bremsen
  • Elektronische Traktionskontrolle
  • Zeitlos schönes Design

 

Schwächen

  • Auspuff sorgt für heißen Hintern
  • Nur als Einsitzer zu haben
  • Quasi keine Alltagstauglichkeit

 

Technische Daten
Hubraum: 1198 cm³
kW/PS: 125/170
Zylinder: 2, V
Vmax: 290 km/h
Gewicht vollget.: 192 kg
Sitzhöhe: 820 mm
Tankinhalt: 15,5 Liter

Foto: Archiv

Yamaha MT-01 Neu 13650 Euro
Sie ist das Kind ungleicher Eltern: Supersportler bespringt Cruiser, und heraus kommt die MT-01. Der archaische V-Zwei wummert, pulsiert, bebt und bläst bei jedem Dreh am Gasgriff zur Attacke. Der eingelegte Gang ist dabei ebenso egal wie das Kampfgewicht von über fünf Zentnern.

Von dem lassen sich weder die sauber und straff arbeitenden Federelemente, noch die famosen Bremsen beeindrucken. Durch und durch glänzt die Yamaha nicht nur mit hochwertiger Verarbeitung, sondern auch mit alltäglich Brauchbarem wie den rücksichtsvollen Spiegeln.

Stärken

  • Motor hat richtig Druck
  • Knackiges Fahrwerk S
  • charfes Design
  • Aufwendige Verarbeitung

 

Schwächen

  • Hohes Gewicht
  • Schlechter Soziusplatz
  • Sturzgefährdeter Öltank

 

Technische Daten
Hubraum: 1670 cm³
kW/PS: 66/90
Zylinder: 2, V
Vmax: 210 km/h
Gewicht vollget.: 265 kg
Sitzhöhe: 825 mm
Tankinhalt: 15,0 Liter

Foto: Künstle

BMW R 1200 C Gebraucht ab 6500 Euro
Anfangs noch als "Chromödien-Stadl" hämisch belächelt, schart der Bayern-Cruiser heute eine treue Schar um sich, die sich nur ungern von ihm trennt. Das nicht zu Unrecht:  Die R 1200 C war und ist einer der wenigen Cruiser mit ABS.

Die Sitzposition ist zwar nicht so lässig entspannt wie bei der amerikanischen Konkurrenz, kommt dafür aber dem fahraktiven Charakter der Münchnerin entgegen. Souverän ankernde Bremsen, ein ordentliches Fahrwerk und akzeptable Schräglagenwerte machen ein Wildern auch abseits schnurgerader Highways möglich.

Stärken

  • Fahraktives, handliches Fahrwerk
  • Boxer-Cruiser mit Seltenheitswert
  • Ordentliche Bremsen
  • Meist mit ABS ausgestattet

Schwächen

  • Sitzposition nicht cruiser-typisch
  • Schlechte Qualität der Chrom-Teile
  • Nicht selten undichter Kardan

 

Technische Daten
Hubraum: 1170 cm³
kW/PS: 45/61
Zylinder: 2, Boxer
Vmax: 168 km/h
Gewicht vollget.: 277 kg
Sitzhöhe: 750-800 mm
Tankinhalt: 17,0 Liter

Preise: Baujahre von 1997 bis 2000 mit um die 30000 Kilometern kosten 6500 bis 8000 Euro; ab 2001 mit rund 10000 Kilometern kosten 9000 bis 11000 Euro.

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