So funktioniert ein Rollergetriebe In die Gänge kommen

Getriebe bestehen in der Regel aus ganz vielen Zahnrädern. Nicht so bei den meisten Rollern.

Mit Ausnahme des Burgman 650, der handgeschalteten PX-Vespa und von Veteranen wie der Simson Schwalbe übernimmt beim Roller eine Variomatik die Aufgabe des Getriebes. Ihr Kernstück ist der rechts abgebildete Variator. Dieser sitzt direkt auf der Kurbelwelle und ist axial verschiebbar. In den sternförmig angeordneten Bahnen, deren Grund-fläche einen Viertelkreis beschreibt, laufen Rollen, die sich gegen einen fest auf der Kurbelwelle montierten Deckel abstützen. Mit steigender Drehzahl werden die Rollen durch die Fliehkraft nach außen gedrückt, der Variator wandert axial auf der Kurbelwelle. Auf dessen konisch geformter Rückseite stützt sich der Antriebsriemen gegen einen ebenfalls fest montierten Gegenkonus ab.

Durch das Verschieben das Variators vergrößert sich der Durchmesser, das heißt, die Übersetzung wird länger. Da die Länge des Riemens konstant ist, befindet sich am Hinterrad ebenfalls ein Konus. Die Übersetzung ändert sich also stufenlos, was das monotone Motorgeräusch beim Beschleunigen erklärt. Das Prinzip ist einfach, doch je nach Gewicht der Rollen, Form und Steigung der Laufbahnen sowie weiteren Details (Gegendruckfeder, Fliehkraftkupplung) ändert sich die Charakteristik der Variomatik. Wenn verschlissene Rollen nicht mehr sauber laufen, leiden die Fahrleistungen. Tuningspezialisten wie Malossi oder Polini führen für fast jeden Scooter Variomatik-Teile, mit denen die Fahrdynamik verbessert werden kann.

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